Wednesday, September 17, 2008

Parteibuch Ticker Feed von 2008-03-31

Parteibuch Ticker Feed von 2008-03-31


AK VDS: Kleiner Sieg gegen Speicherung von Fluggastdaten
04/01/2008 02:45 AM

Einen Beitrag zur Information der Bürger über ein bisher eher unbekanntes Datenschutz-Thema leistete erneut der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. Wie der Zusammenschluss von Datenschützern in einer Pressemitteilung bekannt gab, gelang es den Aktivisten zwei Klageschriften des Europäischen Parlaments gegen die Fluggastdatenübermittlung in die USA zu veröffentlichen, die der Allgemeinheit bisher nicht zugänglich waren. Dies war möglicherweise aus gutem Grund der Fall, sind die Ergebnisse doch für die Befürworter der verdachtsunabhängigen Sammlung von persönlichen Daten aller Flugpassagiere vorsichtig ausgedrückt sehr unerfreulich. Aus der Klageschrift …geht hervor, dass sowohl die Fluggastdatensammlung in den USA wie auch die von den EU-Staaten aktuell geplante Aufzeichnung des Reiseverhaltens grundrechtswidrig sind.

Dies verwundert nicht wirklich, überlegt man, welch große Datensammlungen bei der Erhebung von Fluggastdaten (oder kurz PNR für Passenger Name Records) angelegt werden und wie immens die damit verbundenen Risiken sind. Die geplante Speicherung der Daten über Jahre hinaus resultiert in Datenmengen, die wohl schon nach kurzer Zeit nur noch in Terabyte zu messen sind- attraktive Ziele für Cyberkriminelle, denen das Vermieten von Botnets zu langweilig wird und die sich mit dem Verkauf von persönlichen Daten das Bankkonto weiter vollpacken wollen (und wer mir jetzt sagt, dass dazu die IT Security unserer amerikanischen Verbündeten zu gut ist, dem lege ich nahe, eine Suchmaschine seiner Wahl einmal nach “Hacking the Homeland” oder “Oak Ridge” zu befragen).

Datendiebstahl ist natürlich bei weitem nicht das einzige Risiko bei der Erhebung der Fluggastdaten. Auch der Missbrauch von Daten durch die beteiligten Behörden ist ein mögliches Risiko (soviel derzeit auch in Deutschland in dieser Hinsicht falsch laufen mag, so haben wir doch noch wirksame Datenschutzgesetze für viele, wenn auch nicht alle, Bereiche- dies ist leider nicht überall der Fall), so ließen sich beispielsweise Bewegungsprofile der Reisenden anlegen- oder andere, möglicherweise noch schlimmere Dinge, wie auch in der veröffentlichten Klageschrift zu lesen ist. Dort heißt es:

Sensible Daten der Passagiere über die rassische und ethnische Herkunft, politische Meinungen und religiöse Überzeugungen würden nicht effektiv vor staatlichem Zugriff geschützt.

Ein durchaus plausibles Argument- manche Daten können, in den falschen Händen, zu einer durchaus ernstzunehmenden Gefahr für die Betroffenen werden oder deren Leben zumindest erschweren. Man kann sich vorstellen, wohin dies möglicherweise führen kann- nach dem Motto “wehret den Anfängen” sollte man also Daten, die derart viel Potential haben, Menschen auf die eine oder andere Art zu schaden, gar nicht erst sammeln und speichern. Sind sie nämlich einmal da, kann ihre Verwendung kaum noch kontrolliert werden- genau deswegen ist in solchen Fällen Datensparsamkeit der einzig wirksame Schutz. Übrigens dürfte bei solchen Perspektiven klar werden, wieso das Sicherheitsargument, auch für die Speicherung der Fluggastdaten immer wieder gerne angeführt, nur dann haltbar ist, wenn man sich lediglich auf ein einziges Risiko (nämlich den Terrorismus) bezieht- berücksichtigt man die Lebensqualität und allgemeine Sicherheit aller Betroffenen, kann man wohl kaum noch davon sprechen, dass eine Maßnahme, die sie möglicherweise in ihrem Heimatland zum Opfer staatlicher Repressionen macht (oder Kriminellen ihre privaten Daten in die Hände spielt) ihr Leben “sicherer” macht…

Auch in anderer Hinsicht sind diese Daten der Kontrolle derjenigen, denen sie eigentlich gehören, entzogen- sie können nicht überprüfen oder Einfluss darauf nehmen, wie diese verwendet werden und wer sie bekommt. Auch dies erwähnt die Klageschrift:

Das Recht auf Auskunft über gespeicherte Daten sowie auf Berichtigung, Löschung und Sperrung der Daten sei nicht gewährleistet. Das Recht, vor Gericht gegen den rechtswidrigen Umgang mit den eigenen Daten klagen zu können, sei nicht gewährleistet.

Last but not least ist natürlich auch nicht auszuschließen, dass die Speicherung der PNRs sich ähnlich auswirken wird wie bereits die Vorratsdatenspeicherung im Bereich der Telekommunikation und Verhaltensänderungen bei den Betroffenen einsetzen. Wird noch jeder zu seinen Verwandten in arabische Ländern fliegen? Werden Muslims möglicherweise Angst haben, aufgrund ihrer Religion eher als andere zu Verdächtigen zu werden? Werden politisch unbequeme Menschen aus Angst vor staatlicher Repression nicht mehr fliegen? All dies wäre, geht man nach der nun veröffentlichten Klageschrift, zumindest möglich- und das wollen und können wir nicht riskieren. Zu den Freiheiten, die im 21. Jahrhundert selbstverständlich sein sollten, zählt auch die, frei reisen zu können- ohne dabei in jeder Einzelheit erfasst und in Datenbanken gepackt zu werden.

Zum Glück sieht es nicht so aus, als würde sich das neueste Überwachungsvorhaben unwidersprochen umsetzen lassen. Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung plant rechtliche Schritte und AK-Mitglied Patrick Breyer (selbst Jurist) gibt sich ebenso kämpferisch wie optimistisch: “Die Klagebegründung des Europäischen Parlaments könnte praktisch 1:1 übernommen werden, um das europäische Vorhaben zu Fall zu bringen. Das Verhältnismäßigkeitsgebot verbietet es, die Daten unschuldiger Passagiere über die Einreisekontrolle hinaus auf Vorrat zu speichern, nur weil die Informationen dem Staat in seltenen Fällen einmal nützlich werden könnten. Bei der Einreise stehen die erforderlichen Daten schon heute zur Verfügung. Das neue Vorhaben ist überflüssig und unter der Geltung der europäischen Grundrechte nicht zu realisieren. In seinem Urteil zum Kfz-Massenabgleich hat das Bundesverfassungsgericht bekräftigt, dass die Daten von Bürgern, nach denen nicht gefahndet wird, sofort wieder gelöscht werden müssen.” Hoffentlich werden, sollte es soweit kommen, die zuständigen Richter auch hier dem ebenso fehlgeleiteten wie gefährlichen Aktionismus des Gesetzgebers Einhalt gebieten. Die geplanten Maßnahmen sind extrem problematisch und sollten auf gar keinen Fall unterschätzt werden- es ist gut, dass mit der Veröffentlichung der Klageschriften nun ein weiterer Versuch gemacht wurde, die Öffentlichkeit auf genau diese Tatsachen hinzuweisen.

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Lumières dans la nuit: Volkshochschule
04/01/2008 01:27 AM

Dieses recht hässliche Foto gibt einen so zutreffenden Eindruck vom Zustand des Bildungssystemes in Deutschland, dass ich es einfach veröffentlichen muss:

Foto von einem heruntergekommenen Gebäude. In der zweiten Etage ein Hinweisschild mit dem Text »VHS«

In der zweiten Etage ein Holz vorm Fenster, damit man nicht nach draußen schauen kann. Die Aufschrift auf dem Holze lautet »VHS« und erweckt damit den Eindruck einer Institution, die Menschen Bildung vermittelt. In Wirklichkeit hindert die weithin sichtbare Etikettierung des Baues daran, dass das Licht von außen hineinfalle und dass der Blick aus dem Inneren nach draußen gehe; das Holz weist eine gewisse Ähnlichkeit zu einer Scheuklappe auf, um den Zustand der Kultusverwaltung trefflich zu symbolisieren. Im Erdgeschosse Gitter vor dem Fenster, deutlich zu machen, dass ein Ausbruch aus diesem System mit zwingenden Maßnahmen erschwert wird. Nur ein Absprung ist möglich, aus dem Fenster der ersten Etage heraus; wer immer in diesem Bau nach unten geraten ist, der muss darin wie in einem Gefängnis verbleiben.

Schaut man sich das Gebäude an, so steht es noch fest und scheinbar unverrückbar in der Landschaft herum, aber selbst die Fassade ist mittlerweile unansehnlich geworden und verheißt schon dem flüchtigen Blick nichts Gutes über das, was einen darinnen erwarten könnte. Von oben her dräut der Zerfall. Der Dachschaden in diesem Gebäude des deutschen Bildungssystemes scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wenn der Himmel einmal weniger blau werden wird. Und drumherum. Um dieses Haus. Ists trist und grau. So dass man gar nicht wissen möchte, wie es aussehen wird, wenn dieser Bau einst nicht mehr steht.

Das Foto wurde in der hannöverschen Innenstadt gegenüber dem Historischen Museum aufgenommen. Fröhliche Grüße an Claudia, mit der ich nach durchgemachter Nacht dieses Motiv fand.

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Radio Utopie: Links raus
04/01/2008 12:32 AM

Vasco Schultz Der Bezirksabgeordnete Vasco Schultz sieht die GAL Hamburg auf dem Weg ins konservative Lager.

Der grüne Bezirksabgeordnete in Hamburg-Wandsbek, scheint irgendwie so gar nicht an die Wand gemalt.
Irgendwie ist Vasco Schultz einer von denen die früher noch normal waren und heute schon am stetig näher rasenden linken Abgrund stehen.
Dabei will er nur, dass in seiner Landespartei, der GAL Hamburg, die ca.1300 Mitglieder schriftlich und in Ruhe über die in Bälde unter vorständlichem Jubelgeschrei präsentierte Koalitionsvereinbarung mit der CDU Ole von Beusts in einer Urabstimmung entscheiden dürfen.
In einem Interview via Internetkonferenz erläuterte er Radio Utopie warum..

(more…)

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Für ein Morgen in Freiheit: Radio-Bericht
04/01/2008 12:00 AM

Einen wie ich finde wirklich gelungenen Bericht über unsere Demo am 15.03. gab es heute abend bei FLoK zu hören. Darin finden sich unter anderem allgemeine Hintergründe zum Thema, ein Interview mit mir zu den technischen Gegebenheiten bei der Vorratsdatenspeicherung und der Online-Durchsuchung, Ausschnitte aus den meisten während der Demo gehaltenen Reden und Zuschauer-Reaktionen.

Für uns Aktive ist diese Sendung vor allem eine Anerkennung unserer Arbeit und noch einmal eine willkommene Gelegenheit, die Demo Revue passieren zu lassen. Für andere Hörer ist es hoffentlich ein Anreiz, sich vielleicht auch in Zukunft mit dem Thema Datenschutz auseinanderzusetzen. Danke an die Crew von Radio FLoK und insbesondere an Raphael, dass sie uns wieder so unterstützt haben.

Das Soundfile (MP3) gibt es hier.

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Signalwirkung: 5 % Lohnzuwachs ist eine Benchmark für die Tarifrunde 2008
03/31/2008 11:47 PM

Signalwirkung: 5 % Lohnzuwachs ist eine Benchmark für die Tarifrunde 2008

Ich denke, die Tarifeinigung im öffentlichen Dienst ist eine Benchmark für alle Tarifrunden in 2008. Eine Erhöhung um insgesamt 8,9 Prozent über zwei Jahre. In 2008 steigen die Löhne in der Regel um 5,1 % Ver.di-Chef Frank Bsirske rechnete auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit den Arbeitgebern vor dass nach Jahren mit Reallohnverlusten sich die Beschäftigten nun endlich über „wirkliche Reallohnzuwächse" freuen können.

Ein linearer Lohnzuwachs von 3,1 Prozent ist genau der Inflationsausgleich (die Inflationsrate wurde nach vorläufigen Wertem vom statistischen Bundesamt für März 2008 mit 3,1 % ermittelt). Der 2 %ige Kaufkraftzuwachs entspringt der Sonderzahlung die im Jahr 2008 mit einen Sockelbetrag von 50 Euro erreicht wird, das dieser mit einer 30 minütigen Mehrarbeit/Woche 1,3 % mehr Arbeitszeit verbunden ist, ist laut Bsirske „Schmerzhaft"

In Zeiten in denen viele Arbeitnehmer in Niedrigstlohnjobs erheblich weniger Einkommen erzielen und viele Arbeitnehmer Reallohnkürzungen hinnehmen müssen, ist dieser Tarifabschluss ein echter Erfolg.

Ich denke das für alle Branchen und Tarifrunden 2008 und nur für 2008 ein Lohnzuwachs von 5 % eine untere Mindestmarke darstellen muss.

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Nemetico: Habt ihr das alles vielleicht selbst gemacht?
03/31/2008 11:42 PM

Hurra, Broder hat wieder einen Artikel im SPIEGEL geschrieben! Einen Essay zu dem faschistischen Filmchen "Fitna" von Geert Wilders.Geert Wilders sei kein Faschist, sondern "radikaler Liberaler", schreibt Broder. Köstlich. Warum ich mich darüber freue?

Weil Broder einfach genial ist. Ich weiß natürlich schon, was er schreibt und ich ahne natürlich, von wem er vermutlich letztendlich bezahlt wird.

Aber im Sinne seiner Auftraggeber ist er längst eher eine lahme Ente als ein Shooting Star, nein, besser ausgedrückt: er ist unfreiwillig eine Art suversives Trüffelschwein, das die Pilze selbst dort aufspürt, wo niemand sie mehr vermutet, oder auch eine Art Plappermaul des Imperiums, der längst mehr ausplaudert als einlullt, so wie es eigentlich gewünscht ist.


Ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwierig ist, nach strikten transatlantischen Vorgaben einen Leitartikel zu schreiben.

Was von Ihrem Artikel, Broder, haben Sie selbst gemacht?

Nur so ne Frage nebenbei.

Seine Patzer sind legendä r, etwa als er ausplauderte, dass die sogenannte „öffentliche Meinung“ gerade mal von 200 Personen in Deutschland „gemacht“ wird.

Unvergessen auch, wie Broder unvermutet den Fall Möllemann der Vergessenheit entriss. Da konnte man ja endlich mal wieder nachlesen, was in dessen „antisemitischen“ Flugblatt so alles wirklich stand und über seine mehr als seltsamen Todesumstände nachdenken. Oder Broders Weihung der letzten absoluten Monarchien dieser Welt zu „gemäßigten arabischen Staaten“. Broder nannte den saudischen König den "guten Mann von Riad".

Insofern werden sie auch meinen inneren Jubel verstehen, als ich auf den Seiten des neoliberalen Boulevardblattes SPIEGEL entdeckte, dass Broder endlich endlich wieder einen Artikel geschrieben hat. Wenn man einen Broder - Text liest: die Dinger sind tatsächlich eine flächendeckende riesige offene Wunde. Ein wahrer Flickenteppich propagandistischer Patzer.
Ich war mir sicher, dass er mich nicht enttäuschen würde. Und er hat mich nicht enttäuscht.

Aber was ich dazu zu schreiben habe wird wohl dem Broder und erst recht den „höheren Chargen“ hinter dieser skurrilen Figur deutschen Journalismus möglicherweise alles andere als in den Kram passen.
Also nehmen wir Broders Lobeshymne auf den Faschisten Wilders einfach unter die Lupe.

Geert Wilders mag vieles sein – selbstbewusst bis an die Grenze der Eitelkeit, borniert bis an den Rand der Selbstaufgabe. Ein "Rechtspopulist" ist er nicht.

Erstens ist er ein radikaler Liberaler, zweitens ist das, was er gerade macht, extrem unpopulär.

Nun ja, Broder, ein bisschen lau. Geert Wilders ein „radikaler Liberaler“? Lach. Netter Versuch. Lachen ja die Hühner.

Am 8. August 2007 forderte Wilders in einem Leserbrief an de Volkskrant[3] ein Verbot des Korans in den Niederlanden. Er bezog sich dabei auf eine Rede der italienischen Islamkritikerin Oriana Fallaci, die die Existenz eines „gemäßigten Islam“ bestritt und die These vertrat, islamistische Gewalt sei nicht Folge eines Missbrauchs dieser Religion, sondern leite sich unmittelbar aus dem Koran ab, der deshalb mit Adolf Hitlers Grundlagenwerk Mein Kampf zu vergleichen sei. Wilders schloss daraus, dass der Koran zu verbieten sei, da er „Muslime in verschiedenen Suren dazu aufruft, Juden, Christen, Andersgläubige und Nichtgläubige zu unterdrücken, zu verfolgen oder zu ermorden, Frauen zu schlagen und zu vergewaltigen und mit Gewalt einen weltweiten islamischen Staat zu errichten“.[3]

(wikipedia )

Nun, das vorausgesetzt müsste Wilders logischerweise auch die Bibel und den Talmud verbieten lassen, da beide zu großen teilen identischen Werke in zahlreichen Versen dazu aufrufen, Polytheisten, Andersgläubige, Fremdrassige und Nichtgläubige zu unterdrücken, zu verfolgen und zu ermorden, Frauen zu schlagen und zu vergewaltigen und mit Gewalt einen weltweiten jüdischen bzw. christlichen Staat zu errichten. Brauchen wir dazu Bibelstellen, Broder? Oder Wilders? Oder decken wir lieber gleich den Mantel der christlichen Nächstenliebe über dieses Kapitel? Können wir das Thema damit abhaken?

Infolgedessen müssten die Niederlande das „faschistische Buch“ Koran verbieten und für Muslime einen Einwanderungsstopp verhängen. Außerdem erneuerte er die nach seiner Wahl ins Parlament bereits von ihm aufgestellte Forderung, den Bau weiterer Moscheen im Lande zu verbieten.[3]

(wikipedia )

Broder, ich bin ja nun wirklich kein „Liberaler“, aber die geforderte Aufhebung der Religionsfreiheit kann beim besten Willen nicht mehr als „liberal“ bezeichnet werden.

Wo die Freiheit des Einzelnen berührt wird, habe jede, auch die staatliche Gewalt zu enden – der Staat habe nur dann einzugreifen, wenn die Freiheit der Individuen verletzt wird. Seine Rolle habe sich vorrangig auf den Erhalt von Recht und Freiheit zu beschränken.

So jedenfalls die „liberale Selbstwahrnehmung“ (irgendwo in wikipedia). Mithin wäre das Verbot von Koran, Bibel und Thora eindeutig antiliberal.

Ok, haken wir das Thema also insgesamt ab. Wilders ist kein „Rechtspopulist“, sondern ein ganz gewöhnlicher Faschist. Punkt.

Doch halten wir uns nicht mit solchen Kleinigkeiten auf. Gewiß stürzen sich die meisten Broder - Rezensenten auf derartige Klöpsen, mit denen Broder seine Leser schocken will. Dabei übersieht man allerdings gern, daß und was Broder eigentlich gern vertuschen möchte,.

Weiter also Broder.

Das Label "Rechtspopulist" hat heute die gleiche diffamierende Qualität wie "Kommunist" in den fünfziger und sechziger Jahren, "Faschist" in den Siebzigern und Achtzigern oder "Klimaleugner" heute.

Oder Holocaust – Leugner, Antisemit, usw., was? So nennt er ja unterschiedlos alle Menschen, die etwa die massakermäßige Gewaltpolitk des israelischen Staates kritisieren. Gelle, Broder?

Vielleicht hat „Broder – Leser“ oder „Broder – Jünger“ schon morgen auch diese „diffamierende Qualität“, etwa als Synonym für ***aus rechtlichen Gründen zensiert***.

Spaß beiseite. Es wird jetzt ernst mit Broder.

Falls fanatische Moslems wegen Wilders' Film "Fitna" ausrasten, liegt es also nicht daran, dass sie ein gestörtes Verhältnis zur Religions- und Meinungsfreiheit haben, sondern daran, dass sie von Wilders beleidigt und provoziert wurden.

Die Frage

Warum rasten fanatische Moslems aus?

Ist höchst interessant. Wir werden darauf zurückkommen.

Zunächst erfahren die Leser von Broder, dass es höchst gefährlich ist, sich diesen Film anzusehen, weil sie sonst von Moslems geköpft werden könnten; oder so:

...wobei er (ein Fernsehmoderator, den Broder gerade beschimpft, weil er seiner Ansicht nach zu weicheimäßig ist) zu erwähnen vergaß, dass zu diesem Zeitpunkt "Fitna" bereits nicht mehr auf dem Videoportal "Live Leak" zu sehen war (mehr...)

Ach Gottl. Ich wies ja schon darauf hin, dass ich diese Aktion für eine gelungene PR – Aktion der Regisseure dieser Kampagne halte. „lifeleak“ hätte offiziell natürlich aus lauter Angst, und nicht als PR-Gag und um ihn zu promoten, den Film von seiner Website genommen. Wers glaubt, der sollte mal zum Nervenarzt gehen. Meine Meinung.
Weiter Broder. Er rast über die Schlaffheit der anderen neoliberalen Propagandatröten in Medien und TV.

Abgesehen davon, dass es ein wenig übertrieben scheint, jemand umzubringen, nur weil er einen "Fehler" gemacht hat - kann man Tatsachen anders als einseitig zeigen?

Ist das nicht wieder ein genialer Satz von unserem Broder? „Tatsachen“ kann man also – gefolgert – nur „einseitig zeigen“. Genial. Eine wahre Pracht von Schwachsinn. Reif für eine zeitlose Zitatesammlung „Die dümmsten Sprüche der Weltgeschichte auf 20 Seiten“.

Gibt es zu dem Mord an Theo van Gogh, der Enthauptung von Daniel Pearle, der Hinrichtung einer Frau im Stadion von Kabul, dem Aufhängen von Homosexuellen und dem Steinigen von Ehebrecherinnen in Iran eine Perspektive, die nicht einseitig wäre?

Behalten Sie diese Fragestellung im Auge, liebe Leser!

Nun, damit wir wissen, wovon wir reden, hier ist erst einmal dieser „umstrittene“ Film.

Schauen Sie ihn sich erst einmal in Ruhe an, er dauert nicht lang, keine 11 Minuten. Oh, Sie fragen, wo man diesen Film denn findet, wenn schon lifeleak vor lauter Schiß vor „Attentaten“ gegen seine „Mitarbeiter“ ihn vom Netz genommen hat?

SPIEGEL gibt Rat :

Man kann nur darüber spekulieren, wo Wilders' Film zumindest auszugsweise einen Niederschlag findet. Ein guter Tipp ist: In den Propaganda-Videos fanatischer Islamisten.

Rasender Bullshit. Wieder mal eine journalistische Glanzleistung unseres „Leitmediums“, als ob der Peinlichkeiten nicht schon genug wären. „Fitna“ ist in mehreren Ausgaben leicht auf Youtube zu finden.

Hier ist er:

Hier der Link, falls das embedded video nicht funktioniert.

Fertig?

Schön. Dann wollen wir mal „im Lichte“ (lach) von Broders „Essay“ das gesehene mal in Ruhe besprechen.

Gibt es zu dem Mord an Theo van Gogh, der Enthauptung von Daniel Pearle, der Hinrichtung einer Frau im Stadion von Kabul, dem Aufhängen von Homosexuellen und dem Steinigen von Ehebrecherinnen in Iran eine Perspektive, die nicht einseitig wäre?

Was ist Ihnen von diesen 11 Minuten im Gedächtnis hängengeblieben, liebe Leser? War da nicht noch was anderes?

An die Hinrichtung einer Frau im Stadion von Kabul, das Aufhängen von Homosexuellen und das Steinigen von Ehebrecherinnen in diesem Film kann ich mich jetzt andererseits nicht erinnern.

Schauen Sie sich den Film ruhig noch einmal genau an, Sequenz um Sequenz.

War nichts mit hängenden Homosexuellen, Stadion von Kabul und gesteinigten Ehefrauen, nicht wahr?

Dafür aber jede Menge Filmaufnahmen vom Attentat auf das World Trade Center 11.9.2001, sowie die Anschläge gegen U – Bahnen und Busse in London und Madrid, dann dieses kleine Mädchen usw ….

Seltsam.

Warum erwähnt Broder diese spektakulären Szenen nicht, mit den dekorativen zerfetzten Leichen? Und stattdessen faselt er von Hinrichtung im Stadion von Kabul, aufgehängten Homosexuellen und dem Steinigen von Ehebrecherinnen. Was im Film gar nicht vorkommt.

Seltsam, finden Sie nicht?

Dabei wäre es doch DER KNÜLLER, noch einmal an das Jahrhundertverbrechen 911 zu erinnern. DEN "Kriegsgrund" für die Invasion in Afghanistan. Broder lässt sich diese Gelegenheit entgehen? Warum?

Hat Broder den Film etwa gar nicht gesehen?

Nun, das ist schon gut möglich. Das sind Mediensöldner seines Schlages ja durchaus gewohnt, von Dingen zu schwätzen, von denen sie eigentlich keine Ahnung haben.

Aber trotzdem seltsam, dass ausgerechnet 911 und die Attentate von London und Paris, die im Film in längeren Ausschnitten dargestellt werden, von Broder mit keiner Silbe erwähnt werden. Mit reiner Borniertheit und Ignoranz von Broder kann das nicht erklärt werden, selbst wenn gewiß richtig ist, dass er oft nicht die geringste Ahnung von dem hat, worüber er schreibt.

Ein solches Detail ist auch nicht ganz unwichtig, schließlich ist der Film ja DER MEDIENHYPE. Und Broder schreibt drüber .

Nun wissen meine Leser ja, dass zum „Wahrnehmungsmanagement“ der imperialen Propaganda AUCH gehört, über gewisse Dinge nicht oder nicht mehr zu reden. Und andere ins „Wahrnehmungsfeld“ zu rücken.

So wurde es der Eva Herrmann zum Verhängnis, dass sie von der guten alten Familie geschwärmt hatte, wo der Mann noch allein für die ganze Familie arbeiten ging und das Geld auch noch für alle reichte. Wie, das war mal möglich? Darüber spricht man aber nicht! Ab in die Nazi – Ecke! Mediale Hinrichtung zur Strafe!

Hm, schon seltsam, dass Broder über 911 und die U-Bahnattentate NICHT spricht, obwohl gerade diese beiden Ereignisse gewissermaßen, vom „Schockeffekt“ her, den eigentlichen zentralen Knüller des Machwerks von Wilders darstellen.

Soll man vielleicht darüber nicht mehr sprechen sollen?

Na, Broder? Kuckuck!

Ich meine 911 und die U – Bahn – Attentate in London und Madrid ("77" ).

Hat das vielleicht damit zu tun, dass die Vermutung, dass beide Ereignisse False – Flag – Attentate imperialer Geheimdienstapparate darstellten, sich im Laufe der Jahre für viele aufmerksame und politisch wache Menschen allmählich zur Gewissheit verdichtet hat?

Wäre zumindest ein schlüssiger Gedanke. Nicht mehr drüber reden wäre dann die beste Taktik.

Es könnte ja ein Leser auf den Gedanken kommen, sich etwa doch noch mal den Film „Terrorstorm“ von Alex Jones anzuschauen und zu erschrecken bei einiger Fakten etwa über die U-Bahn- Attentate.

Schauen Sie sich den Film an, falls sie ihn nicht kennen, es lohnt sich.

Oder es kämen doch noch einige Leser auf den Gedanken, sich mit 911 zu beschäftigen und dabei u.a. auf den unfassbaren Fakt zu stoßen, dass runde 8 Stunden nach dem Einsturz der WTC – Zwillingstürme in einer offensichtlichen kontrollierten Sprengung auch das etwas abseits gelegene WTC 7 einstürzte, ohne daß je ein Flugzeug in das Gebäude eingeschlagen wäre.

Quelle: www.911inplanesite.com

Vielleicht stoßen gar noch einige auf die seltsame Geschichte, dass BBC den erfolgten „Einsturz“ des WTC 7 im TV verkündete, noch ehe er stattfand, und das, während hinter der Reporterin jenseits des Fensters das Gebäude gut zu sehen war.


Vielleicht würden sich Menschen, die das bisher noch nicht getan haben, sich mit der Frage beschäftigen, wie 300 Meter hohe Stahlkonstruktionen sich angeblich aufgrund halb erloschener Brände innerhalb von Sekunden vollständig in Staub auflösen können.

Ach, und da gibt es so unsagbar viele seltsame Fakten. Das führt jetzt zu weit. Man redet halt besser nicht mehr drüber.

Liebe Leser, jedem Menschen, der sich bisher näher mit den Fakten des 911 beschäftigt hat, erscheint die von der Bush – Regierung verkündete Version (sogenannte SURPRISE - "Theorie" der Ereignisse als die abstruseste und absurdeste von allen. Je mehr man sich mit der Materie und ihren harten Fakten beschäftigt, um so mehr. Aber alle Erklärungsmuster, die nach Ockhams Rasiermesser schlüssig auf diese insgesamt höchst seltsamen Ereignisse gegeben werden können , lassen einem das Blut in den Adern gefrieren.

Es ist – aus Sicht Broders und der „höheren Chargen“ über ihm – wirklich besser, wenn darüber besser nicht mehr gesprochen wird. Es gab so viele Pannen mit diesem Thema….

Habt ihr das vielleicht selbst gemacht und dabei an euer Geld gedacht?

Link zu diesem musikalischen Intermezzo

Statt also über 911 und die U-Bahnattentate zu reden (was sich ja anbieten würde, da diese spektakulären Ereignisse bekanntlich „Al-Qaida“ und "dem Islam" in die Schuhe geschoben wurden), schwallt und schwätzt Broder über hängende Homosexuelle, Hinrichtungen im Stadion von Kabul und gesteinigte Ehebrecherinnen – alles Ereignisse, die sicher tatsächlich stattgefunden haben, aber im Film „Fitna“ gar nicht vorkommen.

Ist doch wirklich seltsam, oder? Zufall?

Die Wissenderen unter Ihnen, liebe Leser, werden natürlich sagen: gar nicht seltsam.

Dann ist angeblich „Fitna“ auch nur noch auf islamistischen Webseiten zu finden (welch ein Bullshit!), und so kann sich nach Broders Geschwätz (Steinigung, hängende Leichen) eben jeder von Broders Lesern seinen eigenen Horrorfilm im Kopf machen. Kopfkino sozusagen.

So hat er sich das vielleicht gedacht, der Broder.

Und die Chargen über ihm.

„DEBATTE UM WILDERS-VIDEO“

soll das auch noch sein.

Höchstens für vollkommen Verblödete und Hirngewaschene, die von nichts was in der Welt vorgeht eine Ahnung haben.

Doch lesen wir weiter in Broders „Essay“, wie er an die „traditionellen Eliten“ mit ihrem (lach, wieher) „herrschenden Konsens“ appelliert, sich seiner Hetze gefälligst anzuschließen.

Aber Wilders hat sich noch eines anderen Vergehens gegen den herrschenden Konsens schuldig gemacht. Er hat das Gesetz des Handelns an sich gezogen, agiert statt reagiert. Seit er seinen Film vor drei Monaten ankündigte, bestimmt er selbst den Lauf des Diskussion, treibt er seine Gegner vor sich her.

Wer wen vor sich her treibt, werden wir noch sehen, Broder.

Wohl niemand wäre überrascht gewesen, wenn Wilders das Spiel mit dem Geständnis beendet hätte, dass es den Film gar nicht gibt.

Orakelt Broder weiter. Er meint wohl, weil lifeleak „aus Angst“ den Film aus dem Verkehr gezogen hätte, würde ihn niemand mehr zu zeigen und anzuschauen wagen. Und sich lieber dem Kopfkino hingeben, das die Suggestionen der Medien erzeugen wollen.

Nun, liebe Leser, Sie haben sich ihn ja hoffentlich angeschaut, diesen "Fitna" - Dreck.

Daß der Film ganz in der Methode von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ eine „islamistische Weltverschwörung“ behauptet, so wie der selige Adolf, der ja zeitweise auf der Gehaltsliste der gleichen Plutokraten - Sippe (der Sippe Bush) stand wie gewisse „Autoren“ (Namen mal ungenannt) unserer Mainstreampresse, eine „jüdische Weltschwörung“ behauptete , brauchen wir hoffentlich nicht zu diskutieren. Und dass das ganze schlicht Hetze und Diffamierung genannt werden darf, sollte wohl auch jedem gesunden Menschen klar sein. Es handelt sich um einen in jeder Hinsicht faschistischen Film, vergleichbar dem „ewigen Juden“ und anderen Machwerken dieser Art.

Fakten sind auch gewiß nicht die Stärke von Broders Schreibe. Das ist auch nicht seine Aufgabe. Er warnt vor "Weicheiertum" und mahnt zur Härte.

Es waren Töne, auf die man manchmal vergeblich wartet, wenn Islamisten zum Dschihad aufrufen, Fanatiker Ungläubige massakrieren oder Holocaust-Leugner Konferenzen veranstalten. Denn der einzige Zweck all dieser Exerzitien war es, eine Wiederholung der Ereignisse von 2006 zu vermeiden, als ein Dutzend harmlose Mohammed-Karikaturen einen Flächenbrand der Empörung von Jakarta bis Rabat auslösten. Damals riefen viele Politiker, unter ihnen Claudia Roth, zur "De-Eskalation" auf.

Aha! Die Grünen sollen sich also nicht so zieren und auch zum Kreuzzug aufrufen, umweltschonend versteht sich.

Ereignisse 2006?

Remember 2006!

Was war da?

„ein Flächenbrand der Empörung von Jakarta bis Rabat“ wegen der dämlichen dänischen Mohammed - Karikaturen.

Wußte ich’s doch, dass Broder ein genialer Stichwortgeber ist. Weiter also.

Der Aufruf richtete sich nicht die Brandstifter, die dänische Fahnen verbrannten und Botschaften verwüsteten, sondern an die Europäer, die ratlos dem Treiben der Gotteskrieger zusahen, besorgt, nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen.

Danke Broder! Schauen wir uns also an, wer die moslemischen „Brandstifter“ von 2006 waren, die die „westliche Welt“ mit ihren „Werten“ in Angst und Schrecken versetzten.

Dank Internet können wir das nämlich nachvollziehen.

Nehmen wir nur ein sehr markantes und medial ausgeschlachtetes Ereignis.

Moslems stürmen dänische Botschaft

Überfliegen Sie den Artikel kurz und erinnern Sie sich, dass eine Organisation namens FPI diesen Botschaftsturm in Djakarta ausgeführt hat.

Diese FPI ist aus anderen Ereignissen durchaus wohlbekannt. Es handelt sich um eine sehr kleine Gruppierung, deren Charakter man mit Fug und Recht als faschistisch bezeichnen darf.

Meist ungehindert von der Staatsmacht, organisieren die radikalen Schlägertrupps der FPI immer wieder Übergriffe auf ihrer Meinung nach unmoralische Einrichtungen – sei es eine Kunstausstellung mit Aktbildern oder die Redaktion des indonesischen Playboy.

Quelle

So ist bei uns selbst die NPD nicht drauf.

Der indonesischen Schönheitskönigin Nadine Chandrawinata steht nach dem Miss-Universum-Wettbewerb Ärger ins Haus. Ihr Auftritt im Bikini hat der jungen Frau in ihrem Heimatland eine Anzeige eingebracht. Eine muslimische Gruppe hält den Zweiteiler für unanständig und alarmierte die Polizei.

Quelle

Und wer war das? Dreimal dürfen Sie raten. Die FPI. Front der Verteidiger des Islam (Front Pembela Islam - FPI)

Die Gruppe wird auch als terroristische Vereinigung bezeichnet. Bekannt wurde sie auch durch A ttacken auf die indonesische Ausgabe des Playboy, allerdings ohne deren Vertrieb wirklich beschädigen zu können.

Interessant sind die Hintergründe dieser wenige hundert Mitglieder umfassenden faschistischen Organisation. Ein Robert Hefner klärt über die Hintergründe der islamistischen extremen Rechten in Indonesien auf.

Hefner trifft eine wichtige Unterscheidung zwischen den militärnahen und den eher unabhängigen islamistischen Gruppen. FPI (Front Pembela Islam) und Laskar Jihad gehörten zu den ersteren, der Majelis Mujahidin Indonesia (MMI) und Jemaah Islamiyah zu den letzteren. FPI und Laskar Jihad stehen in der Tradition der islamistischen Milizen, die von General Feisal Tanjung, Prabowo Subianto und anderen Offizieren der „grünen Fraktion“ des Militärs noch in den letzten Monaten des Suharto-Regimes aufgestellt wurden. Teile des Militärs waren direkt in die Gründung von FPI und Laskar Jihad, ihre militärische Ausbildung und ihre Versorgung mit Waffen involviert. George Aditjondro hat in seinem Artikel „Financing Human Rights Abuses in Indonesia“ (http://www.koteka.net) außerdem auf die finanzielle Verstrickung des Suharto-Clans in die islamistische Gewalt auf den Molukken hingewiesen.

Jedoch war an der Gründung der FPI auch General Wiranto (von der „Wiranto-Fraktion“... (George Aditjondro)) beteiligt.

Interessant, nicht wahr? Eine "Privatarmee" der indonesischen Armee sozusagen.

Während die Führungskader der FPI überzeugte Islamisten waren, bestanden die einfachen Mitglieder oft aus arbeitslosen Jugendlichen, die gegen Bezahlung angeheuert wurden, was die FPI in die Nähe des „premanisme politik“/“rent-a-mob“-Phänomens rückt („organized political-cum-criminal syndicates” ). Für eine enge Verbindung mit islamistischen Hardlinern im Militär spricht auch die prompte Auflösung beider Gruppen („wie auf Befehl...“ nach dem Bali-Anschlag. )

Hochinteressant, finden Sie nicht?
Meine Güte.
"Rent-a-mob".
Witzig, wenn das ganze nicht so gräßlich und perfide wäre.
Bali auch noch.

Diese Schlägerorganisation FPI ist also gewissermaßen eine SA des gestürzten Suharto – Regimes in Indonesien, welches seinerseits 1965 aufgrund eines CIA – Putsches und unter Massakrierung von 500000 bis 1 Million Menschen die Macht ergriff. Suharto war stets der "gute Mann" des US - Imperiums in Indonesien.
Dieses (außerordentlich blutige und korrupte) Suharto – Regime war stets engster Verbündeter der USA gewesen, und es kann nicht der geringste Zweifel daran bestehen, dass diese FPI und ihre Nachfolgeorganisationen als verlängerter Arm des US – hörigen indonesischen Militärs auch heute immer noch ziemlich exakt auf die Kommandos aus Langley (Sitz der CIA) oder untergeordneten Instanzen hört.

So sieht es also aus mit dem „Flächenbrand der Empörung von Jakarta bis Rabat“.
Sonst noch Fragen?

Was werden wir noch finden, wenn wir da weiter nachgraben?

Habt ihr das vielleicht alles auch selbst gemacht?

Danke, Broder, danke danke danke! Das war fast so genial, ja eigentlich noch genialer wie die Sache mit Möllemann.

Dieser „Essay“ ist wirklich eine Fundgrube.

Habt ihr das vielleicht alles selbst gemacht?

Stöbern wir noch nach weiteren Schweinereien äh Trüffeln in Broders Elaborat?

Mal sehen.

Wie wäre es noch mit folgener Trüffel?

Ein zentrales Thema des Films „Fitna“ ist ja auch die Ermordung von Theo van Gogh ?

Oh nein, was sehe ich, wir werden schon wieder fündig.

Der Mörder von T van Gogh ist ein gewisser Mohammed Bouyeri.

Dieser wiederum gehörte einer seltsamen „islamistischen“ Hofstad-Gruppe an. Hofstad – Gruppe? Google dich klug, durchschau Lug und Trug.

Hier einige erste Informationen über diese Gruppe

Nun, was hat es mit dieser –offensichtlich terroristischen – Gruppe auf sich?

Richtig, es wurde behauptet, dass diese Gruppe vom hollandischen Geheimdienst AVID unterwandert war.

Gut geraten. Wie kommen Sie darauf?

Ein gewisser Louis Seveke, ein investigativer Journalist aus der Squatterszene, hat diese Thesen geäußert und darüber anklagend geschrieben.

Leider ist er 2005 überraschend gestorben.

Hm, und woran ist Louis Sévèke 2005 so überraschend verstorben?

Richtig, er wurde erschossen.

Ein Martinus Hendrikus T. gestand vor der spanischen Polizei den Mord. Opfer und Täter kannten sich aus der Hausbesetzerszene. Angeblich hatte Sévèke den Martinus beschuldigt, Informand des Geheimdienstes zu sein, und hatte deswegen Rachemotive. Andere wieder bestreiten diese Darstellung.

Seveke hatte einen Artikel mit folgendem Titel geschrieben:

Wenn die Regierung schon Terror orchestriert, sollte sie offener damit sein

Unter vielen Beispielen schrieb er kritisch über den letzten Schnitzer des holländischen Geheimdienstes AIVD (Algemene Inlichtingen en Veiligheids Dienst) , welcher anscheinend, wie einige andere ‚Dienste’ seine eigene Fake – Alquaida – Terrorgruppe betreibt, mit dem Namen Hofstadgroep (Hauptstadtgruppe).

Einschließlich des Fakes ‚Terror über Webseiten verbreiten’, welchen sie benutzen können und mit CIA und/oder Mossad Desinformationseinheiten im Internet teilen, benutzbar wenn sie darum bitten.

Die aktuelle Situation in Holland beschreibend notierte Seveke „Das ist ihre normale Arbeitsweise“ in seinem letzten NRC – Artikel.

(NRC ist das holländische ‚Handelsblatt’, für das Seveke unter andem schrieb)

Er stellte fest, daß einer dieser AIVD – Maulwürfe – Ali B. in dieser ‚Militanten Moslemgruppe’ wahrscheinlich (?) ein ‚Agent provokateur’ ist, der laut Seveke und dem Holländischen TV Netwerk „Handgranaten in eine gefährlich Gruppe geliefert!“ : Handgranaten, die er heimlich Agenten des Geheimdienstes AIVD bekommen hatte. Dieselben Handgranaten verwundeten einen andere Polizeioffiziere, als diese ein ‚Terrorist Safe House’ stürmten – nach einem üblichen Tip von „unbekannt“.

Um Ali Bs Tarnung wieder herzustellen – und in einer ziemlich unintelligenten Art im Versuch, Ali Bs Status als Terrorist zu halten – verhaftete der gleiche AIVD – Agent einige Tage später – mit einer Menge orchestrierter Publicity – den Mann (Agent Provokateur), als zu viele Fakten bekannt geworden waren.

Lesen Sie den Artikel ruhig auch noch im englischen Original, ich bin kein so guter Übersetzer.

Quelle: http://www.indymedia.org.uk/en/2005/11/328003.html

Starker Tobak. Wer hat noch mal gleich Theo van Gogh umgebracht?

Sehr seltsam das alles. Finden Sie nicht, liebe Leser? Den Broder brauch ich nicht zu fragen, der sagt nichts dazu. Der träumt von hängenden Leichen und Steinigungen.

Kürzlich wurde Martinus Hendrikus T., der Mörder, zu lebenslänglich Zuchthaus wegen des Mordes an Louis Sévèke verurteilt.

Schauen Sie auch mal in den wikipedia – Artikel zu Louis rein:

http://en.wikipedia.org/wiki/Louis_Sévèke

Zuletzt vor seinem gewaltsamen Tod hatte also Seveke behauptet, Hollands Geheimdienst habe eine islamistische Terrorzelle um den Mörder des Regisseurs Theo van Gogh mit Waffen versorgt, nämlich diese Hofstad-Gruppe.

Hm. Ist doch interessant.
Meine Güte, Broders Essay ist ja in der Konsequenz geradezu subversiv. Auf was er so alles aufmerksam macht.

Doch zurück zu unserem netten faschistischen Filmchen „Fitna“, mit dem wir uns sehr gern weiter „inhaltlich auseinandersetzen“ (Broder).

Kleiner Gag am Rande. Ein Ausschnitt des Films zeigt, wie die Leiche eines amerikanischen Soldaten durch Straßen geschleift wird. Es handelt sich bei den Schleifern um Milizionäre des somalischen Kriegsherrn Aidid († 1996), dessen Partei USC heute mit den USA verbündet ist. Aber wen interessieren schon solche Details?


Dann war da doch noch was anderes im Film, was Broder erwähnt, das mit der Enthauptung eines gewissen Daniel Pearl (der schrieb sich nicht Daniel Pearle, Broder; pass doch auf, Mensch!) . Grässliche Szene. Pure Barbarei.

Wie war das noch mal?

Der US - Amerikaner Daniel Pearl wurde (irgendwo in Pakistan) vor laufender Kamera von Vermummten brutal umgebracht.

Daniel Pearl war sehr gebildet und ein begabter Journalist. Seine Artikel waren typisch für die Schizophrenie des Wall Street Journal, dessen reaktionäres Gekeife in Leitartikeln und Kommentaren oft von den gewissenhaften Berichten seiner besten Reporter widerlegt wird. Pearl bewahrte eine objektive und unabhängige Haltung gegenüber den Ereignissen, über die er berichtete, und stellte auch Informationen dar, die den Behauptungen der US-amerikanischen Regierung und der Herausgeber des Journal widersprachen.

Nachdem US-Raketen die Arzneimittelfabrik El Shifa im Sudan zerstört hatten, reiste Pearl 1998 an den Ort des Geschehens. Die Clinton-Regierung hatte den Angriff damit gerechtfertigt, dass der Betrieb chemische Waffen hergestellt habe. Die Ergebnisse von Pearls Recherchen widersprachen diesen Behauptungen. Er schrieb daraufhin, manche "Glieder in der Beweiskette der US-Regierung" seien "schwächer, als die bisherigen Berichte vermuten ließen". Die Informationen, mit denen die Regierung den Angriff rechtfertigte, so Pearl, stammten größtenteils von sudanesischen Dissidenten, die ihre eigenen Interessen und eigennützigen Zwecke verfolgten.

In einer weiteren hervorragenden Artikelserie b efasste sich Pearl mit den Vorwürfen, serbische Truppen hätten im Kosovo einen Völkermord verübt. Er räumte ein, dass die jugoslawischen Soldaten "Entsetzliches" getan hätten, stellte aber (in einem gemeinsam mit Robert Block verfassten Artikel) zugleich fest, dass "die übrigen Anschuldigungen - blindwütiger Massenmord, Vergewaltigungslager, Krematorien, Leichenverstümmelung - erst in den letzten sechs Monaten, seit dem Einmarsch der NATO im Kosovo, erhoben wurden. Albanische Kämpfer, humanitäre Organisationen, die NATO und die Medien bestärkten sich gegenseitig darin, den Völkermord-Gerüchten Vorschub zu leisten. Doch inzwischen entsteht ein anderes Bild."

Quelle: http://www.wsws.org/de/2002/feb2002/pear-f27.shtml

Uh – Pearl war also ein echter investigativer Journalist, 'von altem Schrot und Korn’ gewissermaßen. Kein Broder, Mahlzahn oder so.

Seine Entführer wurden natürlich gefasst. Großes Lob der pakistanischen Polizei.

Der britische Journalist Tariq Ali fand aber die ganze Angelegenheit sehr seltsam.

http://www.counterpunch.org/tariqpearl.html

Eine deutsche Übersetzung des Tariq Ali – Artikels finden Sie hier .

Tariq Ali machte nämlich den pakistanischen Geheimdienst ISI für den Mord an Pearl verantwortlich, und nicht dubiose islamistische Einzeltäter oder Desperadogruppen. Die Gruppe, die sich zu Entführung und Tötung Pearls bekannte - "die nationale Jugendbewegung für die Souveränität Pakistans" – erklärte er zu einem ein Konstrukt, u. a. da sie seltsame Forderungen formulierten, z.B. die "Lieferung von F-16, die bezahlt, aber nie an Pakistan geliefert wurden". Seltsame Verhaftungen fanden statt, etwa des Presse - Kuriers, der das Horrorvideo in die USA bringen sollte und vier Tage lang vom Geheimdienst in die Mangel genommen wurde. Das Bekennervideo (es ist brutal, bitte beachten Sie das) findet sich hier .

Und als Täter präsentiert sich ein gewisser Omar Saeed Sheikh (der übrigens nach B. Bhutto Osama bin Laden getötet haben soll), der sich seltsamerweise der Polizei ergab. Dieser ist aber dummerweise auch als ISI – Agent bekannt.

Und alle Seiten, Pakistan wie USA, decken rasch den Mantel des Schweigens über die Angelegenheit mit diesem aufdringlichen Journalisten Pearl, der in Dingen rumschnüffelte, in die er besser nicht seine Nase gesteckt hätte. Es liegt der Verdacht nahe, daß es diesbezüglich einen Konsenz zwischen den US- und pakistanischen Geheimdiensten gab, was aber leider nicht direkt beweisbar ist.

Lesen Sie selbst nach!

Tja, so ist das mit den Stichworten, Broder.

Kann verhängnisvoll sein deine Schreibe.
Fragt sich nur, für wen.

Ach, da ist noch was.

By the way, du hast dich übrigens vertan, Broder, da du den Film dir möglicherweise gar nicht angeschaut hast, du Schlamper! Die dargestellte Köpfung im Film betraf nicht Daniel Pearl, über dessen Geschichte sogar einen Film mit Angelina Jolie und Bratt Pitt gibt.

Die im Film vorkommende Köpfung bei lebendigem Leib zeigt nämlich eine andere „Hinrichtung“, die von einem Nick Berg, und zwar im Irak.

Und auch dazu gibt es eine hochinteressante und äußerst dubiose Geschichte, von der es sicher besser war, dass Broder sie nicht erwähnt hat in seinem Artikelchen.

Wie konnte diese Verwechslung nur passieren, Broder? Bei deinen überragenden intellektuellen Kompetenzen?

Wieder eine Trüffel, Broder.

Bravo!

Sogar durch Verschweigen bzw Schwindeln gefunden.

Nick Berg (Vorsicht: der wikipedia – Artikel allein sagt fast nichts aus) war der Sohn eines bekannten Antikriegsaktivisten der A.N.S.W.E.R. – Koalition in den USA und bereiste aufgrund eigener Initiative mehrere Male den besetzten Irak.

Am 8.Mai 2004 wurde seine Leiche in der Nähe von Bagdad gefunden. Am 11.Mai 2004 „erschien“ dann ein „Al-Qaida“ – Video, das seine Köpfung zeigte.

Zunächst mal die Fotobelege, damit Sie sehen, dass ich nichts falsches behaupte, die Beweise dass es sich bei der Köpfung im Film „Fitna“ wirklich um die von Nick Berg handelt (und nicht, wie Broder phantasiert, von Daniel Pearl):

Quelle Focus

Quelle Stern

Quelle China daily


Quelle: Washingtonmonthly

Prüfen Sie nach! Im Fil "Fitna" wird die Köpfung von Nick Berg gezeigt, und nicht die von Daniel Pearl.

Broder hat also entweder keinerlei Ahnung, nicht von diesem Film, nicht die geringste, und auch von sonst nichts, oder er lügt. Soll er sich selber raussuchen, was weniger abträglich ist für seine „Journalistenehre“, oder was davon noch übrig ist.

Prisonplanet bezweifelte schon früh die offizielle Version der Ermordung von Nick Berg.

Doch es kommt noch dicker.

Die Umstände des Todes von Nick Berg - ebenso grauenhaft wie undurchsichtig.

Demnach war Nick Berg im Irak April 2004 vor seiner Ermordung von der US – Armee festgenommen worden und stand offensichtlich unter ständiger Beobachtung geheimdienstlicher Beobachtung. Was verständlich ist, da sein Vater bis heute doch ein „berüchtigter“ Antikriegsaktivist von ANSWER ist.

Mehrere Male versuchte man ihn (Nick) zur Abreise zu drängen und beschattete ihn. Wie war es dann möglich, dass er mitten in Bagdad dann „entführt“ wurde?

Noch dazu wo die US – Regierung später beim Lügen erwischt wurde, nicht die US - Armee hätte Nick Berg 13 Tage lang gefangen gehalten, sondern die irakische Marionettenarmee?

Doch dann mussten sie seine (illegale) Festnahme zugeben.

Nach seiner Freilassung „verschwand“ Nick Berg, um als Leiche wieder aufzutauchen..

Wirklich sehr seltsam.

Nick Bergs Vater macht übrigens die US – Regierung verantwortlich für den Tod seines Sohne. Aber das Qaida – Köpfungsvideo, darüber sind sich alle Kommentatoren einig, kam für Bush gerade zur rechten Zeit an die Öffentlichkeit. Es war ja der Horrorfilm des Jahres. Diese barbarischen Moslems.

Und Täter und Kopfabschneider sollte angeblich noch ein gewisser Zarkawi sein, der so oft angeblich getötet wurde, dass der Gedanke, dass es auch bei ihm sich um ein Osama-bin-laden-artiges Phantom der CIA handelt, sich geradezu aufdrängt.

Wenn Sie an Zarqawi glauben wollen, lesen Sie zuerst mal mal das hier:

Zarqawi Superstar, der Phantom-Köpfer von Bagdad

Spannend, nicht wahr? Zarqawi, das Phantom, das immer gerade zur rechten Zeit mordet. Mal mit zwei Beinen, mal einbeinig. Und auch die Videos kommen immer pünktlich. Eine Firma macht die Autobomben, die andere die Horrovideos, und so weiter. Das ganze nennt sich Al – Qaida.

Ist das alles der Grund, warum Sie die Köpfung des Nick Berg in die Köpfung von Daniel Pearl verwandelt haben, Herr Broder?

Weil bei der Köpfung von Nick Berg NOCH EINDEUTIGER UND DIREKTER als bei Daniel Pearl die US – Apparate und ‚Dienste’ die Hand mit im Spiel gehabt haben? Daniel Pearl ist sicherlich eine heikle Geschichte, aber Nick Berg ist noch um Lichtjahre heikler. Besser nicht wieder ins Gespräch bringen?

Habt ihr das alles gar selbst gemacht? Und dabei an euer Geld gedacht?

Wsws.org drückt sich trotz der erdrückenden Faktenlage – aus meiner Sicht – sehr sehr sehr vorsichtig zum Fall Nick Berg aus, wenn es schreibt:

Die von Michael Berg (dem Vater von Nick Berg) aufgeworfenen Fragen unterstreichen die Tatsache, dass die US-Regierung im besten Fall die Bedingungen geschaffen hat, unter denen sein Sohn von Extremisten entführt und ermordet werden konnte.

Die schlimmere Möglichkeit, die sich aus allem bisher Bekannten ergibt, besteht darin, dass Bergs Verschwinden und anschließende Ermordung das Werk von US-Geheimdiensten oder proamerikanischer irakischer Gruppen war. Einen Monat nach seiner Entführung wurde Berg im für die US-Regierung günstigsten Moment ermordet.

Wer die Annahme für undenkbar oder unerhört hält, die amerikanische Regierung könne um des eigenen politischen Vorteils willen der Ermordung eines ihrer Bürger zustimmen, unterschätzt die politische Situation gewaltig.

Habt ihr das vielleicht alles selbst gemacht? Und dabei an euer Geld gedacht?

Donnerwetter, dieser Song von Bandbreite geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ein richtiger Ohrwurm.

Ich glaube, ich höre jetzt besser langsam auf. Sonst schickt mir der Broder oder sonst wer noch „Islamisten“ auf den Hals.

Nur ein Spaß, Broder.

Liebe Leser, ich habe nicht mehr getan als im Internet recherchiert und Fakten zusammengetragen. Das kann jeder von Ihnen auch. Prüfen Sie die von mir angegebenen Links nach und machen Sie sich ein eigenes Bild!

Deswegen jetzt endlich meine Quintessenz aus Broders neuer journalistischer Meisterleistung:

Habt ihr das vielleicht alles selbst gemacht, Broder?

Nein, nicht Sie persönlich, Broder, dazu sind Sie ein viel zu kleiner Fisch. Ich meine die „höheren Chargen“, höher noch als selbst die 200, die unsere „öffentliche Meinung“ „machen“. Jene, die die Direktiven geben, und deren Hampelmänner, … ach lassen wir das..

Na liebe Leser, teilen Sie jetzt meine Einschätzung, dass Broder einfach genial ist?

Ein Stichwortlieferant allererster Klasse. Ein wahrhaft investigativer Journalist, der dunkle Geheimnisse und Leichen im Keller aufspürt, mit der Pointe dabei, dass er das ziemlich sicher gar nicht will.

Hoffentlich schreibt er bald wieder was.

Insgeheim befürchte ich ja, dass sie den Trottel wackeren investigativen Journalisten früher oder später aus dem Verkehr ziehen werden, weil er soviel ausplaudert und auch noch schlafende Hunde weckt.

Aber bis dahin ist sicher noch Zeit und er wird mir noch viele Gelegenheiten geben, mich an seiner Schreibe zu ergötzen.

Liebe Leser, sehen Sie, es lohnt sich nicht, sich über Broder zu ärgern. Im übertragenen Sinne singt er ja wie eine Nachtigall. Eine wahre Fundgrube von Dubiositäten, die er stets anspricht, und das auch noch so schön verräterisch. Selbst seine Auslassungen sind vielsagend.

Danke, Broder, danke.

Man sollte eine Gedenktafel für diese Ikone des Lumpenjournalismus kritischen Journalismus stiften.


Übrigens ist dieser hervorragende Essay aus des Broders Feder soeben von der Titelseite von SPIEGEL ONLINE verschwunden.

Aber der Artikel selbst ist noch da. Benutzen Sie den oben angegebenen Link, wenn sie ihn unbedingt lesen möchten.

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PromiPranger: Steck in diesem Anzug ein perverses Schwein ?!
03/31/2008 11:35 PM

Bildquelle: Flickr (makeroadmoresafely) NewsQuelle: Bild


fast wäre der vermeintliche Sex-Video-Skandal der Formel 1 am Pottschalk vorbeigegangen...interessiere mich halt nicht die Bohne für Sport und schon gar nicht für Autos die eh immer im Kreis fahren...Langweilig !
Spannend hingegen finde ich jetzt aber, daß es in dem besagten Sex-Video so richtig zur Sache geht. So sieht man den angeblichen Max Mosley dabei, wie er einer Prostituierten den Arsch versohlt und kurze Zeit später läßt sich der böse Bube, dann selber nochmal ordentlich den Hintern versohlen.
Anschließend artet die Veranstaltung mit den 5 bezahlten Damen in einer klassischen Sex-Orgie aus....
Das eigentlich perverse an der ganzen Sache ist nicht der bezahlte S/M Verkehr, dass schockt uns doch nicht mehr wirklich oder ? Der Pottschalk möchte echt nicht wissen welche Politiker, Funktionäre und Manager sich noch für Geld den Hintern versohlen lassen... im besten Falle immer die, die am lautesten Schreien !!!...LOL....oki also kommen wir wieder zum Punkt der Perversion.."Die Kostüme des 5 stündigen Lustspiels"..so sah man die Protagonisten u.a. in Nazi-Uniformen und im KZ-Outfit, das ist an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten und wird Mr. Mosley bei Bewahrheitung des Materials verdientermaßen Kopf und Kragen kosten...

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PromiPranger: Skandal !! Vermeintlich Besoffener Adam Green randalierte bei TV Total...
03/31/2008 11:17 PM


direkt bei YouTube

ja wer letzten Donnerstag nicht TV Total geschaut hat, der hat ausnahmsweise mal wirklich was verpaßt. Denn zu Gast war ein nicht gerade nüchtern wirkender Adam Green, der sich zwischenzeitlich auf Stefan Raabs Schoß setzte und zum Höhepunkt ne Bierflasche Richtung Publikum warf....
Was war passiert ?! Stefan Raab wollte Adam als komischen Kautz titulieren...leider fiel ihm dafür der englische Begriff nicht ein....da schallte es "Freak" aus den Zuschauer-Rängen und ein paar Sekunden später flog die Bierflasche..*KLIRR*....(ab 5.30 Min)
Zum Glück hatte der leicht ledierte Mr. Green nicht mehr ganz so viel Kraft in den Armen, so daß die Pulle schon auf halber Strecke zu Bruch ging....
Dank dieses skandalösen Auftrittes hat es unser German Mr. Raab sogar auf die Internetseite des weltweit größten Promi-Bloggers PerezHilton geschafft ;-)...

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PromiPranger: Paris Hilton´s Prag Unfall
03/31/2008 11:17 PM

Bildquelle: Buzzfoto NewsQuelle: Web.de

Nie wieder Prag heißt es nun für Paris ! Die Frau mit der nicht-goldenen Stimme konnte in der Stadt der goldenen Dächer leider keine positiven Erfahrungen sammeln.
So sind Prager Paparazzi zwar nicht ganz so extrem durchgedreht wie die sich prügelnden Fotografen-Meute am türkischen Flughafen, trotzdem war ihr der Trubel um ihre Person ausnahmsweise mal zuviel und so flüchtete sie vom drohenden Blitzlicht-Gewitter !
Weil sie sich dabei auf die Nase legte hat Paris nun endgültig diesselbige voll:"Die Leute hier sind verrückt.....Nie wieder Prag"...Ja die Leudde einschließlich Pottschalk sind echt bescheuert sich auf diesen Mrs. Hilton-Foto-Hype einzulassen, aber stetig lockt die liebe Kohle und außerdem hat sie ihre Pseudo-Beruhmtheit ja auch mit allen Mitteln heraufbeschworen..da soll sie bloß nicht rumjammern, wenn sie sich mit ihren vermutlichen hochhackigen Schuhen mal beim Prager Kopfstein-Pflaster auf den Bart legt...

P.S. Hier geht zum Paris legt sich auf die Fresse Foto !

Und hier ein Video des Vorfalls, dass uns leider den besten Teil vorenthält...aber immerhin hält Benji den Paparazzi ne kleine Standpauke:


direkt bei YouTube

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PromiPranger: Zuwachs für Scientology durch Pete Doherty ?!
03/31/2008 11:17 PM
Quelle: Celebitchy Bildquelle: planethiltron

die aktuelle Freundin "DJ Nadine Ruddy" von Pete Doherty ist Mitglied der Scientology-Sekte und der charakterstarke Pete soll sich schon ein paar Bücher über diese "Glaubensgemeinschaft" besorgt haben, da seine Freundin ihre vermeintliche Kirche sehr ernst nimmt.
Jetzt ist es wirklich nur noch eine Frage der Zeit bis Pete sich bald auch zu Scientology bekennt meint der Pottschalk und wer weiß, vielleicht tut ihm die Gehirn-Wäsche ja ganz gut ?! Wen die ihn im Dianetik-oder-was-weiß-ich-Center wirklich clean kriegen, dann wäre das mal ne respektable Leistung....Lieber abhängig von ner Sekte, als von irgendwelchen Drogen..auch wenn im Endeffekt ein unabhängiges Leben am erstrebenswertesten sein sollte, aber dafür braucht man Kraft und nen starken Willen...und den hat Pete gewiß nicht !

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Nick Kids Choice Awards: "Die Rückkehr der Schleimdusche"
03/31/2008 11:17 PM
"Indiana Jones stellte sich mutig der grünen Welle..."


Quelle: Nick

"Kindermund tut Weisheit Grund", so oder so ähnlich könnte man auch das Motto der größten Kinder-Award-Show der Welt umschreiben.
Bei den "Nick Kids Choice Awards" stellen sich die Promis den knallharten Urteilen der Kids. Es winken u.a. Preise in den Kategorien "Musik, Film, Fernsehen und Sport".
Wer sich beim jungen Publikum besonders beliebt gemacht hat, wird dafür sogar mit einer Schleimdusche belohnt ! Im letzten Jahr wurde diese Ehre Justin Timberlake zu Teil und in diesem Jahr mußte Harrison Ford dran glauben ;-)....Wer die wohl "ehrlichste" und nicht ganz unlustige Award-Show am TV verfolgen möchte, der hat hierzu diesen Freitag um 20.15 Uhr bei unserem deutschen Nick-Ableger die Chance.
Das Staraufgebot war dieses Jahr fast schon oscar-reif, u.a. waren Jessica Alba, Will Smith, Orlando Bloom, Chris Brown (und wo ein Mr Brown ist, darf Rihanna natürlich auch nicht fehlen), Jodie Foster, Usher, Janet Jackson und Cameron Diaz anwesend.

Ein Alba und ein (h)alba ;-)


Quelle:Nick

Cameron Diaz und Will Smith mit seinen Kids


Quelle:Nick

Usher und Chris Brown mit ihren vermeintlichen Nachfolgern in Spe


Quelle:Nick

Jodie Foster - kein falscher Glamour sondern wie immer sehr natürlich und leger. Allerdings fragt sich der Pottschalk, wann sie in letzter Zeit mal einen Film gemacht hat, der auch Kinder-tauglich gewesen ist ? Das Schweigen der Lämmer, Panic Room und Flight Plan würde bei der Zielgruppe doch für so manchen Alptraum sorgen...wahrscheinlich auch der Haupt-Grund für ihre Nicht-Nominierung ;-)...


Quelle:Nick

Rihanna schütze sich standesgemäß mit ihrem Umbrella, doch dummerweise stand der Brandon Frasor nicht unter selbigen, sondern nur davor...


Quelle:Nick

Janet Jackson mit Nase und dem mir unbekannten Josh Peck


Quelle:Nick

Auch Orlando Bloom und Präsentator Jack Black ließen sich das grüne Vergnügen nicht entgehen...


Quelle:Nick

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PromiPranger: Das Treffen der prominenten Mega-Freaks...
03/31/2008 11:17 PM
Quentin Tarantino und Fergie feierten ihre Geburtstage in der Haupstadt der Freaks "Las Vegas".
Im angesagten Mirage Nachtclub traffen die beiden Fratzen aufeinander und beglückwünschten sich zum neuen Lebensjahr...Wer weiß welch kranke Gedanken die beiden dort ausgetauscht haben ?!
Vielleicht kommt jetzt bald das "Horror-Schönheits-OP-Musical"...Hauptdarstellerin und Opfer "Fergie", sowie der kranke Plastische Psycho-Doc gespielt von Quentin, der wieder einmal gleichzeitig Regie führen darf...

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Deutschland: Reale Inflation ist 9,5 Prozent
03/31/2008 11:02 PM

Die reale Inflation in Deutschland dürfte derzeit etwa 9,5 Prozent betragen. Hierzu sollte man nicht den offiziellen Warenkorb nehmen, sondern folgende Formel (Eintrag vom 31.3.200 8) verwenden:

»Geldmengenwachstum - Wirtschaftswachstum = Inflation

Beispiel:
Für Januar 2008: 11,5% - 2% = 9,5%

Für das Gesamtjahr 2007: 11,1% - 2,5% = 8,6%«

Also das ist meiner Meinung noch einigermaßen realistisch. Das Geld wird einfach weniger Wert. Wie groß ist eigentlich die Inflation in den USA? Ich gehe momentan von circa 19 Prozent aus. Um diese Zahl nachzuvollziehen, einfach mal in der Wikipedia bei der Geldmenge der USA nachschlagen und irgendwo in der Fußnote findet man eine entsprechende Quelle. Die Geldmenge M3 wird in den USA nicht mehr veröffentlicht, es gibt aber eine inoffizielle Quelle, die die geschätzte Geldmenge M3b berechnet. Und da ich von einem 0-Wachstum in den USA ausgehe, ist das auch gleichzeitig deren Inflationsrate.

Also tendenziell könnten wir so langsam den Weg in die Hyperinflation gehen. Immerhin soll mittlerweile schon etwa jeder sechste Bürger in West Virginia Essensmarken bekommen. Insgesamt sollen mehr als 26 Millionen Amerikaner Essensmarken erhalten im vergangenen Jahr:

»Nationally, more than 26 million Americans were on the food stamp program last year, according to the federal agriculture department.«

Also man könnte schon so langsam sagen, dass das System sich im Absturz befindet. Der moderne Feudalismus wird es bestimmt nicht mehr allzu lange machen.

Vielleicht wird nach dem Kollaps unseres derzeitigen Systems wieder die Möglichkeit bestehen, in die USA auszuwandern? Vorläufig empfiehlt es sich, einfach mal abzuwarten.

Ergänzung: Zum Beitrag passt auch noch der Artikel Werden die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst wirklich real mehr bekommen?

»Die gefühlte Inflation bei einem realistischer Warenkorb liegt ohnehin zwischen 6 % und 9 %.«

Also man kann tatsächlich sagen, dass die Schätzung der realen Inflation mit 9,5 Prozent noch so ungefähr im Rahmen liegt. Bitte nicht vergessen: Insbesondere für die Unterschicht liegt die Inflation höher, denn die müssen Lebensmittel und Energie kaufen - dort sind die Preissteigerungen häufig deutlich höher. Also es hängt davon ab, ob eine Person (beziehungsweise ein Haushalt) zur Unterschicht, zur Mittelschicht oder zur Oberschicht gehört. Je nach Schichtenzugehörigkeit ergibt sich eine andere Inflation.

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Marcels Meinung: Wir sind die Partei!
03/31/2008 10:58 PM

Corinna Emundts berichtete vor ein paar Tagen, dass es in der SPD inzwischen eine neue Zeit-Einheit gibt: den Kahrs. Man kann sich dort jetzt mit dem Ausruf “Bis zum nächsten Kahrs!” verabschieden. Stimmt. Ich habe bereits vor etwa einem Monat erklärt, dass sich mir bei Johannes Kahrs der Magen umdreht. Ich habe die Nase von den Seilschaften der Transatlantiker gestrichen voll.

Führende transatlantisch geprägte Genossen von Seeheimern und Netzwerkern angefangen über Struck, Steinmeier und Steinbrück haben bis hin zum Ehemann der Tochter von Eric M. Warburg, Zeit-Herausgeber Michael Naumann, haben im Teamwork mit nahezu sämtlichen Medien der Bundesrepublik Deutschland, angefangen bei der Springerpresse, über Bertelsmann und seine Flagschiffe RTL und Spiegel und nicht endend bei öffentlich-rechtlichen Medien und der taz eine gigantische transatlantische Kamagne gegen Andrea Ypsilanti und Kurt Beck gefahren. Ergebnis: Roland Koch bleibt im Amt, obwohl die SPD die Wahl gewonnen hat. Glückwunsch auch.

Man mag von Andrea Ypsilanti und Kurt Beck halten was man will, aber ich denke nicht im Traum daran, mir von der Bild-Zeitung und ihren Vasallen vorschreiben zu lassen, wen ich als Vorsitzenden der SPD haben möchte. Wenn der Spiegel nun die von der BamS in Auftrag gegebene Erfolgskontrolle der transatlantischen Kampagne zur Sabotage des Ansehens führender SPD-Politiker in den Medien verkündet, dann bin ich schlicht und einfach wütend darüber, dass mich die Pfeifen in den von den Transatlantikern beherrschten Massenmedien für Doof verkaufen wollen. Glauben die im Ernst, ich habe nicht gemerkt, was für eine miese Kampagne das war? Andrea Ypsilanti hatte recht, als sie eingeplant hatte, dass der Journalismus in Deutschland hoffnungslos verkommen ist.

So wie mir geht das vielen in der SPD. Die Walters und Metzgers in der SPD dürfen sich schon mal warm anziehen, wenn sie sich denn demnächst überhaupt noch zu den Parteitagen hintrauen. Ich werde ganz sicher keinem derjenigen, die die gemeinsam mit der Bild-Zeitung vorgetragenen Attacken gegen Andrea Ypsilanti und Kurt Beck auch nur rechtfertigt, aus Gründen der Parteiräson meine Stimmen geben, und auch wenn sie nur als Schriftführer kandidieren.

Ich lasse mir von der Bild-Zeitung und ihrem Hofchor transatlantischer Medien nicht vormachen, dass diejenigen, die die Sabotage der transatlantischen Medienseilschaften satt haben, in der SPD keine Mehrheit bekommen können. Der Parteitag der hessischen SPD in Hanau hat eindrucksvoll gezeigt, dass das Wunschdenken der Bild-Zeitung nicht mehr aufgeht. Diese transatlantische Kampagne war so durchsichtig, dass es die Spatzen überall von den Dächern pfeifen.

Ich meine, wir einfache SPD-Mitglieder sollten nun zusammenstehen und die Angriffe der Bild-Zeitung und ihrer Vasallen auf die Grundwerte der SPD, die auch meine Grundwerte sind, mit dem Stimmzettel in der Hand auf unseren Parteiversammlungen beantworten.

Zum Teufel mit der Bild-Zeitung und ihren Vasallen! Wir sind die Partei!

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xxlkillababe: Von wegen keine Geld - Zukauf trotz Krise, jo so sind die Bayern
03/31/2008 10:39 PM

BayernLB will die IKB und natürlich nur den gesunden Teil der IKB (Deutsche Industriebank AG) kaufen. Das auf Firmenkunden spezialisierte Düsseldorfer Geldhaus passe mal so richtig gut zur BayernLB mit seinen cleveren Banker. Hallo Herr Steinbrück sofort die Steuergelder aus der LB und der IKB wieder rausholen, die haben noch genug Speck auf den Rippen.
Nun mal langsam, gestern verkündet Finanz mini Huber im ZDF (mit dem zweiten usw.) am Donnerstag kommt die nächste Bilanz für die er nix kann. Der gute alte unverwüstliche Kapitalismus, liebevoll auch “soziale” Marktwirtschaft genannt, hat viele gute Eigenschaften. Einer seiner wichtigsten Vorzüge, vielleicht die aller wichtigste Eigenschaft, ist seine totale den Einkommensverhältnissen entsprechende Anpassungsfähigkeit. Anders als das längst eingestampfte Konkurrenzmodell, der unflexible sowjetische Staatssozialismus, stellt sich kapitalistisches Wirtschaften immer wieder flexibel auf neue Herausforderungen ein. Mal allmählich über die Hintertür, oder mal wenn es schnell gehen muss auch abrupt. Wenn die Banken CEO’s und Politiker nicht mehr weiter wissen, so flüchten sie sich in unkontrollierten Aktionismus und es entsteht schon der nächste Rohrkrepierer..

Als normalo Bürger der jede Woche 35 Stunden bezahlt bekommt und 55 Stunden und mehr arbeitet ist das irgendwie ein gewaltiger Orgasmus zu sehen, wie HILFLOS die Politiker sind wenn sie für das was sie angezettelt haben („um so richtig reich zu werden”) die Zeche zahlen müssen. Die Politik in Deutschland hat sich verabschiedet in eine außerbilanzielle Zweckgesellschaft aus der sie nicht mehr rauskommt ohne gewaltigen Schaden zu nehmen.. Der Erzfeind die Linken haben dazu ganz wenig beigetragen, aber sie haben mit ihren Erfolgen die Eliten doch sehr in Aufruhr versetzt so das doch Fehler gemacht wurden.

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Kurokasai: Menschen zweiter Klasse
03/31/2008 10:29 PM

Wenn man sich fragt, was es bedeutet, dass der Bielefelder Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer in seiner Studie zum Zusammenleben der deutschen Bürger von einer “zunehmenden Verachtung für Obdachlose, Bettler, Sozialhilfeempfänger und Ausländer” spricht, dann kann der jüngste Vorfall eine Antwort für den Punkt Sozialhilfeempfänger geben.

Laut Angaben von mehreren Zeugen soll es heute morgen in der ARGE Bonn zu einem Zwischenfall gekommen sein. Der Sicherheitsdienst hätte einen Kunden sehr rüde aus der ARGE herausgeprügelt und dabei keine Rücksicht auf Verletzungen und die Sicherheit der wartenden Kunden genommen. Während der Wartezeit sei es zu einer verbalen Eskalation zwischen einen Kunden und einer Sachbearbeiterin der Kundentheke gekommen. Der Kunde hatte sich beschwert, weil jemand ohne Wartenummer vorgezogen wurde. Von der Sachbearbeiterin sei darauf hin der Kunde lautstark zurecht gewiesen worden, dass er den „Mund halten solle". Auf seinen weiteren Protest spitzte sich die Situation dahingehend zu, so dass 3 Wachleute ihn umringten und ihn aufforderten zu gehen. Auf seine Weigerung hin gingen alle drei auf ihn los und prügelten ihn durch die Seitentür, ohne Rücksicht auf Verletzungen bzw. auf die Sicherheit der anderen Kunden.

Dem Angriff sollen dann nicht näher genannte menschenverachtende Äußerungen gefolgt sein. Auch weitere Sozialhilfeempfänger fühlten sich durch diesen Vorfall bedroht, was sehr leicht nachzuvollziehen ist, immerhin demonstrierte das Wachpersonal mit ihrem Vorgehen, wie viel wert sie der körperlichen Unversehrtheit eines Arbeitslosen zuspricht. Diese stellt zwar ein Menschenrecht dar, jedoch scheinen für Arbeitslose nach Meinung der Wachleute die Menschenrechte bloß eingeschränkt zu gelten.

Diese Feindlichkeit gegenüber den Marginalisierten kommt nicht von ungefähr, sie ist das Produkt einer systematischen Hetze, in der die Verlierer unserer Gesellschaft beispielsweise unverblümt als Parasiten beschimpft werden. Und zwar nicht von irgendeinem Hinterwäldler, sondern vom damaligen Arbeitsminister Wolfgang Clement in einem offiziellem Report.

Wer hetzt, schürt Hass. Hass erzeugt Gewalt. Es ist ganz einfach und problemlos nachvollziehbar. Ebenso einfach wie die Strategie, das Volk durch Konflikte untereinander von der Rebellion abzuhalten. Der Feind ist jedoch nicht der arbeitslose “Parasit”, der Sozialleistungen erhält. Dieser schadet nicht und er hat für gewöhnlich das Interesse, eine Leistung für seine Mitmenschen zu erbringen. Die Elite, die uns kontrolliert, also die Parlamentarier und die Wirtschaftsbonzen, hat dieses Interesse nicht. Sie sind glücklich damit, sich am Ausverkauf der Menschen dieses Landes zu bereichern und nehmen dabei auch gewaltsame Übergriffe gegen bestimmte Menschengruppen in Kauf. Um weitere Übergriffe zu verhindern, muss diese Elite da weg. Und zwar nicht, indem wir andere Personen dort installieren, die dann sehr schnell wieder den gleichen Dreck fabrizieren, die Elite muss dauerhaft verschwinden, wir benötigen dringend eine Basisdemokratie, nicht nur allein, um derartige Angriffe gegen Arbeitslose zu verhindern, aber auch deswegen. Denn niemand, der ein wenig soziales Denken besitzt, kann sich ernsthaft wünschen, dass Menschen Angst haben müssen, verprügelt zu werden, weil sie im Wettbewerb auf der Strecke geblieben sind.

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Duckhome: Jetzt gehts los - Ackermanns Beratertruppe verurteilt
03/31/2008 09:15 PM

Ich hätte ja so gerne Betrügertruppe geschrieben, weil das meine ehrliche Meinung ist, aber leider gibt das Urteil einen Ausdruck in dieser Stärke, nach Anraten meiner Rechtsverdreher nicht her. Wenn ich allerdings jemanden falsch berate und daraus einen eigenen wirtschaftlichen Vorteil für mich oder mein Unternehmen ziehe, dann ist das nach Ansicht meiner Rechtsverdreher Betrug. Weil ich es hätte besser wissen müssen.

Macht das Ackermann sein Verein mit dem Multimilliardenhintergrund, dann ist das eben ein Beraterfehler. Ich liebe die deutsche Justiz. Aber der Mensch freut sich ja auch über halbe Dinge:

Die Deutsche Bank hat einen viel beachteten Schadensersatzprozess gegen die Stadtwerke Würzburg verloren. Das Landgericht Würzburg verurteilte die Bank, dem Kommunalbetrieb einen Teil des Schadens aus einer Zinswette zu ersetzen. Nun muss die Bank mit einer Klagewelle rechnen.

FRANKFURT. Das Gericht bemängelte Fehler in der Beratung beim Verkauf eines sogenannten CMS Spread Ladder Swaps und verpflichtete das Institut, 950 000 Euro plus Zinsen an den Kunden zu zahlen. Die Bank kündigte Berufung an.

Das Urteil könnte weitere Kommunen und Firmen, die Verluste aus dem komplexen Finanzprodukt haben, zu Klagen motivieren. Medienberichten zufolge sind bis zu 700 Großkunden die Zinswette vor allem im Jahr 2005 eingegangen. Bislang sind etwa 20 Verfahren, mehrheitlich von Firmen, gegen die Bank anhängig. Sollte tatsächlich eine Klagewelle entstehen, wäre dies ein empfindlicher Dämpfer für die Offensive des Mittelstandschefs der Bank, Jürgen Fitschen. Im Kern handelt es sich bei den strittigen Zinsderivaten um eine Wette auf die Entwicklung des Abstandes zwischen lang- und kurzfristigen Zinsen. Die Derivate sollten die Zinslast der Stadtwerke senken. Tatsächlich produzierten sie Millionenverluste.

Für die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV), die gut 2,6 Mill. Euro gefordert hatte, ist das Urteil allerdings nur ein Teilerfolg. Das Gericht sieht die Hauptschuld bei dem Kommunalbetrieb, dessen zuständige Angestellte sehr genau wussten, was sie taten. Der Deutschen Bank wirft das Landgericht vor allem vor, die Zinsentwicklung in der Vergangenheit nicht ausreichend dargelegt zu haben. Zudem habe sie den Kunden stärker zu einer Prüfung drängen müssen, ob er solche Wetten angesichts des Spekulationsverbots für Kommunen überhaupt abschließen dürfe.


Natürlich hat das Gericht alles versucht um die Deutsche Bank zu schützen. Die ist ja mehr Staat als die Wähler und die Bürger. Außerdem wird sie von Herrn Ackermann geleitet der bei der deutschen Justiz ja einen Sonderbonus hat. Der einzige Vorstandsvorsitzende einer Aktiengesellschaft über den ein Gericht je feststellte, dass er gegen das Aktienrecht verstößt und der weiter Vorstand bleibt.

Genauso dümmlich ist die Argumentation, das die Würzburger Stadtwerke auch nur den Hauch einer Chance gehabt hätten, das was ihnen die Deutsche Bank vorlegte, auch nur annähernd zu beurteilen. Die Deutsche Bank sitzt doch im Justiz- und Finanzministerium um solche Gesetze auf den Weg zu bringen, die es ihr ermöglichen, jeden übers Ohr zu hauen. Wollte die Deutsche Bank ehrliche Geschäfte machen, müsste sie ja nicht als Lobbyist unsere Dreckspolitiker kaufen und die Gesetze selbst schreiben.

Nein die Kunden der Deutschen Bank haben keine Chance gehabt, egal was der Richter sagt. Wenn mir eine Bemerkung zur Deutschen Bank unter ihrem führenden Kriminellen Ackermann einfällt dann sind das mafiöse Strukturen und organisierte Kriminalität von der Beeinflussung der Gesetze bis zur Beeinflussung der Richter.

Durch das Fehlverhalten der Politik und der Justiz mussten Organisationen wie die Stadtwerke geradezu annehmen, das richtige zu tun, obwohl sie bewusst in Geschäfte gelotst wurden, an denen nur der Schweizer Kriminelle Ackermann verdienen kann. Aber egal.

Mehr als ein Drittel ihrer Ursprungsanlage haben die Stadtwerker erst einmal wieder. Natürlich geht Ackermanns Truppe in die Revision. Sie hoffen darauf das sie die Schäuble Diktatur schnell genug in die Wege bekommen, um solche Schönheitsfehler direkt ausbügeln zu können. Dann wird dieser Richter natürlich bluten müssen, obwohl er die Bank geschont hat wo er nur konnte.

Aber bis dahin wird es vielleicht noch etwas dauern. Wenn jetzt die anderen Betrogenen schnell klagen, könnte es sein das die Deutsche Bank sich nicht mehr retten kann. Sinnvoll wäre es vielleicht, wenn einer der nächsten Kläger auf die kriminelle Vergangenheit des Vorstandsvorsitzenden hinweisen würde und damit verbunden den Antrag stellt, das alle strittigen Gelder in Deutschland eingefroren werden. Ansonsten ist im Extremfall damit zu rechnen, das Ackermann die Deutsche Bank ihrer Werte in Deutschland beraubt und sich irgendwo in der Welt, damit ein paar glückliche Tage macht. Wir erinnern uns, er wollte schon mal aus Deutschland in Gefilde in denen er leichter betrügen kann.


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Radio Utopie: Die Türkei muss ruhig bleiben
03/31/2008 09:05 PM

Tayyip Erdogan Istanbul: Heute hat das Verfassungsgericht der türkischen Republik ein Verbotsverfahren gegen die Partei des Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan und des Staatspräsidenten Abdullah Gül eröffnet.
Es ist die klassische Variante eines kalten Staatsstreichs innerhalb des US-Einflussbereichs, wenn die blutige Variante nicht aussichtsreich erscheint.
Die eigentlichen Strippenzieher und Anführer dieses Putsches von US-Gnaden sind 2 Personen: Generalsstabschef Yasar Büyükanit und sein dieses Jahr das Amt übernehmender Heereskommandeur Ilker Basbug.

Eine Rolle mag spielen, dass die türkische Regierung vor kurzem als einzige in der Region das skurrile Projekt der sogenannten “Mittelmeerunion” klar ablehnte.

(more…)

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rotglut.org: Chlebíčky v praze, Paris Hilton u no¸e ...
03/31/2008 08:53 PM
Prager Adressen für kalorienliebende Feinschmecker und ein Wenig mehr an Sicherheit Die Prager Zeitung hat einen kleinen Artikel (Danke "Urs"!) veröffentlicht und Quellen für eines der Lieblingsessen des Autors genannt: "chlebíčky" Es handelt ... [Link] [Cache]
"Die Dreckschleuder": Nicht für Schäuble…
03/31/2008 08:45 PM

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Meine Fingerabdrücke gehören mir…

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rotglut.org: chlebíčky v praze!
03/31/2008 08:41 PM
Prager Adressen für Vielfräße und Feinschmecker Die Prager Zeitung hat einen kleinen Artikel (Danke Urs!) veröffentlicht und Quellen für eines der Lieblingsessen des Autors genannt: "chlebíčky" Es handelt sich dabei um liebevoll zubereitete kleine Schnittchen mit diver ... [Link] [Cache]
Linke Zeitung: Wütende Proteste gegen explodierende Lebensmittelpreise
03/31/2008 08:33 PM
Preise für Grundnahrungsmittel wie Weizen und Reis erreichen neue Höchststände Ob in Ägypten, Indonesioen, Mexiko, Pakistan, Guinea, Usbekistan, Marrokko, Yemen, Senegal, Mauretanien, Burkina Faso, Kamerun oder Vereinigte Arabische Emirate ... überall sind die Massen empört über die rasant ansteigenden Preise für Grundnahungsmittel. Zunehmend entwickeln sich Brotaufstände zu einem weltweiten Phänomen. Unter dem Titel „Weltweite Proteste: Die Rückkehr der Brotrevolten schreibt die österreichische Zeitung ‚Die Presse‘: „Ob Weizen, Reis, Mais, Milch oder Ölsaaten: Weltweit haben die Preise für Grundnahrungsmittel in den vergangenen Monaten dramatisch zugelegt, um 20, 30, mancherorts sogar um 100 Prozent. Besonders betroffen sind Staaten, die Lebensmittel in großem Maßstab einführen, denn sie büßen auch noch für die gestiegenen Treibstoff- und Transportkosten. (1) Jaques Diouf, der Generaldirektor der FAO, der Nahrungs- und Landwirtschaftorganisation der UNO, warnt im Zusammenhang mit den explodierenden Lebensmittelpreisen vor schweren sozialen Unruhen. Doch diese gibt es schon längst. Regelrechte Aufstände gegen die Preisexplosion gab es in Burkina Faso und Kamerum, wo vier Menschen bei den Kämpfen ums Leben kamen. Besonders auch in Äypten gibt es seit Wochen eine wachsende Wut über die horrenden Preise für Brot und zunehmende Lieferschwierigkeiten. Im März starben zehn Menschen bei Brotprotesten. [Link] [Cache]
37.6-Blog: Die Kündigung, der Betriebsrat und Henryk M. Broder
03/31/2008 08:02 PM
  1. Kündigung wegen politischer Aktivität?
  2. Wie Spiegel-Journalist Henryk M. Broder die Bundeszentrale für politische Bildung zur Kündigung ihres Mitarbeiters Dr. Ludwig Watzal zwingen will
  3. Hier geht es selbstverständlich anonym zur “Achse des Guten” des SPIEGEL-Schreibers Broder.
  4. Watzal hat bereits reagiert und eine PDF-Datei an die Adresse von Henryk M. Broder sowie andere Neokonservative und Antideutsche ins Web gestellt.
    Richtigstellung zu einer Manipulation

Erinnert sich noch jemand an den Polit-Song “Wir müssen unser Land befrei´n vom Denunziantenschwein”?

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Irak: Genozid dank abgereichertem Uran?
03/31/2008 07:45 PM

Es ist allgemein bekannt, dass unsere amerikanischen Freunde, deren Vasall wir sind (auch dank der Vier-Buchstaben-Zeitung, transatlantische Freundschaft nennen die das glaube ich), bei den diversen Kriegen auch abgereichertes Uran einsetzen. Was hat es damit auf sich?

Uran, das in der Natur vorkommt, hat einen gewissen Anteil an Radioaktivität. Und für die Kerntechnik (Kernkraftwerke, Atombomben) benötigt man Uran mit viel Radioaktivität. Dazu wird Uran angereichert. Und übrig bleibt abgereichertes Uran. Und dieses abgereicherte Uran ist im Grunde genommen Sondermüll, der sich ganz gut auf den diversen Schlachtfeldern auf diesem Planeten entsorgen lässt. Die gleichgeschaltete Presse berichtet stattdessen lieber über eine angebliche Klimakatastrophe, über die Bedrohung durch Feinstaub. Aber der radioaktive Sondermüll auf den Schlachtfeldern, der wird nicht thematisiert.

Warum schreibe ich diesen Artikel? Nun ja, gerade habe ich halt diesen aktuellen Artikel gelesen.

Also irgendwo im ehemaligen Jugoslawien wurde Uran eingesetzt - dort sollen die Krebsraten erhöht sein, habe ich in einer anderen Quelle gelesen. Die gleichgeschaltete Presse verbreitet irgendwelche Theorien über die Klimakatastrophe, schweigt aber zugleich über Krebstote dank abgereichertem Uran.

Während im ehemaligen Jugoslawien vermutlich relativ wenig abgereichertes Uran abgeschmissen wurde, dürfte es über dem Irak sehr viel mehr gewesen sein. Und zwar im Irakkrieg damals (so ab etwa circa 1993, die genaue Zahl habe ich jetzt nicht im Kopf, bin auch etwas zu bequem, diese jetzt nachzuschlagen). Und natürlich auch im Irakkrieg ab 2003.

Das abgereicherte Uran führt zu Schäden bei:

- US-Soldaten, circa fünfzig Prozent der US-Soldaten, die an Kampfeinsätzen beteiligt waren, dürften erhebliche gesundheitliche Schäden haben, insbesondere auch durch diese Radioaktivität. Mittlerweile sollen ja schon mehr US-Soldaten im Irak getötet worden sein als in Vietnam - hängt aber von der Zählweise ab.

- Irakischen Soldaten (der Irakkrieg 2003 war ein Angriffskrieg, somit müssen gesundheitliche Schäden bei irakischen Soldaten möglicherweise als US-Verbrechen bewertet werden.

- Der irakischen Zivilbevölkerung (Männer, Frauen, Kinder). Und genau hier möchte ich mit meiner Frage anknüpfen: Ist der massenhafte Einsatz von abgereichertem Uran nicht möglicherweise als Völkermord zu bewerten? Immerhin werden Menschen gesundheitlich beschädigt, die an den Kampfhandlungen überhaupt nicht beteiligt waren. Und wenn auch noch Jahre später nach Abwurf der Bomben eine erhebliche Zahl von Menschen an Krebs erkrankt, beziehungsweise erhebliche Missbildungen bei Neugeborenen vorhanden sind, dann muss man schon mal diese Frage stellen. Es kommt halt auf den Umfang an, ob man einen Völkermord bejaht oder nicht.

Ich möchte das hier ausdrücklich als Frage in den Raum werfen. Und außerdem sollte man auch nicht vergessen, dass in Deutschland in Kaiserslautern (oder bei Kaiserslautern) ein sehr wichtiger US-Luftwaffenstützpunkt ist. Also möglicherweise wird man Deutschland heute eine Beteiligung am Angriffskrieg vorwerfen können - und im Extremfall sogar eine Beihilfe zum Völkermord. Das hat dann natürlich mal wieder niemand gewusst, ist klar. Und unsere Juristen, die sind auch die allerbesten, das ist auch klar. So ist das halt in der Diktatur, in der wir gegenwärtig leben. Man darf seine Meinung nicht äußern - und das Völkerrecht wird mal wieder mit den Füßen getreten.

Kann man Deutschland heute mit dem Dritten Reich vergleichen? Das werden wir erst nach dem Untergang der gegenwärtigen Diktatur wissen. Aber die Frage muss man schon mal stellen.

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Man of the World: Wehrgerechtigkeit in der feministischen Diktatur
03/31/2008 07:01 PM

Hier mal ein paar Zitate zum Thema Wehrgerechtigkeit anlässlich der kürzlichen Verurteilung eines Totalverweigerers. Die Fundstellen beschäftigen sich überwiegend mit dem Aspekt der Wehrgerechtigkeit. Um die Totalverweigerung geht es eigentlich nicht. Diese ist lediglich der Anlass für diesen Artikel.

Zitat:

»Fuer maennliche Studenten, die ihr Studium vor Einfuehrung der Studiengebuehren begonnen haben und Wehrpflicht oder Ersatzdienst, also einen Dienst zum Wohle der Allgemeinheit, getaetigt haben ist die Tatsache, dass Gleichaltrige nicht zum “Bund” mussten, sprich ein Jahr laenger umsonst studieren konnten, ein Schlag ins gesicht.«

Zunächst einmal ist zu diesem Zitat zu sagen, dass die Wehrpflichtigen nicht dem Wohle der Allgemeinheit dienen, sondern dem Wohle unserer Elite. Also den Herrschenden in unserem Staat. Denn was hat die Allgemeinheit eigentlich von Wehrpflichtigen? Die kosten Geld, bringen letztlich doch nicht die optimale Leistung. Ich selbst kenne Leute, die einen Zwangszivildienst geleistet haben, die dann später zum Beispiel Medizin studiert haben. Aber was bringt denn ein Zwangsdienstleistender im sozialen Bereich gegenüber einem fertigen guten Arzt? Die Allgemeinheit hat doch davon viel mehr, wenn ein junger Mann sofort Medizin studiert, und später dann guter Arzt wird und Leben rettet, als wenn er zunächst einmal ein Jahr lang einen demütigenden Zwangszivildienst leistet. Also die Allgemeinheit profitiert meiner Meinung nach davon nicht. Lediglich scheinbar wird Geld gespart.

Ferner ist zu diesem Zitat zu sagen, dass es natürlich schon komisch ist, dass einige dann Studiengebühren zahlen müssen, andere aber ein Jahr länger umsonst kostenlos studieren konnten. Das aber letztlich halt eine der vielen kleinen Ungerechtigkeiten, die sich in diesem Staat ganz schön aufsummieren können.

Irgendwie ist in dieser gesamten Diskussion im Forum des Spiegels tendenziell häufig eine Sympathie für eine allgemeine Dienstpflicht zu hören. Der folgende Kommentar bringt es ganz gut zur Sprache:

»Ich wunder mich, wieviele Leute hier doch für eine allgemeine Dienstpflicht plädieren, sich also einen derart massiven Einschnitt in ihre Freiheit wünschen, um Wehrgerechtigkeit herzustellen.

Vielmehr sollte doch die aktuelle Musterungspraxis und die daraus zweifellos resultierende Wehrungerechtigkeit endlich Anlass genug sein, vom Wehrdienst ganz abzulassen.«

Die Abschaffung der Zwangsdienste sollte durch die Politikerkaste und die gleichgeschalteten Massenmedien mal endlich auf die Tagesordnung gesetzt werden! Es muss ganz einfach der Grundsatz gelten: Eine Arbeitstätigkeit (Soldat oder Arbeitskraft im Krankenhaus, Altenheim, etc.) muss angemessen vergütet werden. Das ist doch eigentlich ein ganz einfacher Grundsatz, oder?

Insgesamt finde ich die noch vorhandene Einstellung vieler Mitbürger sehr enttäuschend. Warum kann man sich nicht einfach mal klar dafür aussprechen, dass man gegen Zwangsdienste ist? Es gibt in Deutschland heute Millionen von Arbeitslosen. Offiziell sind es so circa vier Millionen. Tatsächlich sind es etwa doppelt so viele. Und wofür brauchen wir da die Wehrpflicht? Einfach den Lohn hoch genug ansetzen, dann klappt das schon. Dann bekommt die Bundeswehr genügend Soldaten. Und dann werden auch genügend Leute in den sozialen Einrichtungen arbeiten. Das geht ohne Zwang, vor allem wird auch die Qualität der jeweiligen Leistung besser. Die Mitarbeiter sind motivierter, fühlen sich nicht versklavt.

Vielleicht sollte man Schadensersatz verlangen:

»Ich will Schadenersatz für den Verdienstausfall, die gesundheitlichen Einschränkungen, die insgesamt um mind. 18 Monate nach hinten verschobene Möglichkeit, mein Leben in eigene Hände zu nehmen.«

Ganz genauso ist es im Grunde genommen schon: Warum verlangt man nicht vom Staat Schadensersatz als ehemaliger Zwangsdienstleistender? Immerhin wird doch gepredigt, dass Freiheit, Wettbewerb und Eigenverantwortung so wichtig sind in unserer gegenwärtigen Diktatur. Da könnte man doch durchaus sagen, dass die Bundeswehr und auch die angeblich ach so sozialen Einrichtungen (die mit modernen Sklaven arbeiten - Zivis, 1-Euro-Jober, Zwangsarbeit ist halt sozial - Arbeit macht frei) sich im Wettbewerb die besten und geeignetsten Arbeitskräfte suchen können. Aber offenbar braucht man auch in unserer gegenwärtigen Wirtschaftsdiktatur den Zwang.

Und hier kommt noch mal ein Beitrag zum Thema Studiengebühren:

»Kann es sein, dass junge Männer, die zu den ungefähr 50 % ihres Jahrganges (in meinem Fall 1983) gehören, die ÜBERHAUPT Dienst geleistet haben im Gegensatz zu ihren Altersgenossen, also der anderen Hälfte der Männer sowie den Frauen nun 1000,- € an Studiengebühren aufbringen müssen, was nicht der Fall gewesen wäre, hätten sie keinen Dienst geleistet.«

Also hier können schon Leute aus diesem Altersbereich feststellen, dass es massive Ungerechtigkeiten gibt durch die Wehrpflicht. Diejenigen, die einen Zwangsdienst geleistet haben, müssen häufig tausend Euro Studiengebühren bezahlen. Frauen und diejenigen Männer, die keinen Zwangsdienst geleistet haben, konnten früher ihr Studium aufnehmen und mussten diese tausend Euro nicht bezahlen. Aber das entscheidende ist natürlich auch wieder mal, dass man letztlich im Laufe seines gesamten Lebens immer wieder diesen Nachteil vor sich hin trägt. Man konnte noch nicht direkt nach dem Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur beispielsweise Auswandern oder direkt studieren und so möglichst schnell persönlich vorankommen. Ich finde das ganze System ungerecht, da muss sich mal so langsam was ändern. Aber wie lange wird das noch dauern, bis sich was ändert? Vermutlich muss erst die gegenwärtige Diktatur zur Hölle fahren, aber vielleicht wird die Wehrpflicht überleben? Mal schauen, wie lange diese feministischen Diktatoren noch weiterhin ihr Unwesen treiben können.

Ich glaube halt, dass die Wehrpflicht heutzutage den Zweck hat, gezielt jungen Männern Schaden zuzufügen. Dadurch sollen dann die jungen Frauen einen Startvorteil haben, die angeblich unterdrückt werden. Also durch den rechtlichen Nachteil zulasten junger Männer soll eine tatsächliche Bevorteilung junger Frauen erreicht werden. Also ist die Wehrpflicht im Ergebnis möglicherweise als ein feministisches Kampfinstrument gegen den deutschen Mann zu bewerten. Das ist auch nicht besonders verwunderlich, denn die rote SPD und die Grünen haben doch so etwas wie eine Frauenquote (nach meinem Kenntnisstand). Also dort sind vielleicht schon einige ältere Herren, die irgendwie feministisch angehaucht sind, die noch aus einer anderen Zeit stammen, die sich offenbar noch auf der Suche nach der Gegenwart befinden. Und dort sind natürlich auch so einige jüngere Frauen, die häufig dank Quotenregelung an wichtigen Posten hocken. Sie sind möglicherweise froh, wenn man jungen Männern Schaden zufügen kann. Glückwunsch, dieses ist euch tatsächlich gelungen, dank eurer widerlichen feministischen Ideologie.

Also ich vermute, dass die Wehrpflicht in der heutigen Zeit noch deswegen aufrechterhalten wird, um gezielt jungen Männern einen Schaden zuzufügen. Und für diesen Schaden sollte die Bundesrepublik Deutschland eigentlich Schadensersatz zahlen.

Es wird Zeit für den Regimewechsel. Können die Diktatoren in Brüssel nicht so langsam mal dem bunten Treiben des Regimes in Berlin ein Ende setzen? Immerhin hat doch wohl der europäische Gerichtshof vor einigen Jahren entschieden, dass Frauen in der deutschen Bundeswehr dienen dürfen. Warum wird nicht mal entscheiden, dass die Wehrpflicht zumindest äußerst ungerecht ist und der Gleichstellung von Mann und Frau widerspricht?

So ist es halt mit den 1000 Euro Studiengebühren:

»1000 Euro haben oder nicht haben. Zinsen auf 1000 Euro haben oder nicht haben. 1000 Euro niemals ausgegeben haben, sondern angelegt und dafür noch Dividende bekommen.

Ich habe für die Studiengebühren arbeiten müssen. Man muss die Rechnung pro Jahrgang aufmachen«

Dieses Zitat ist vollkommen richtig. Was ist, wenn jemand beispielsweise für 1000 Euro sich Silber kauft und vom steigenden Kurs profitiert? Und der andere muss halt Studiengebühren bezahlen. Es kann unter Umständen hochgerechnet über ein ganzes Leben ein gigantischer Vermögensunterschied zustandekommen. Aber das ist auch das Konzept in der gegenwärtigen Diktatur: Teile und herrsche. Ganz normale Bürger werden ungerecht behandelt, Männer müssen, Frauen dürfen. Und natürlich müssen im Ergebnis nicht alle Männer, sondern halt nur ein Teil. Die Ungerechtigkeiten nehmen immer weiter zu, freuen können sich darüber die Superreichen. Denn selbst wenn der Sohn eines Superreichen einen Zwangsdienst leisten muss, trotzdem ist der Sohn dann halt am Ende reich. Aber für die Masse sieht es dumm aus. Nun kann man halt nicht alle Leute gleichzeitig in die Armut schicken, man muss immer ein bisschen Ungerechtigkeit walten lassen. Das ist das Konzept, das unsere Unterdrücker in Berlin erfolgreich anwenden. Viele kleine Ungerechtigkeiten zementieren die Herrschaft des Politbüros in Berlin.

Ganz schön ist auch diese Feststellung:

»Meine Erfahrung ist die, daß es eine Wehrgerechtigkeit noch nie gab, da die „allgemeine" Wehrpflicht schon immer nur für Männer galt. Schon aus diesem Grunde kann also von einer „allgemeinen Wehrpflicht" keine Rede sein.
Das Problem liegt also nicht darin, daß nur noch jeder siebte Mann zu seiner Zwangsarbeit antreten muß, sondern darin, daß überhaupt nur Männer davon betroffen sind.«

Diese Aussage enthält zwei wichtige Kernpunkte. Einerseits haben wir gar keine »allgemeine Wehrpflicht«, sondern lediglich eine »allgemeine Wehrpflicht nur für Männer«. Man könnte auch sagen: Junge Frauen leben in Freiheit, junge Männer werden versklavt. Und andererseits wird halt mittlerweile offenbar nur noch ein Bruchteil der Männer zum Sklavendienst eingezogen.

Tja, die feministischen Diktatoren in Berlin sollten sich mal so langsam fragen: Was soll denn das ganze Anti-Diskriminierungsgeschwafel, wenn man nicht endlich mal die Männerwehrpflicht abgeschafft?

Die Ungerechtigkeiten summieren sich ganz enorm: Mal ein kleiner Fall: Ein junger Mann muss Zwangswehrdienst leisten. Dann studiert er irgendetwas für den öffentlichen Dienst (beispielsweise Jura). Und im öffentlichen Dienst gibt es mittlerweile sowieso recht wenige freie Stellen. Und wenn er dann irgendwann mal im öffentlichen Dienst anfangen möchte, dann kriegt eine Frau dank Frauenquote den Job. De facto hat er eine doppelte Benachteiligung: Durch den Sklavendienst (Militärdienst, Zivildienst) und später durch die Frauenquote. Von der kleinen Sonderkonstellation mit den 1000 Euro Studiengebühren möchte ich jetzt mal gar nicht sprechen.

Ganz interessant ist das Thema Rentenanerkennung:

»Derjenige, der Wehr- oder Zivildienst geleistet hat, wird vom Staat “grosszügig” mit der Beitragsanrechnung des halben Durchschnittseinkommens belohnt.
Wieder ist also der Nichtleistende im Vorteil.
Wie wäre es, wenn alle Wehr- bzw. Zivildienstleistende für ihren Gemeinschaftsdienst mit dem Erlass des Pflegeversicherungsbeitrags entschädigt würden?«

Im Grunde genommen eine gute Idee. Also wer einen Zwangsdienst geleistet hat, kann noch irgendwie entschädigt werden. Wer beispielsweise im Krankenhaus einen Zwangsdienst geleistet hat, könnte doch vielleicht ein Privileg bei der Pflegeversicherung bekommen. Ich weiß nicht, ob mir dieses Konstrukt gefallen würde: Ich würde es besser finden, wenn man ehemaligen Zwangsdienstleistenden eine Rente auszahlen würde. Über die Höhe und die zeitliche Dauer - darüber kann man diskutieren. Aber es geht darum, einen Schadensersatzanspruch gegen die Bundesrepublik Deutschland den Benachteiligten ehemaligen Zwangsdienstleistenden zukommen zu lassen.

Ein weiterer Aspekt sind die Ausbildungszeiten im EU-Vergleich:

»Die Wirtschaft jammert darüber, daß die Ausbildungszeiten zu lang sind. Aber der Wehr- bzw. Zivildienst führt dazu, daß die Männer bei uns (und damit die Hälfte des Schulabgängerjahrgangs) gegenüber den Absolventen anderer Staaten, in denen es keine Wehrpflicht gibt, ein jahr später in den Beruf eintreten.«

In der EU-Diktatur gilt doch der Grundsatz, dass man eigentlich überall innerhalb der EU eine Arbeit antreten darf. Dass der deutsche Mann gegenüber dem EU-Ausländer benachteiligt wird, das interessiert unsere Diktatoren in Brüssel offenbar nicht. Rein theoretisch kann beispielsweise ein französischer Mann sich um einen Arbeitsplatz in Deutschland bewerben. In Frankreich sind die Zwangsdienste abgeschafft. Oder rein theoretisch kann sich ein englischer junger Mann in Deutschland um einen Arbeitsplatz bewerben - auch er musste keinen Zwangszivildienst leisten. Er hat also durchaus einen Vorteil gegenüber dem deutschen Mann, sofern der durch einen Zwangsdienst benachteiligt worden war. Das nennt man schlicht und ergreifend Diskriminierung, oder genauer gesagt: Benachteiligung.

Aber warum schreibe ich »rein theoretisch«? Nun ja, in Deutschland werden mittlerweile Hungerlöhne gezahlt, in Frankreich und in Großbritannien gibt es zumindest so etwas wie einen Mindestlohn. Also kaum jemand kommt aus dem westlichen EU-Ausland nach Deutschland. Viel häufiger ist der Fall, dass aus dem östlichen Ausland Leute nach Deutschland kommen, um in Deutschland Arbeit zu suchen.

Man merkt irgendwie, dass der junge deutsche Mann in Deutschland häufig der Dumme ist. Und wer einmal diesen Nachteil Zwangszivildienst/Zwangswehrdienst hinter sich gebracht hat, der leidet möglicherweise sein ganzes Leben lang. Natürlich mag es im einen oder anderen Fall für die Persönlichkeitsentwicklung positiv gewesen sein, einen Zwangsdienst geleistet zu haben. Aber ich gehe davon aus, dass in der überwiegenden Zahl der Fälle die negativen Eindrücke überwiegen.

Man noch ein kleiner Einwurf zum Thema Kinderkriegen:

»Abschaffen oder zumindest eine allgemeine Dienstpflicht für beide Geschlechter und alle Tauglichkeitsstufen einführen! Und hört mit dem Quatsch des Kinderkriegens bei Frauen auf. Soll man die kinderlosen Frauen dann mit 40 oder 50 ziehen?«

Auch hier möchte ich sagen, das sich gegen eine allgemeine Dienstpflicht für beide Geschlechter bin - Begründung: Es gibt in den Menschenrechten das Verbot der Zwangsarbeit. Ein wirklich zwingender Grund (beispielsweise Naturkatastrophe) ist nicht erkennbar - im Gegenteil, es gibt genügend Arbeitslose. Aber wenn man schon mal jetzt mit dem Kinderkriegen als Argument kommt: Warum eigentlich nicht kinderlose Frauen über fünfzig Jahren zum Zwangsdienst einziehen? Das würde doch auch ein bisschen Gerechtigkeit herstellen - zum Beispiel die ganzen Quotenfrauen, die vielleicht kinderlos geblieben sind, könnten doch wunderbar einen Zwangsdienst leisten. Stellen sich unsere Unterdrücker so vielleicht eine etwas gerechtere Gesellschaft vor? Immerhin geht es doch in der gegenwärtigen feministischen Diktatur immer um die Gleichstellung von Mann und Frau - gemeint ist natürlich nur die Bevorzugung der Frau. Aber wenn man schon die Geschlechter gleichstellen will: Warum soll man die kinderlose Frau über 50 nicht dem kinderlosen Mann im Alter von etwa 20 gleichstellen? Merkt eigentlich jemand, wie absurd diese ganze Gleichstellungsidee ist?

Man muss Chancengleichheit haben, nicht aber Ergebnisgleichheit. Das wird in der gegenwärtigen Diktatur irgendwie miteinander verwechselt - mit fatalen Konsequenzen. Für den einzelnen und natürlich auch für sehr viele in Deutschland lebenden Menschen.

Ganz nett ist auch der folgende Vergleich:

»Es spielt keine Rolle ob die mit Gewalt zum Zwangsdiesnt gezwungenen in nem chinesischen Kohlebergwerk oder nem deutschen Pflegeheim antreten müssen. Zwangsdiesnt bleibt Zwangsdienst und wird dadurch nicht einen Deut besser.«

Nun ja, lieber Zwangsdienst in Deutschland als Zwangsdienst in China. Immerhin gibt es in Deutschland keine Todesstrafe. Zwang mag zwar Zwang sein, das ist sicherlich richtig. Warum geht es nicht ohne Zwang? Wie wäre es mal mit Lohn für Arbeitnehmer? Leistung und Gegenleistung - das ist doch das Prinzip im bürgerlichen Gesetzbuch. Da brauchen wir doch gar keine Zwangsarbeit, oder? Ach ja, die Superreichen wollen keine Steuern zahlen - da müssen halt viele Bürger für mehr oder weniger umsonst arbeiten. Das geht nur mit Zwang. Deswegen gibt es ja auch die Ein-Euro-Jobs. Zwangsarbeit, euphemistisch verklärt. Ohne Zwang würde die gegenwärtige Wirtschaftsdiktatur nicht richtig funktionieren.

Sehr schön ist diese Formulierung:

»Niemand zwingt eine Frau ein Kind zu kriegen (und wenn doch wird das hart bestraft). Junge Männger werden letztlich mit Gewalt zum Zwangsdienst gezwungen.«

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Ein junger Mann muss einen Zwangsdienst leisten, sonst riskiert er Gefängnis. Aber wenn eine Frau dazu gezwungen werden würde, ein Kind zu kriegen, dann würde der Täter - vollkommen zu Recht - im Gefängnis landen. Man muss mal fragen, ob die Aufrechterhaltung der Wehrpflicht nicht als so etwas wie moralisch gesehen eine Freiheitsberaubung zu bewerten sein könnte. Oder zumindest als eine moralische Nötigung. Aber wenn es um Gewalt gegen Männer geht, dann kümmert das in der gegenwärtigen feministischen Diktatur keinen. Lediglich die Frau wird immer wieder als Opfer von Gewalt dargestellt. Dabei sind Männer per Gesetz das Opfer von staatlicher Gewalt - Zwangswehrdienst. Wie lange wird sich dieses System noch halten können? Wann wird die feministische Diktatur zur Hölle fahren? Hoffentlich bald, man wird es sehen.

Man sollte auch bedenken, dass viele Zwangsdienstleistende im Rahmen ihres Dienstes ein bisschen verblöden - das Studium danach könnte etwas schwerer fallen. Im übrigen muss man heutzutage sowieso schon fragen: Bringt ein Studium überhaupt etwas, aber das ist jetzt nicht Gegenstand dieses Artikels.

Vielleicht sollte man die Zwangswehrpflicht um eine Pflichtschwangerschaft für alle Frauen von 20.-25. Lebensjahr ergänzen? Dieser Vorschlag ist nicht ernst gemeint, um Missverständnissen vorzubeugen.

Hier noch ein etwas anderer Gedanke. Es geht um die Frage, ob die Wehrpflicht vielleicht so etwas wie eine demokratische Kontrolle bewirken kann:

»Komisch nur dass die Wehrpflicht die Ausbildung einer Kastenstruktur weder im Preußen des 19. Jahrhunderts, noch im Kaiserreich und auch zur Nazizeit verhindert hat. Wenn man wirklich die Wehrpflichtigen als Schutzriegel zur Überwachung des Militärs sehen will, fragt sich doch warum man sie nicht als mit umfassenden Vollmachten ausgestattete Inspektoren oder als im Rang eines Generals in die Truppe schickt, so dass sie diese frei nach ihren eigenen Vorstellungen auf den Kopf stellen können um so jeder militaristischen Abkanzelung vorzubeugen.«

Ganz genau diese Idee ist doch eigentlich wirklich zutreffend. Das Militär muss kontrolliert werden. Aber nicht durch Sklaven, sondern durch freie Bürger. Und die Wehrpflicht hat doch gar nicht verhindert, dass Hitler die Welt ins Unglück gestürzt hat. Warum heute noch an der Wehrpflicht festhalten? Man benötigt natürlich eine Kontrolle des Militärs, das ist klar. Aber das geht auch ohne Sklavendienst.

Die verlinken Diskussionsbeiträge sind vielleicht schon ein bisschen älteren Datums. Trotzdem ganz interessant. Ich habe das erst relativ spät gesehen, macht aber nichts. Hier noch ein etwas aktuellerer Beitrag:

»Viele wehrpflichtige Männer erhalten aber mitunter keine Lehrstellen oder Jobs, weil sie ja noch eingezogen werden könnten, obwohl das höchstwahrscheinlich nie der Falll sein wird. Allein diese Unsicherheit zu den 17% Eingezogenen zu gehören ist schon ein massiver Nachteil gegenüber Frauen.«

Da können sich die Anhänger der feministischen Glaubenslehre freuen. Immerhin geht es hier darum in der gegenwärtigen feministischen Wirtschaftsdiktatur, den deutschen Mann zu benachteiligen, wo’s nur geht. Und das gelingt ausgezeichnet. Selbst wenn ein junger Mann gar nicht zum Zwangsdienst eingezogen werden sollte, hat er einen Nachteil bei der Suche nach einer Lehrstelle. Dürfen die eigentlich auswandern, wenn sie noch keinen Zwangsdienst geleistet haben? Wie ist das gesetzlich geregelt? Die Antwort kenne ich jetzt nicht.

Ganz nett ist auch noch folgende Spitzfindigkeit:

»Ich frage mich beim Lesen Ihrer Replik, wer von uns beiden etwas nicht versteht. Sie verwenden Begriffe („Berufsfreiheit"), die es im GG überhaupt nicht gibt.«

Ich vermute, dass hinter dem Pseudonym »Hans58« ein Jurist steckt, der sich ziemlich genau mit dem Grundrecht der Berufsfreiheit auskennt. Aber das ist halt auch immer wieder das Problem mit Deutschlands Juristen: Begriffsjurisprudenz. Die können exakt mit Begriffen umgehen, haben aber offenbar Probleme damit, zu verstehen, worum es den normalen Bürgern geht. Denn wer einen Zwangsdienst leistet, der kann innerhalb der Zeit dieses Zwangsdienstes eben sein Grundrecht auf Berufsfreiheit nicht frei ausüben. Und ob man das jetzt »Berufsfreiheit« oder irgendwie anders nennt - das ist mir egal. Es ist schon klar, dass man nach Abschluss des Zwangswehrdienstes durchaus seinen Beruf »frei« (»frei« im Sinne der gegenwärtige Wirtschaftsdiktatur, ein anderes Thema) wählen kann. Aber halt nicht während des Zwangsdienstes. Ich glaube, darum ging es dem Diskutanten.

Ganz gut ist auch folgende Frage:

»Fänden Sie es auch obszön, wenn jemand sich der Zahlung widersetzen würde, der vom Finanzamt einfach so die Aufforderung bekommt, 65.000 Euro zu zahlen, die andere wiederum nicht bekommen haben?«

Also man kann im Grunde genommen sagen, dass man einfach mal fiktiv einen fünfstelligen Euro-Geldbetrag als Grundlage eines Schadensersatzanspruchs gegen die Bundesrepublik Deutschland definieren sollte. Was ist das mittlere Einkommen? Was wäre das fiktive Einkommen des ehemaligen Zwangsdienstleistenden bei Erreichen einer bestimmten Altersgrenze? Wie viel Geld hat der ehemals Zwangsdienstleistende insgesamt im Laufe seines Berufslebens verloren? Das müsste mal diskutiert werden - man sollte in der gegenwärtigen Wirtschaftsdiktatur mal endlich einen Schadensersatzanspruch für Männer generieren, die einen Zwangsdienst geleistet haben. Es ist sehr verständlich, dass damit endlich mal ein richtiger Schritt im Sinne der gegenwärtigen Ideologie der Gleichstellung der Geschlechter erreicht werden würde. Und ein Schadenersatzanspruch zu Gunsten ehemaliger Zwangsarbeiter würde sicherlich dem Gleichstellungsgedanken entsprechen.

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"Die Dreckschleuder": Nur Linux ist wirklich sicher…
03/31/2008 06:53 PM

Im Rahmen des Hackerwettbewerbs “Pwn to Own” sind mit Mac OS X und Windows ausgestattete Geräte durch Lücken in Safari respektive Flash kompromittiert worden.
Nur das Open-Source-System Linux konnte den Experten-Attacken erfolgreich standhalten.
Bei dem vom Sicherheitsunternehmen TippingPoint gesponserten Ereignis bei der Sicherheitskonferenz CanSecWest Ende der Vorwoche konnten Experten Laptops gewinnen, wenn sie sich via Zero-Day-Exploits Zugriff auf Dateien im System verschafften. “Ein interessanter Wettbewerb, denn nicht jeder hat die Fähigkeiten, Zero Days zu finden”, urteilt Mikko Hyppönen, Security-Spezialist bei F-Secure.
Mit OS X Leopard 10.5.2 auf einem MacBook Air, Vista Ultimate SP1 auf einem Fujitsu-Gerät und Ubuntu Linux 7.10 auf einem Sony-Notebook waren die drei großen Betriebssystem-Namen als Angriffsziele am Start.
Die drei Zielsysteme waren auf den jeweils aktuellsten Stand gepatcht. Am ersten Tag des Wettbewerbs war den Teilnehmern nur der Angriff über das Netzwerk auf das Betriebssystem an sich möglich. Dabei gab es ein für die Betriebssystem-Hersteller durchaus erfreuliches Ergebnis, denn hier gab es zunächst keinen erfolgreichen Hack-Versuch. “Das ist eine deutlich bessere Situation, als es vor zwei Jahren der Fall gewesen wäre”, meint Hyppönen. In weiterer Folge wurden die Angriffsvektoren jedoch ausgeweitet. Am zweiten Wettbewerbstag wurden auch Angriffe zugelassen, die Standardanwendungen betreffen und Nutzerinteraktion erfordern. Dazu zählen etwa Methoden, die Lücken in E-Mail- oder Browser-Software nutzen.
Für den letzten Tag des Wettbewerbs wurden die Regeln noch weiter aufgelockert, Angriffe konnten auch über nach Ansicht der Jury populäre Anwendungen von Drittanbietern durchgeführt werden.
Der Browser wurde OS X am zweiten Tag zum Verhängnis.
Ein Team von Independent Security Evaluators (ISE) rund um Charlie Miller konnte durch eine Lücke in Apples Browser Safari das MacBook Air und 10.000 Dollar gewinnen. Der Sicherheitsexperte gab an, sein Team habe sich für Leopard als nach ihrer Einschätzung leichtestes Angriffsziel entschieden. Apple und Safari waren schon einmal in die Schusslinie von ISE geraten, als die Sicherheitsexperten im Juli 2007 die Entdeckung der ersten Sicherheitslücke für das iPhone verkündeten. Am dritten Tag konnte das Team um Shane Macaulay vom Sicherheitsberatungs- und Softwareentwicklungsunternehmen Security Objectives eine Lücke in Adobes Flash für einen erfolgreichen Angriff auf Windows nutzen, der dem Team zusätzlich zum Fujitsu-Laptop 5.000 Dollar einbrachte. Linux wurde bei dem Spezialisten-Wettbewerb nicht erfolgreich geknackt, was nach Hyppönens Ansicht durchaus als Zeichen für eine insgesamt bessere Sicherheit des Betriebssystems zu werten ist. “Es gibt noch einiges zu tun”, meint Hyppönen allerdings angesichts der beiden erfolgreichen Angriffe.
Die beim Wettbewerb erfolgreichen Sicherheitsexperten haben sich verpflichtet, erst dann der Öffentlichkeit genaueres über die Schwachstellen bekannt zu geben, wenn die Anbieter entsprechende Patches fertiggestellt haben.

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Deutschland Debatte: Siegmar Gabriel sinniert
03/31/2008 04:51 PM

Also, es ist Wahl, jetzt, Landtagswahl, nächstes Jahr Bundestagswahl. Die Gräben beginnen gezogen zu werden, die Strategen vemühen sich krampfhaft, eine Differenzierungslinie zu erstellen. “Aufruf zu einer konstruktiven Zukunftsdebatte in der SPD / VON SIGMAR GABRIEL” ist eine Positionsbeschreibung, die Inhalte und Strategien der SPD zur kommenden Bundestagswahl erahnen läßt; Maßstab zur politischen Legitimation sei, dass man sich um Lebensbedingungen von Menschen national und international kümmerte.

Als Situationsbeschreibung stellt Gariel fest,

  • der Kapitalismus habe eine Alleinregentschaft, daher “Die Legitimationslasten für dieses politische und ökonomische Gesellschaftsmodell würden nunmehr eher größer denn kleiner sein”
  • es im Zuge der Globalisierung gab es Wachstums- und Wohlstandsschübe
  • gravierende Verwerfungen und Fehlentwicklungen innerhalb und außerhalb der Landesgrenzen
  • “Wohlstand für alle” ist realitätsfern
  • Mittelschicht ( Definition: Facharbeiter, die Gesellen im Handwerk, die Techniker, Ingenieure und Meister ebenso wie die Krankenschwestern, Polizisten, Beamten und Angestellten, Lehrer, wissenschaftlichen Mitarbeiter oder Selbstständigen, weit über die Hälfte der Bevölkerung, leidet an wachsender materieller Auszehrung und mangelnder Sicherheit ) Mitte in Deutschland unter erheblichen Druck geraten
  • die Mittelschicht hat dieses Land reich und wohlhabend gemacht, und sie füllen die Steuerkassen ebenso wie die Kassen der Sozialversicherungen
  • “Immer häufiger verlieren Angehörige der Mittelschicht ihren materiellen Status und finden sich schneller als früher am Rande der Wohlstandsgesellschaft wieder”
  • Reallohnverluste und Entlassungen in Zeiten der guten Konjunktur
  • Folgen der zunehmenden Leiharbeit
  • Lösung des Beginns des Renteneintrittsalters
  • Pflegenotstand, Leistungsdruck im Gesundheitsdienst
  • wachsende Altersarmut in Ostdeutschland
  • Steuern schmälern das verfügbare Einkommen der Bürger ( immer weniger verbleibt in den Taschen )
  • Tatsächlich glaubt ein wachsender Teil der Wahlbevölkerung nicht mehr wirklich, dass Politik noch einen wesentlichen Einfluss auf die Bewegungsgesetze der Ökonomie hat
  • Aus Sicht weiter Teile der deutschen Bevölkerung leben allerdings beide - die Spitzen der Wirtschaft und der Politik - längst in Parallelwelten, die kaum noch etwas mit dem Dasein der Normalbevölkerung zu tun haben
  • bei der Agenda 2010 wurde die Realität gespiegelt

“Der Neofeudalimus bestimmt über die Aufstiegschancen”

Gabriel bemängelt, aus “Aufstieg durch Leistung” wurde “Wohlstand wegen Herkunft”. Entwaffnend, vernichtend, ehrlich sein Resume “Dieser Neofeudalismus, der inzwischen Züge einer Klassengesellschaft trägt, zeigt sich auch in anderen Bereichen unserer Gesellschaft. Die Verteilung von Vermögen und Einkommen in Deutschland hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten gravierend auseinander entwickelt”; Garbiel scheint unten angekommen zu sein.

Um aber gleich danach wieder anzuheben, wenn er behauptet, “Mit was wollen wir denn 2009 zur Bundestagswahl antreten, wenn nicht auch mit den Erfolgen aus dann elf Jahren sozialdemokratischer Regierungspolitik”; erfolgreich? Was war erfolgreich. Auf der Habenliste steht in Wirklichkeit nur eines: die Nichtteilnahme am Irakkrieg. Aus, Ende!

Geradezu lächerlich wird es, wenn er die Leistungsträger dieser Gesellschaft darstellt: “Der Kern eines politischen Angebots an die eingangs beschriebenen tatsächlichen Leistungsträger unserer Gesellschaft bleibt eine überzeugende Wirtschafts- und Finanzkompetenz”; oh je: die Hochkompetenz unserer Finanzmanager haben immerhin in Landes- und Privatbanken Milliarden verschleudert! Ein Wirtschaftminister schwätzt von täglichen 1400 neuen Arbeitsplätzen, während in derselben Nacht die FAZ mitteilt ( Titel wurde von der FAZ nachts geändert ), “In der Wirtschaft werden mehr Stellen gestrichen als geschaffen” und das ZDF online titelt “Trendwende bei Stellenbilanz von Großunternehmen”. Peinliche Analyse, Herr Gabriel, der ja selber kritisiert, dass Politiker in einer Zweitwelt leben.

Wie wenig sich Gabriel als Wirtschaftsminister eignet, wird deutlich, wenn man seine Einschätzung “Sie ( Anmerkung: sie =die Kompetenz der Leistungsträger ) muss auch in Zeiten der Globalisierung wirtschaftliche Stabilität, Wachstum und Beschäftigung ermöglichen und uns gleichzeitig den sozialen und den ökologischen Herausforderungen der kommenden Jahre stellen” durchdringt: Interdependenzen NULL, peinlich! Ihm kommt auch nicht in den Blick, dass die Binnennachfragefunktion auch eine Funktion der Sättigungsgrade ist!

Seine Erkenntnis “Entweder wir finden glaubwürdige Angebote und Wege - national, europäisch und international -, wie die positiven Folgen der Bereitschaft zu Leistung und Solidarität wieder erfahrbar werden, oder das Politikangebot der SPD wird keine ausreichenden Mehrheiten finden” führt zu dem Appell “Wir werden uns also gemeinsam ändern müssen: politisch, aber auch habituell”.

__________

Will man Gabriels Ergüsse bewerten, so bliebe festzustellen

  1. Die Lage in Deutschland muss verdammt schlimm sein, wenn das Desaster schon in der Politikerwelt angekommen ist!
  2. Warum führten die vielfach richtigen Situationsbeschreibungen nie zu politischen Veränderungen, ist dazu die SPD vielleicht innerlich zu sehr zerstritten, dass sie eine homogene Lösung der Bevölkerung anbieten könnten?
  3. Gabriels Zielrichtung ist der von ihm definierte Mittelstand mit kreuzbraven Berufen; ob das die allgemeine Definition “Mittelstand” ist, ist fraglich; klar ist, dass Gabriel es gern hätte, den Arbeiter auch als Mittelstand zu definieren - eine Skalaverschiebung, die der Arbeiter nicht unbedingt mitmachen muss
  4. Die besonders benachteiligten Personengruppen, Hartz IV- Betroffene, Mulitjobber, Kinder in Armut, Rentner scheinen nicht zum Bertrachtungshorizont der SPD zu gehören.

Alles in allem: sicherlich eine ansatzweise offene und schonungslose Position, die aber nur in Teilen die erforderliche identifikationsfähige Nähe zum wirklichen Geschehen unten widerspiegelt.

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Mein Parteibuch Blog: Begriffslose Ausdrücke
03/31/2008 03:55 PM

Manchmal ist es für Schreiberlinge sicher nicht verkehrt, etwas innezuhalten, sich und im Eifer, so er denn vorhanden ist, zu reflektieren. Sprache ist ein Mittel der Kommunikation, das einem Autoren leicht entgleiten kann. Das gilt besonders dann, wenn in der Sprache Worte benutzt werden, unter denen jeder etwas anderes versteht, ohne dass die Worte, so wie sie gemeint sind, gewissenhaft erklärt werden. Wilhelm Rettler gibt im Interview mit Reinhard Jellen bei der Jungen Welt einen Impuls, begriffslose Ausdrücke zu vermeiden und gibt mit den Worten “Linker” und “Sozialist” auch gleich ein paar - für den Kontext der Jungen Welt - provokante Beispiele für begriffslose Ausdrücke.

Zum Wort “Linker” sagt Wilhelm Rettler:

“Bei Lichte besehen, kann man damit überhaupt nichts anfangen. Woher kommt das Wort? Aus der parlamentarischen Sitzordnung! Eine exakte Definition ist mir nicht bekannt. Ich meine, mich daran erinnern zu können, daß ein zwischenzeitlich aus der Partei Die Linke ausgetretenes Bottroper Mitglied erklärt hat, es sei für die soziale Marktwirtschaft. Dann gelten die RAF-Leute als links, weiter die Kommunisten und die Mitglieder der Partei Die Linke, die nicht einmal ein Programm hat. Ich finde, daß Wort Linker hat überhaupt keinen Erkenntniswert und sollte deshalb besser vermieden werden.”

Auf das Wort “Links” als gemeinsame Definition eines politischen Standortes konnte man im Parteibuch vor langer Zeit schon mal die deftige Satire “Die Linkspartei - Partei des Linksverkehrs” lesen. Wäre es nicht besser, anstatt in Begriffen wie “Links” und “Rechts” in komplizierteren aber bestimmteren Begriffen zu denken und zu schreiben? Es sagt doch viel mehr aus, anstelle von “links” friedfertig wie Matin Luther King, unerschrocken wie Sophie Scholl, standhaft wie Otto Wels oder solidarisch wie Felicia Langer zu schreiben.

Zum Wort “Sozialist” erklärt Wilhelm Rettler, warum er das für einen begriffslosen Ausdruck hält, leicht verkürzt wie folgt:

“Um dies zu erläutern, muß ich einen gedanklichen Umweg über den Begriff des Kommunismus machen. Der ist ja klar definiert als klassenlose Gesellschaft, in der der Grundsatz gilt, jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinem Bedürfnissen. … Das ist natürlich eine Definitionsfrage, über die man sich verständigen muß. Der Sozialismus wird gemeinhin als Vorstufe zur kommunistischen Gesellschaft definiert. Eine negative Definition. Negative Definitionen sind immer schlecht. Ich kann natürlich den Begriff Auto so definieren, daß es sich nicht um ein zum Verzehr geeignetes Lebensmittel handelt. Diese Definition ist zwar richtig, aber ohne Erkenntniswert. Der Begriff Sozialismus ist trotzdem unverzichtbar, weil er eine Gesellschaftsformation bezeichnet, die auf dem Wege zum Kommunismus ist. … Man könnte nun vordergründig sagen, daß ein Sozialist einer ist, der die sozialistische Gesellschaftsordnung anstrebt. Was soll man aber von so einem halten, der eine Gesellschaftsordnung anstrebt, die ihrerseits dieselbe gar nicht bleiben will. Das ist so, wie wenn einer einen Zug besteigt, aber nirgendwo hinwill.”

Nun, am Begriff des Kommunismus kann man sicher auch viel kritisieren, wie zum Beispiel, dass es die klassenlose Gesellschaft gar nicht geben kann, weil sich in einer Gesellschaft ständig neue Klassen herausbilden. Ähnliche Kritik passt auch auf andere Utopien. Mahatma Gandhi würde dazu vielleicht sagen: Der Weg ist das Ziel.

Zwar sagt auch das nicht wirklich viel aus. Aber vielleicht gibt dieser seichte Artikel dem einen oder anderen einen Impuls. Schreiberlinge können sich auch dadurch von anderen positiv unterscheiden, dass sie behutsam mit begriffslosen Ausdrücken sind, wie man sie zu Hauf in der Propaganda der Massenmedien findet. Mein Parteibuch findet die Gedanken jedenfalls nützlich und dankt Wilhelm Rettler für den Moment des Innehaltens.

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Der Spiegelfechter: Rechtspopulisten unter sich
03/31/2008 03:31 PM

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders lebt von Selbstdarstellung und Provokation. Ins niederländische Parlament kam der wasserstoffgefärbte Rechtsaußen durch billigen Populismus, Xenophobie und eine undifferenzierte radikale Islamkritik, wie sie auch in Deutschland en vouge ist. Wilders Meisterstück war die Ankündigung, einen „Film" zu drehen, der belegen soll, dass Islam und Koran faschistisch seien und daher in den Niederlanden verboten werden müssten – Wilders ceterum censeo.

Nachdem Wilders kalkulierte Provokation im Vorfeld ihren Höhepunkt erreicht hatte, verpuffte sie mit der Veröffentlichung des dilettantischen Machwerks, das die Financial Times Deutschland ein „stümperhaftes Bastelwerk eines Hobbyfilmemachers" nennt. Dennoch hat Wilders genau das erreicht, was er wollte – ihm ging es ja nicht darum, niederländische Botschaften in der arabischen Welt brennen zu sehen. Hätte er das gewollt, hätte er den Film provokanter gestaltet. Wilders wollte Werbung in eigener Sache machen, indem er sich als „mutigen" Kritiker präsentiert, der offenen Auges dem Feind ins Angesicht schaut und die gesellschaftliche Doppelmoral bloßstellt.

Islamismus ist ein Problem – allerdings ist er vor allem ein Problem für die arabische Welt. Im Westen wird Islamismus dafür instrumentalisiert, immer neue Sicherheitsgesetze zu verabschieden, die die Verfassung und die Bürgerrechte aushöhlen, von politischen Fehlern abzulenken und eine expansive und militärische Außenpolitik betreiben zu können. Die Profiteure des Islamismus sind nicht etwa die Muslime, sondern autoritäre Sicherheitspolitiker, außenpolitische Falken, christliche Kulturkämpfer und Gegner einer offenen Gesellschaft.

Es steht außer Frage, dass es unter einigen muslimischen Migranten anachronistische Vorstellungen von Werten wie Familienehre, Gleichberechtigung, persönlicher Freiheit und Gewalt in der Familie gibt. Meist resultieren diese Probleme aus kulturellen und nicht aus religiösen Vorstellungen und sind ein Anzeichen von geringer Bildung. Migranten aus dem arabischen Kulturraum per se ablehnen zu wollen und die Religion Islam verbieten zu wollen, ist ganz sicher keine Antwort auf diese Probleme, sondern billigster Populismus, der auf dem Rücken der Schwachen der Gesellschaft ausgetragen wird. Keine Toleranz der Intoleranz – egal ob sie aus patriachalischen arabischen Stammeskulturen oder aus der reaktionären kulturchauvinistischen europäischen Mitte kommt. Hassprediger wie Wilders verbreiten Intoleranz und machen sich der gleichen Verbrechen schuldig, wie ihre islamistischen Pendants, mit denen sie in populistischer Symbiose leben. Die Machart von Wilders Pamphlet erinnert auch in frappanter Weise den Islamistenvideos und die inhaltliche Aussage ist ähnlich undifferenziert, plump und hetzerisch.

Wilders ist jemand, der provoziert und diffamiert. Er versteht es, Ängste zu schüren, Fragen zu stellen - auf die er aber selbst keine Antwort weiß. Er sagt einfach: Die Muslime sind alle potentielle Mörder, wir dürfen keine mehr ins Land lassen, wir müssen den Koran verbieten. Das ist billigster Populismus. Doch damit kommt er jeden Tag in die Schlagzeilen. Obwohl er ein stocksteifer Typ ist, der seinen Text runterleiert und der wegen seines gegelten, wasserstoffblondierten Haares “Mozart” genannt wird. Aber der Mann ist auch geschickt: Er haut Parolen raus und dann taucht er ab. Politik und Medien stürzen sich auf seine Zitate und diskutieren sie tagelang. Nur er selbst ist nicht mehr da, er ist weg, gibt keine Interviews. Ein feiger Rechtspopulist, der den Dialog - insbesondere mit Muslimen - scheut.
Ludger Kazmierczak - WDR-Redakteur

Es mag kaum verwundern, dass gerade Henryk M. Broder, Wilders Bruder im Geiste, sich nun lautstark für den wasserstoffblonden Provokateur einsetzt. Der publizistische Rechtspopulist Broder echauffiert sich auf SPON über den Begriff „Rechtspopulismus" und verteidigt Wilders als einen mutigen Kämpfer gegen die vermeintliche Feigheit des Westens. Broder vertritt die Position, der Begriff „Rechtspopulismus" habe momentan Konjunktur und würde als politischer Kampfbegriff eingesetzt, um sich inhaltliche Auseinandersetzungen ersparen zu wollen. Das ist recht mutig formuliert - vor allem in Bezug auf Wilders. Dieser ist als Politiker bekannt, der sich nie einem Dialog stellt der nie inhaltliche Diskussionen führt und dem jeglicher Willen zur Differenzierung abhanden gekommen ist. Der islamische TV-Sender NMO hatte Wilders angeboten, seinen Film „Fitna" auszustrahlen - Wilders lehnte ab, zu seinem kalkulierten Skandal gehörte nun einmal die provozierte Ablehnung und Ausgrenzung, auch wenn diese nur als solche empfunden wird. Von einer inhaltlichen Auseinandersetzung kann hier kaum die Rede sein, zumal Wilders Thesen kaum einer inhaltlichen Diskussion standhalten könnten. Aber genau dies ist die Masche von Rechtspopulisten, wie Broder und Wilders – man stellt sich nur all zu gerne als mutiges Opfer dar, dem das politische und das Medienestablishment böse mitspielen und mit dem sich niemand inhaltlich auseinanderzusetzen wagt.

Viele wollen sich inhaltlich mit Broder oder Wilders auseinandersetzen, nur scheuen diese die Diskussion, da sie ja bei einer differenzierten Betrachtung entzaubert werden könnten. Broder mokiert anhand des Beispiels Ton Buhrow, die vermeintlich „zentralgesteuerte" Sprachregelung der Medien, die Wilders einen „Rechtspopulisten" nennen – man kann die Medien für viele Sprachfehler kritisieren, aber man muss den Feind auch beim Namen nennen dürfen. Die Financial Times Deutschland nennt Wilders sogar einen Rechtsradikalen und die Tagesschau nennt ihn einen Rechtsausleger – Null Toleranz gegen Intoleranz.

Broder und Wilders sind auch keinesfalls mutig – sie scheuen die Diskussion und den Dialog und nehmen es wissend in Kauf, dass sie mit ihrer Fundamentalkritik (man könnte es auch Hetze nennen) eine ganze Bevölkerungsgruppe stigmatisieren. Nicht die Gesellschaft ist feige, sondern Rechtspopulisten wie Broder und Wilders. Sie sind das röhrende Breitschwert und nicht das lautlose Florett. Wenn Broder sich über eine feige Positionierung der Medien und über eine Unterdrückung vermeintlich mutiger Meinungen mokiert, so ist dies natürlich ein schlechter Witz, wenn er dies im Topartikel des größten deutschen Nachrichtenportals tut. Auch Wilders kann sich kaum über mangelndes Interesse beschweren – Google verzeichnet über eine Millionen Fundstellen, und dies sind sicher in den wenigsten Fällen die bedauernswerten unterdrückten Hetzerpublikationen á la PI.

Broder nennt Wilders einen „radikalen Liberalen", dessen Forderungen „extrem unpopulär" seien. Wie der Börne-Preisträger Broder auf die Idee kommt, einen Politiker, der sich bis dato ausschließlich damit hervorgetan hat, den Islam und den Koran verbieten zu wollen und Migranten am Zuzug zu hindern, als „liberal" zu bezeichnen, wird wohl Broders Geheimnis bleiben. Der Etikettenschwindel „liberal" ist bei rechtspopulistischen Parteien nicht eben neu – auch Haiders FPÖ und die Dansk Folkeparti treten unter „liberaler" Flagge an, betreiben aber eine rechtspopulistische Politik. „Extrem unpopulär" sind diese Themen ganz sicher auch nicht, wie Broders Auflagenzahlen und Wilders Klickrate beweisen – der Film soll bereits von jedem dritten Niederländer im Netz angeschaut worden sein.

Das Beste, was man gegen Populisten machen kann, ist, ihnen ihre Nahrung zu nehmen. Broder und Wilders benötigen den Eklat, wie die Luft zum Atmen. Wenn man ihnen gesellschaftlich mit mehr Gelassenheit entgegentritt und sie unaufgeregt entzaubert, verlieren sie ihre demagogischen Kräfte.

Jens Berger

Bildnachweis: Lifeleack, alle Montagen SPIEGELFECHTER (CC)

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Skandal: Schäubles Finger falsch
03/31/2008 03:26 PM

Heute berichtet das Frankfurter Magazin:

Wirbel um den Fingerbadruck von Wolfgang Schäuble. Sichere Quellen behaupten: Bei dem vom Chaos Computer Club (CCC) veröffentlichten Daktylogramm des Bundesinnenministers handelt es sich um eine Fälschung.

"Wir haben den veröffentlichten Fingerabdruck von Herrn Schäuble mit demjenigen verglichen, den wir in unserer Kundendatenbank gespeichert haben. Die Übereinstimmung liegt bei null Prozent", teilte ein Firmensprecher des Lebensmitteldiscounters LIDL am späten Sonntag Abend mit.

>>>mehr>>>

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rotglut.org: Autor von Rotglut.org wurde für seine Berichte hoch ausgezeichnet
03/31/2008 02:39 PM
"Gefühltes Bundesverdienstkreuz" wurde telefonisch von Günther Freiherr von Gravenreuth überreicht Der Autor wurde bekanntlich neulich von Günther Freiherr von Gravenreuth als "Arschloch" bezeichnet. Nach kurzem Überlegen ist der Autor zu dem Schluss gekommen, dass eine solche Bezeichnung aus dessem Mund nicht etwa e ... [Link] [Cache]
Warnung vor Identitätsdiebstahl: "Unbekannter" benutzt Mailadresse "fastix@gmx.de" [Update]
03/31/2008 02:39 PM
Kriminelle Handlung hat offensichtlich Methode Derzeit benutzt eine Person - sei es Gravenreuth selbst oder eine Person aus seinem Umfeld - die Mailadresse "fastix@gmx.de" und täuscht so vor der Autor zu sein: Return-Path: fastix@gmx.de ... [Link] [Cache]
Wall Street: Raffen bis der Doktor kommt
03/31/2008 02:27 PM
rhbl

„Möge Euch nie der Reichtum ausgehen, Epheser, damit nicht offenbar wird, wie verkommen Ihr seid", schrieb Heraklit 500 v. Chr. seinen Mitbürgern ins Stammbuch.

Heute liegt Ephesus an der Mündung des Hudson River in den Atlantik und heißt New York. Aus dem antiken König Krösus ist der Milliardär Bloomberg (11,5 Mrd. Dollar Vermögen) geworden, der sich den Bürgermeistertitel von New York 75 Millionen Dollar kosten ließ. Die Touristikindustrie gibt sich alle Mühe, die acht Millionen Stadt aufzuhübschen, doch ein Blick in die New York Times genügt, um die trostlose Verkommenheit der amerikanischen Gesellschaft selbst im Sportteil ihrer Zeitungen zu entdecken.

Der Ruf New Yorks als globaler Zentrale der Raffgier und Verdorbenheit ist bis zu den Machern des gewaltverherrlichenden Computerspiels GTA IV (Grand Theft Auto) vorgedrungen, die ihr primitives Machwerk passend am Hudson River angesiedelt haben. Mit dem aus dem Internet an den Eltern vorbeigeschmuggelten "Computerspiel" Grand Theft Auto lernen Kinder hierzulande, wie man Polizisten ermordet, vergewaltigt, raubt und stiehlt. Zwar spielten auch schon frühere Teile der GTA-Serie in der fiktiven Stadt "Liberty City", die Anlehnung an das reale New York wurde jedoch bisher nicht so klar herausgearbeitet. Im Trailer zum vierten Teil, der Mitte Oktober in den USA und Europa erscheinen soll, sind nun eindeutige Markenzeichen von New York wie die Freiheitsstatue, das Empire State Building, das Chrysler Building und die Brooklyn Bridge zu sehen. Niemand muss jetzt noch nach Las Vegas fliegen, um den amerikanischen Alptraum von Geldgier, brutaler Gewalt, Kriminalität und Disney Land live zu erleben.

Dank Internetexplorer und reichlich vorhandenen Kopiermöglichkeiten kann sich jeder technisch mäßig begabte Minderjährige hinter dem Rücken seiner Eltern den "Kick" heimlich auf seinen PC holen. Wenn es in Deutschland eine funktionierende Justiz und eine Kanzlerin mit Rückgrat gäbe, wäre den US-amerikanischen Herstellern und Vertreibern von hierzulande strafrechtlich verbotenem, gewaltverherrlichenden Software-Schund à la GTA schon längst das schmutzige Handwerk gelegt worden. Aber wer von den Zuständigen wird sich schon mit den US-Herstellern aus der milliardenschweren Softwareunterhaltungssparte anlegen, die dann der CDU oder SPD keine dicken Spenden mehr überweisen?

Wie schädlich sich der Konsum gewaltverherrlichender Medien auf die amerikanische Jugend ausgewirkt hat, konnte man nicht nur in den Kriegen der USA in Vietnam, im Irak oder in Afghanistan beobachten. Der Alltag in der amerikanischen Gesellschaft ist so gewalthaltig, dass zarten Seelen unbedingt von einer Shopping-Tour in die USA, insbesondere nach New York abgeraten wird.

Wie verkommen gerade die Stadt New York ist, lässt sich trotz aller kosmetischen Verharmlosungsversuche aus der Kriminalstatistik von Newark entnehmen, dem Hinterhof von New York. Die vermutlich geschönte New Yorker Kriminalstatistik meldete für den Big Apple für 2007 „nur" 433 Tötungsdelikte und 15.652 Fälle von schwerer Körperverletzung. In the Midst of the Money wurde mit der "Null-Toleranz-Politik" der Polizei bei den Bettlern, Drogendealern und Taschendieben zumindest statistisch aufgeräumt.

Noch besser frisiert als die Kriminalstatistik sind nur noch die Börsennachrichten von der Wall Street. Der Untergang der kriminellen Welt der US-Immo-Zahlenjongleure dürfte dennoch nicht aufzuhalten sein, auch wenn sie ihr Desaster mittels computerunterstützter Salamitaktik zeitlich strecken. Das dicke Ende kommt so sicher wie das Amen in der Kirche, denn Häuser kaufen keine Häuser. Wer die langen Reihen von leerstehenden Häusern z.B. in Cleveland/Ohio gesehen hat, wer mitbekommen hat, wie Tausende von Opfern der US-Immobilienkrise, ein riesiges Heer von Obdachlosen unter Plastikplanen vor den Toren von Los Angeles im Freien kampieren, der weiss, dass der amerikanische Traum zu Ende ist.

Die Zahl der Privatinsolvenzen ist im ersten Quartal um 27 Prozent gestiegen, teilte das unabhängige Amerikanische Institut für Insolvenzen mit. Allein im März haben sich 86 165 Verbraucher für zahlungsunfähig oder überschuldet erklärt, ein steter Anstieg von 76 120 im Februar und 66 050 im Januar. „Wir erwarten, dass sich dieser Trend im Laufe des Jahres fortsetzen wird", teilte die Organisation weiter mit (Handelsblatt). 28 Millionen US-Amerikaner leben bereits von den Lebensmittelkarten der Sozialhilfe, die höchste Zahl von Bedürftigen seit Einführung des Systems - und die Warteschlangen vor den Ausgabestellen werden immer länger.

Der Betrachter fühlt sich bei solch trostlosen Bildern eher in Flüchtlingslager in Somalia oder im sudanesischen Darfur versetzt. Nur, im Sudan ringt "der Westen" in einem verdeckten Kampf mit China um die Ölvorkommen in der sudanesischen Wüste, der verdeckte Krieg der amerikanischen Ölkonzerne hat schon hunderttausende von Sudanesen das Leben gekostet. Aber warum wird die amerikanische Unterschicht, warum werden die Schwarzen und die Hispanos von ihren eigenen Landsleuten aus ihren elenden Holzhütten verjagt? Seit wann gibt es Ölvorkommen unter den Armenvierteln von Cleveland/Ohio? Welche amerikanischen Banker und Trickbetrüger konnten da wieder mal den Hals nicht vollkriegen und haben ihre eigenen Mitbürger gleich schichtweise reingelegt? Warum schützt die US-Regierung ihre Bürger nicht?

Die Antwort ist einfach. Die US-Regierung ist selbst Teil dieses gewaltstrotzenden, betrügerischen und ausbeuterischen Raffer-Systems, von dem sich Europa schleunigst abkoppeln muss. Obwohl gerade jetzt die NATO-Propaganda verzweifelt versucht, das Bündnis der Reichen schönzureden und vor allem Deutschland als die europäische Zentralmacht stärker in das Afghanistan-Kriegsabenteuer hineinzuziehen, erinnern sich die Kontinentaleuropäer an die w a h r e n christlichen und sozialen Grundwerte.

Die christliche Nächstenliebe und die katholische Soziallehre verbieten es, die sogenannte Dritte Welt, d.h. die Armen und Entrechteten jenseits der Nordatlantik-Anrainerstaaten, mit dauernden Finanzbetrügereien auszuplündern. Wir Alt-Europäer machen nicht mit, wenn uns die Kriegstreiber in den USA dazu auffordern, Länder der Dritten Welt mit mörderisch kolonialen Militäreinsätzen - uns doofen Deutschen gegenüber als „A u s l a n d s e i n s ä t z e" verharmlost - zu bestrafen. Es wird höchste Zeit, dass sich nicht nur die muslimischen Völker der Welt gegen den ständigen Diebstahl des Öls, den Raub der wertvollsten Rohstoffe und gegen die andauernde Plünderung besten Humankapitals (via Greencard) wehren und die korrupten Marionettenregierungen der kriminellen US-Regierung abservieren.

Friedlicher und fairer Handel und Wandel erfordern, ein für allemal Distanz zwischen dem Abendland und den miesen angloamerikanischen Finanzbetrügern von der Sorte David Rubenstein et alii an der Wall Street zu schaffen. Die Wirtschaftsbeziehungen mit den asiatischen Märkten sind entsprechend zu intensivieren, um das künftig wegfallende nordatlantische Handelsvolumen zu ersetzen.

An Stelle des Nato-Paktes ist ein EU-Bündnis bewaffneter Neutralität zu begründen, mit dem die Risiken abgefangen werden, die sich aus dem Zusammenbruch der Weltmacht USA und ihrer angelsächsischen Mitläufer in den nächsten zwanzig Jahren ergeben (Pierre Conesa, Le Monde Diplomatique). Auf der am 02.04.2008 beginnenden Nato-Konferenz in Bukarest sollte dem amerikanischen Präsidenten Bush von den Europäern endlich reiner Wein eingeschenkt werden. Die NATO ist dank seiner Lügentaktik völlig zerrüttet und endgültig obsolet. Mit Lügnern und Finanzbetrügern kann niemand dauerhaft verbündet sein.

War der Irakkriegslügner George W. Bush doch derjenige, der in seiner ersten Amtszeit auf einer Rollbahn in Kalifornien seine US-Bürger dazu aufrief, Enron-Aktien zu erwerben. Aktien jenes betrügerischen Unternehmens, das mit der Fa. Halliburton von Bushs Vize Cheney beste Geschäfte machte, bis es in einem desaströsen betrügerischen Bankrott endete. Das was Enron vorgemacht hat, machen die anderen US-Blasenimperien jetzt nach, ob sie Carlyle oder Bear Stearns oder sonstwie heißen und reißen die vom versifften und versippten Finanzgesindel heimtückisch kontaminierten europäischen Banken (Northern Rock, UBS, IKB, Landesbanken) noch mit in die Tiefe. Die Deutsche Bank unter dem famosen Herrn Ackermann, der zur Generation der Wirtschaftskriminellen Esser, v. Pierer, Schrempp gehört, wankt bereits. Am Schluss kracht die ganze verlotterte Entität zusammen, so wie das einstmals reiche Ephesus (türk. Efes), dessen Hafen verlandete und von dem in der türkisch-amerikanischen Anpreisung „Efes Night" in türkischen Diskotheken nur die Erinnerung an ausschweifende Gelage und durchtanzte Nächte geblieben ist.[Link] [Cache]
Freeman: Das neue Spiel - Bankenkrise!
03/31/2008 02:26 PM
Hier ist ein lustiges Brettspiel für die ganze Familie:



Danke Mama, danke Papa!

NDR extra3 [Link] [Cache]
Robert R. Bryan: »Mumia bleibt im Todestrakt«
03/31/2008 02:18 PM
mumia abu-jamalUS-Berufungsgericht hebt Todesurteil auf, Verurteilung wegen Polizistenmordes bleibt aber ­bestehen. Verteidigung kämpft um neues Verfahren. Ein Gespräch mit Rechtsanwalt Robert R. Bryan

Sie kämpfen für die Wiederaufnahme des Verfahrens, in dem Mumia Abu-Jamal 1982 zu Unrecht zum Tode verurteilt worden ist. Was ist der Kern der am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung des US-Bundesberufungsgerichts in Philadelphia ?
Das Todesurteil wurde aufgehoben, aber die 1982 erfolgte Verurteilung wegen Polizistenmordes nicht angetastet. Mein Mandant soll also keine Gelegenheit bekommen, seine Unschuld zu beweisen. ...
Interview weiterlesen[Link] [Cache]
Dominik Hennig: Fadys Credo
03/31/2008 02:13 PM
Auf die Frage "Was würdest du niemals tun?" ist seine erste Antwort: "In den Krieg ziehen." Eingedenk der von harten Schicksalsschlägen und traumatischen Kriegserfahrungen geprägten Kindheit des DSDS-Favoriten Fady Maalouf ist das mehr als verständlich. Der gefühlvolle Sänger hat, im Gegensatz zu all den wohlbestallten Muttersöhnchen, die die "pro-westliche" Bloggerszene bevölkern, buchstäblich am eigenen Leibe erfahren, was Krieg wirklich bedeutet. Mehrfach wurde er als Kind im Libanon durch Bomben schwer verletzt, physische und seelische Narben haben bis heute ihre Spuren hinterlassen. Gegenüber der Welt erzählt er von dem, was er in seinem jungen Leben bislang durchlebt und durchlitten hat, und davon, wie sehr ihm die Musik dabei geholfen hat, das Erlebte zu verarbeiten.

Wenn Deutschland der Ort wäre, in dem nicht nur sein riesiges Gesangstalent entdeckt und gefördert würde, sondern auch Fady Maaloufs großer Traum von einer Musikerkarriere in Erfüllung ginge, dann wäre selbst ich wieder einmal stolz auf mein Land!


Nächster Auftritt von Fady ist übrigens am Samstag, dem 5. April in der RTL-Sendung "Deutschland sucht den Superstar" um 20.15 Uhr.
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Sozial-Gangbang: Willkommen im Dilettantenstadl CSU
03/31/2008 01:43 PM
Kommentar: Das dicke Ei im Nest der bayrischen Landesregierung, der Transrapid, ist wohl Geschichte, auch wenn diverses CSU-Urgestein wie Peter Ramsauer versucht, das Erbe des Übervaters der 10 Minuten Rede nicht sang und klanglos untergehen zu lassen. Wer will ihnen das vorwerfen? Das Festhalten an altertümlichen Werten und Erinnerungen ist eben eine Ausdrucksform der Alterssenilität. Wir kennen alle die in Erinnerungen schwelgenden Alten, die sich nur noch daran erinnern können, daß früher alles besser war – früher war eben noch alles aus Holz.
Das galt auch stets für die führenden Köpfe der CSU. Aber heute ist auch für Menschen, die der Alterssenilität noch nicht zum Opfer gefallen sind, längst nicht alles besser, im Gegenteil. Der Kopf der CSU ist aus dem gleichen Material wie immer, nur heute ist das Holz wesentlich weicher.
Das dynamische Duo der landesregierenden Volksmusik, Erwin Huber und Günter Beckstein haben ein großes Problem. Nein, es ist nicht das mißlungene Milliarden-Projekt Transrapid. Auch die, nach vorsichtigen Schätzungen, 4 Milliarden, die von den kapitalistischen Glanzlichtern der freien bayrischen Marktwirtschaft verjuxt wurden, oder die vielen kleinen und mittleren Possen, die das dynamische Duo täglich liefert sind ihr Problem. Das eigentliche Problem der beiden ist, das niemand wirklich überrascht ist, über die ganzen Kapriolen, die derzeit in Bayern ablaufen. Irgendwie denkt jeder: Ja ne, is klar...
Dabei besteht auch keinerlei Hoffnung auf Besserung. Der Transrapid gehört der Geschichte an. Aber auf die dafür veranschlagten Gelder will man nicht verzichten. Um ehrlich zu sein, wer von uns würde auch schon freiwillig auf solch eine Geldspritze verzichten? Die Haltung der bayrischen Landesväter ist also durchaus nachvollziehbar, doch macht es aus Sicht des durchschnittlichen bayrischen Steuerzahlers wohl eher Sinn, die griffbereit liegenden Milliönchen zu verwenden, um das Feuer in der Landesbankenkrise zu löschen. Für die hirnlos verzockte Kohle ist schließlich nicht zuletzt der Star des Dilettantenstadls, der bayrische Finanzminister Erwin Huber mitverantwortlich. Statt dessen stellt man die Begehrlichkeiten der Stadt München über die de restlichen Steuerzahler im gesamten Rest Bayerns. Offensichtlich ist es nicht zumutbar, länger als 10 Minuten vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen zu fahren. Dabei vergessen die Nostalgiker der CSU, daß es noch gar nicht lange her ist, da ist man noch geritten oder mit der Kutsche gefahren.
Aber die Logik der bayrischen Landesregierung funktioniert anders. Während man sich im Dilettantenstadl den Schwarzen Peter für die immer neuen Entgleisungen aufgrund der vorherrschenden Inkompetenzkompetenz zuschiebt, wird wohl auch im wohlhabendsten aller Bundesländer die Zeche mal wieder am Steuerzahler hängen bleiben.
Da der durchschnittlich Intelligente Wähler die Politik der Landesväter aber ohnehin erst ab 2 Promille aufwärts versteht, ist man im Dilettantenstadl guter Dinge, daß der Wähler dieses Fiasko bis zur nächsten Wahl wieder vergessen hat. Besoffen sein hat also auch Vorteile, also gemma`...
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OSTBLOG: Ich habe nichts zu verbergen!
03/31/2008 01:32 PM

Nachdem die Zeitschrift des Chaos Computer Clubs „ Die Datenschleuder" den Fingerabdruck des Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble veröffentlichte, kommentierte dieser gegenüber der Zeit: "Mein Fingerabdruck ist kein Geheimnis, den kann jeder haben. Ich habe nichts zu befürchten."

„Ich habe ja nichts zu verbergen!" ist eine beliebte Argumentationslinie der BefürworterInnen von mehr Überwachung.

http://www.heise.de/newsticker/Schaeubles-Fingerabdruck...
http://www.zeit.de/online/2008/14/fingerabdruck-schaeuble-ccc?page=all

Die aktuelle Nummer 92 der „Datenschleuder" gibt's erstmal nur in Papierform und steht erst später als pdf-Download bereit. Zunächst müßt Ihr Euch mit dem Editorial begnügen:
http://ds.ccc.de/092/editorial.html

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GROSSE WORTE: Fliegerschule wird abgerissen
03/31/2008 01:20 PM

Taucha. Im Mai wird die ehemalige Fliegerschule Taucha abgerissen. Der Gebäudekomplex, der seit 1990 zum DRK-Altenheim „Am Veitsberg“ gehört, muss dann einem Erweiterungsbau weichen. Damit verschwindet die einzige Fliegerschule der Region. Grund genug für Wolfgang Rumpelt, Vorsitzender des Leipziger Vereins für Luftfahrt, dem Haus einen letzten Besuch abzustatten. Für Rumpelt vor allem eine emotionale, aber auch historisch wertvolle Angelegenheit.

Schweren Herzens geht Rumpelt über den langen Gang. Die Türen zu den einstigen Wohnräumen der Flugschüler stehen offen. Von der Decke tropft Regenwasser. Fahles Licht dringt durch die dreckigen Fenster und spiegelt sich auf der Pfütze, die sich auf dem Fußboden gebildet hat. Ein Geruchsgemisch aus abgekratzter Tapete und feuchtem Beton liegt in der Luft. „Kein schöner Zustand“, sagt Jens Bruske, Leiter des Altenheims, „man muss aufpassen, wohin man tritt. Kann sein, dass der Boden nachgibt“.

Rumpelt läuft interessiert durch die Räume. „Man muss sich das mal vorstellen, hier schliefen 1945 bis zu zehn Mann in den Zimmern“, sagt er. Seit einigen Jahren erforscht Rumpelt die Geschichte der Fliegerschule und der Mitteldeutschen Motorenwerke (Mimo), die direkt daneben lagen. „Hier in der Schule war die theoretische und in der Mimo die praktische Ausbildung. Viereinhalb Jahre hat so eine Ausbildung gedauert“, weiß Rumpelt. Die Einrichtung war während dieser Zeit nicht nur Lehr-, sondern auch Wohnort der meist jugendlichen Schüler. „Die waren ja oft gerade erst 14 Jahre alt, kamen von überall her und wurden hier wie Soldaten behandelt. Ich schätze, es waren mindestens 200 Mann hier stationiert.“ Bei so vielen Menschen war eine eigene Infrastruktur nötig. „Es gab hier eine Schneiderei, Schusterei, Bibliothek, eine Küche und eine Krankenstation“, zählt Rumpelt auf.

Das Interesse für die Fliegerschule kommt bei dem Leipziger nicht von ungefähr. Seit 1972 steuerte er Segel-, später Motorflugzeuge, arbeitete unter anderem als Schlepp-Pilot. „Ich habe mich schon immer dafür interessiert und wollte die Luftfahrthistorie ergründen. Speziell zur Leipziger Geschichte gibt es ab 1945 nicht viel Material. In der DDR war die Fliegerei auch eher Mist, weil sie ja staatlich kontrolliert wurde“, urteilt er. Darum freut er sich, dass es ab 2010 immerhin eine Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum zur Luftfahrt in Kriegszeiten geben wird. „Sicher wird dort auch etwas zur Mimo und der Schule zu erfahren sein“, sagt er und hofft auf mehr Stoff für sein geplantes Buch über die Flugschule. „Es gibt recht wenig Material dazu, die Recherche ist sehr schwer. Ich habe darum Kontakt zu alten Veteranen aufgenommen. Einer aus dem norddeutschen Raum wird eine große Rolle in meinem Buch spielen.“ Erste Informationen will Wolfgang Rumpelt im April im Rahmen eines Vortrages über den Flugplatz Schwarzer Berg preisgeben, den er im Tauchaer Rathaus halten will. „Da spielt die Schule auch eine Rolle“.

Am 17. April 1945 zogen die Amerikaner in Taucha ein. Bis einen Tag davor wurde in der Fliegerschule noch unterrichtet. 1947 kam das Aus für die Mimo – sie wurde gesprengt. Reste der Fabrik und Zeugen des Krieges finden sich heute noch in dem Waldstück, das im Volksmund Mimo genannt wird. Von der Fliegerschule wird nichts mehr bleiben – das DRK will neue Gebäude bauen. „Es liegt eine Konzeption vor, über die wir aber noch nichts verraten können. Der Pflegebereich ist im Wandel und wir suchen nach neuen Alleinstellungsmerkmalen“, so Leiter Jens Bruske.

Erschien am 29. März 2008 in der Leipziger Volkszeitung.

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GROSSE WORTE: Kinder verabschieden sich von Kindergarten
03/31/2008 01:17 PM

Taucha. Geschminkte Kinder, ein gemeinsames Frühstück mit den Eltern und strahlende Gesichter, wohin man blickt. Wer gestern den Kindergarten Zwergenvilla im Auenweg besuchte, glaubte sich auf einer verspäteten Faschingsfete wiederzufinden. Doch der Trubel hatte einen ernsten Hintergrund: „Wir feiern heute Abschluss und verabschieden uns an diesem letzten Tag vom Kindergarten“, so Leiterin Christiane Multerer. Wie berichtet muss die Einrichtung der Volkssolidarität aus baulichen Gründen schließen und wird ab Dienstag von der evangelischen Kindertagesstätte St. Moritz ersetzt. Ein Umstand, mit dem Multerer von Anfang an nie glücklich war. „Natürlich sind wir auch heute traurig. Ich war rund fünf Jahre hier und muss nun die Pforte schließen“, so Multerer.

Sie und die beiden Erzieherinnen werden aber weiterhin beschäftigt – sie wechseln in die neu entstandene Kita Crealino in Engelsdorf. Vier Kinder folgen dort hin, ein Großteil geht in die Tauchaer Kita St. Moritz.
Auch Jacqueline Stein wird ihre Tochter Cassandra in die kirchliche Einrichtung geben. „Es gibt ja wenig Alternativen und Engelsdorf ist mir einfach zu weit“, sagt sie. Betrübt über die Schließung war auch sie: „Ich bin ja selbst hier in den Kindergarten gegangen.“

Den ganzen Tag über gab es Geschenke von Eltern und Nachbarn. Unter anderem ein besonderes Foto. „Eröffnung Kiga Auenweg 1.8. 1964“ steht über der Schwarz-Weiß-Aufnahme, die damalige Erzieherinnen auf der Eingangstreppe zeigt. „Das hat hier vorhin eine Frau abgegeben, mit Blumen. Keine Ahnung, wer das war, die war ganz schnell wieder weg“, so Multerer, die sich bei den Eltern bedanken will. „Für die Treue und das Vertrauen.“

Erschien am 29. März 2008 in der Leipziger Volkszeitung.

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Oeffinger Freidenker: Fundstücke 31.03.2008
03/31/2008 01:09 PM
Die NDS analysieren weitere Hintergründe der Bahnprivatisierung.
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Noch einmal NDS: der Kampf gegen Kurt Beck.
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Le Monde diplomatique erklärt sehr gut die aktuellen Ereignisse um die Subprimekrise.
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in der jW findet sich die Widerlegung des häufigen Vorurteils, die reichsten 10% trügen 50% des Steueraufkommens und unser Steuersystem sei gerecht.
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In der Süddeutschen wird plötzlich ausgemacht, dass Lidl nicht das einzige Unternehmen ist, das seine Mitarbeiter schlecht behandelt.
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In der jW wird für das Recht auf Generalstreik geschrieben.
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Finger.Zeig.net: Ein Lebensabschnitt ohne DSL
03/31/2008 12:55 PM

Offenbar hat die Telekom, die mir schrieb, ich solle mich zurücklehnen und den Rest ihr überlassen, ein wenig übertrieben. Jedenfalls bin ich nun schon länger (als von ihr und mir geplant) ohne DSL - Anschluss. Wenigstens kann ich telefonieren. Und da ich im Moment ohnehin keine Zeit zum Bloggen habe…

Nun ja, das konnte sie ja nicht wissen. Hoffentlich halten sie den nächsten Termin ein. Wenigstens das Wordpress - Update sollte ich ja wohl mal langsam machen dürfen :-)

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Oeffinger Freidenker: Die Fahne im Wind
03/31/2008 12:20 PM
Auf der Toilette bevorzuge ich leichte Lesekost, weswegen ich mir gerade mal wieder die alten Spiegel-Jahrbücher geschnappt habe. Die meisten Seiten überblättere ich einfach, aber bei dem Artikel zur Köhler-Wahl 2004 (S. 106-108), "Präsident will `Kante zeigen´" von Jürgen Leinemann, kam ich dann aus dem ärgerlichen Kopfschütteln nicht mehr heraus. Hier auszugsweise die Passagen, die mich zu dieser ungesunden körperlichen Reaktion bewegten:
[...]So ist Horst Köhler ein deutscher Patriot geworden, einer, der mit der Vorstellung von sich selbst lebt, "dass ich einen Bezug zu Deutschland habe, der mir etwas gibt, und der mich froh macht". Ein Patriot freilich, für den Weltoffenheit die logische Ergänzung zur Heimatliebe ist. "Nur wer sich selbst achtet, achtet auch andere." Es irritiert ihn, dass es in Deutschland derzeit sowohl an Zuneigung zum eigenen Land mangelt als auch an Neugier auf die Freunde. [Seine Auslandsjahre] haben Horst Köhler gründlich das Staunen gelehrt über den Pessimismus, der heute im eigenen Lande herrscht. Ist er selbst [...] nicht ein Beispiel für die Möglichkeiten des Landes, die Dinge zum Besseren zu wenden, wenn man sie anpackt? Staunend erleben die Bundesbürger, wie dieser eher scheue Unbekannte sich ihnen als ein Spiegel darbietet, in dem sich viele Ältere erkennen können.
Ein solches Ergebnis hätte niemand erwartet, nachdem mit widerlichem parteipolitischen Gezerre die CDU-Chefin den politischen Nobody aus den USA durchboxte, im ihre eigene Machtposition zu festigen. [...] Beide Kandidaten reden klug und klar über sich und über das Land in einer frischen Sprache, die sich wohltuend abhebt von den ausgelutschten Polit-Floskeln der Parteiprofis. [...] Ein politischer Präsident will Köhler sein, tatsächlich redet er bisweilen, als wäre er der Bundeskanzler. Er fordert eine "grundlegende Erneuerung unseres Landes". Uns als gelernter Ökonom erspart er seinen Landsleuten nicht die Feststellung, dass er such Sorgen mache um den Zustand der deutschen Wirtschaft, die Arbeitsplätze und die soziale Sicherheit im Lande.
Ganz ehrlich: ich mache mir sorgen um die Qualität der Journaille in Deutschland, und das nicht erst seit gestern. Ich finde diesen Spiegelartikel symptomatisch für den ganzen Niedergang der journalistischen Kultur, nicht nur bei diesem Blatt. Der ganze Artikel ist nichts als eine einzige Lobhudelei auf Köhler und, in Maßen, auch auf seine damalige Herausforderin Gesine Schwan, die rot-grüne Alibikandidatin. Garniert wird das Ganze boulevardesk mit einigen Szenen aus dem Privatleben der beiden.
Albern auf der einen und geradezu abstoßend auf der anderen Seite finde ich vor allem zwei Dinge:
1) Die offenkundig richtig stupide Charakterisierung Deutschlands, Köhlers und Köhlers Verhältnis zu Deutschland. Zusammen mit Köhler staunt Spiegelautor Jürgen Leinemann über den verbreiteten Pessimismus in Deutschland: wo mag der nur herkommen? Da "erspart man als gelernter Ökonom nicht" an Pessimismus und wundert sich dann, wo er herkommt. Gleiches gilt für die Spiegelredaktion: ein Feuerwerk von Artikeln gegen den Sozialstaat und das "Modell Deutschland", Pessimismus aller Orten und Gabor Steingart. Woher mag das nur kommen?
2) In dem Artikel findet sich eine beständige Niedermachung der Politiker. "Widerliches parteipolitisches Gezerre" findet der Spiegel, beschwert sich über "ausgelutschte Polit-Floskeln" und stellt Prognosen an, wie Horst Köhler mit den Politikern zurechtkommen wird. Das ist nicht nur einfach Unsinn und hetzend, sondern auch inkonsequent. Denn wer wird denn sofort mit einem druckergeschwärzten Aufschrei der Empörung in sechsstelliger Auflage reagieren, wenn ein Politiker einmal NICHT nur unverbindliche Floskeln von sich lässt? Richtig, der Spiegel, und Leinemann wahrscheinlich vornedran. Ein Beispiel ist Kurt Beck: er hat in einem Anfall geistiger Umnachtung nicht nur Floskeln abgelassen, sondern strategische Überlegungen angestellt. Was ist passiert?
Ich veröffentliche diesen Artikel als symptomatisch für den Verfall der deutschen journalistischen Landschaft, und darin ganz besonders des Spiegel. Ich frage mich, wo das enden soll.
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HU-Marburg: Verschleudern ohne Rücksicht auf Verluste?
03/31/2008 11:53 AM
Dauerbrenner Bahn-"Privatisierung" - HU-Ortsverband Marburg.

Mit der Brechstange "privatisieren" möchten Politiker aus CDU/CSU und FDP die Deutsche Eisenbahn. Über die Bedenken von rund 80 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung und sogar das Votum eines SPD-Parteitags wollen sie sich schnöde hinwegsetzen.

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MellowBox: Wahlbetrug. Die Realität
03/31/2008 11:49 AM

In den Diskussionen um Wahlcomputer wird von Seiten der Regierung immer wieder betont, dass sogenannte Innentäter nicht existieren, Wahlvorstände absolut vertrauenswürdig und Manipulationen nahezu ausgeschlossen sind. Folgendes spielte sich dieser Tage in Oberbayern ab…

In der oberbayerischen Kreisstadt hat ein Stadtratskandidat der SPD in großem Stil Stimmzettel gefälscht. 113 davon hat der geständige Peter Kohlmorgen (64) nach bisherigen Erkenntnissen manipuliert. Dabei nutzte er sein Amt als Wahlvorstand seines Stimmbezirks aus. Während die restlichen Wahlhelfer die abgegebenen Stimmen von Bürgermeister- und Landratswahl auszählten, machte er sich an den Stadtratswahlzetteln zu schaffen. Wiederholt trug er SPD-Listenkreuze mit andersfarbigem Stift nach. Vor allem aber vergab er zuhauf für sich selbst, teils aber auch für andere SPD-Kandidaten die Höchstzahl von drei Stimmen. So brachte er es in besagtem Bezirk auf 331 Stimmen, in allen anderen durchschnittlich nur auf rund 20 bis maximal 70.
Aufgedeckt wurde der Betrug in Folge der Wahlanalyse der örtlichen Freien Wähler. Sie konnten sich dieses eine außergewöhnlich gute Ergebnis, mit dem Kohlmorgen nicht nur einen Genossen überflügelte, sondern auch der SPD den dritten Sitz sicherte, nicht erklären.

Durch Wahlcomputer, die wie bei der Hessenwahl geschehen, in Privathäusern der Wahlvorstände übernachten, ist eine Manipulation noch einfacher zu gestalten, und eventuell nicht nachprüfbar. Dort gab es vorallen in Bereichen mit der Computerwahl auffällige Ergebnisse, denen aber nicht nachgegangen wurde.

In den 8 Wahlkreisen bei denen Wahlcomputer zum Einsatz kamen zeigt sich eine auffällige hohe Anzahl (Landes-) Stimmen für die CDU. Es wurden durchschnittlich (pro Wahlkreis N=8) 39,81 % (90%-KI: 36,38 % - 43,23%) der gültigen Stimmen für die CDU abgegeben. Zu einem Niveau von alpha=10% ist der Unterschied damit zum Landesergebnis von 36,8% sogar signifikant!

Mehr zum Thema Wahlcomputer und Wahlbetrug findet sich HIER. Das Vertrauen zur Wahl lässt sich nicht einfacher zerstören.

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Geert Wilders: Fitna
03/31/2008 11:17 AM
in der Xing-Gruppe Querdenkerforum wird im Zusammenhang mit dem Film "Fitna" von Geert Wilders über die Frage diskutiert, wohin korrektes Denken führt.

Henrik Broder über die Frage wohin korrektes Denken führt

Ein Rechtspopulist - was ist das eigentlich? Der niederländische Politiker Geert Wilders wegen seines Video-Pamphlets "Fitna" jedenfalls nicht, meint Henryk M. Broder: Die Debatte über den Film entlarve vor allem die Feigheit des Westens vor dem Islam. ...

Quelle: Der Populist, der keiner ist

Sie sind herzlich eingeladen, sich dort oder hier an der Diskussion zu beteiligen.[Link] [Cache]
Principiis Obsta: „Tod den Arabern!"
03/31/2008 11:16 AM
Von Uri Avnery

Eine Geschichte hat sich meinem Gedächtnis eingeprägt: mein verstorbener Freund, der Dichter Rashed Hussein aus dem Dorf Musmus wurde zum Militärgouverneur in Natanya bestellt, der ihm sagte: nächstens ist der Unabhängigkeitstag, und ich möchte, dass du für diese Gelegenheit ein hübsches Gedicht schreibst. Rashed, eine stolzer junger Mann, weigerte sich. Als er nach Hause kam, saß seine ganze Familie auf dem Fußboden und weinte. Zuerst dachte er, es sei jemand gestorben. Doch dann rief seine Mutter aus: „Du hast uns ruiniert. Wir sind am Ende!" Also hat er doch ein Gedicht geschrieben.



MORGEN WIRD der 32. Jahrestag des „Tags des Bodens" sein, einer der entscheidenden Ereignisse in der Geschichte Israels.

Ich erinnere mich sehr gut an diesen Tag. Ich war am Ben Gurion-Flughafen auf dem Weg zu einem geheimen Treffen mit Said Hamami, Yasser Arafats Botschafter in London, als mir jemand erzählte: „Sie haben eine Reihe arabischer Demonstranten erschossen!"

Das kam nicht ganz unerwartet. Ein paar Tage zuvor hatten wir – Mitglieder des neu gegründeten israelischen Rates für Israelisch-Palästinensischen Frieden – Ministerpräsident Yitzhak Rabin ein dringendes Memorandum überreicht, das ihn davor warnte, dass die Absicht der Regierung, große Teile des Landes arabischer Dörfer zu enteignen, eine Explosion verursachen könnte. Wir fügten einen Vorschlag für eine alternative Lösung bei, die von Lova Eliav, einem erfahrenen Experten für Siedlungsfragen, ausgearbeitet worden war.

Als ich aus dem Ausland zurückgekehrt war, schlug der Dichter Yevi vor, dass wir unser Mitgefühl und unser Bedauern über die geschehenen Tötungen durch eine symbolische Geste zeigen sollten. Wir drei - Yevi selbst, der Maler Dan Kedar und ich - legten Kränze auf die Gräber der Opfer. Eine Welle des Hasses schlug uns entgegen. Ich hatte das Gefühl, dass etwas sehr Wichtiges geschehen sei, etwas das die Beziehungen zwischen Juden und Arabern innerhalb des Staates grundsätzlich verändert hatte.

Und tatsächlich: die Auswirkungen des „Tags des Bodens", wie das Ereignis von 1976 genannt wurde, war sogar stärker als die des Massakers in Kafr Qassem 1956 und auf die Morde im Zusammenhang mit den Oktoberereignissen im Jahr 2000.


DIE URSACHEN dafür gehen bis in die ersten Tage des Staates zurück.

Nach dem 1948er-Krieg war nur eine kleine, schwache, verängstigte arabische Gemeinschaft im israelischen Staat zurückgeblieben. Es waren nicht nur 750 000 Araber von ihrem Boden, der jetzt zum Staat Israel geworden war, entwurzelt worden, der zurückbleibende Rest war ohne jegliche Führung. Die politischen, intellektuellen und wirtschaftlichen Eliten waren verschwunden, die meisten gleich zu Beginn des Krieges. Das Vakuum wurde irgendwie von der kommunistischen Partei gefüllt, deren Führern erlaubt worden war, aus dem Ausland zurückzukehren – hauptsächlich um Stalin zu befriedigen, der damals Israel unterstützte.

Nach einer internen Debatte entschieden die Führer des neuen Staates, den Arabern im „jüdischen Staat" die Staatsbürgerschaft und das Stimmrecht zu gewähren. Das war nicht selbstverständlich. Aber die Regierung wollte der Welt zeigen, dass dies ein demokratischer Staat sei. Meiner Meinung nach war der Hauptgrund partei-politisch: David Ben-Gurion glaubte, er könne so die Araber dahin bringen, für seine Partei zu wählen.

Und tatsächlich: der größte Teil der arabischen Bürger stimmte für die Laborpartei (damals Mapai genannt), und ihre beiden arabischen Tochterparteien, die genau zu diesem Zweck geschaffen worden waren. Sie hatten keine andere Wahl: sie lebten in einem Zustand der Angst unter den wachsamen Augen des Sicherheitsdienstes (damals Shin Bet genannt). Jeder arabischen Hamula (Großfamilie) war genau gesagt worden, wie sie zu wählen hatte, entweder für Mapai oder eine der beiden Ableger. Da jede Wahlliste zwei verschiedene Stimmzettel hat, eine auf hebräisch und eine auf arabisch , gab es für treue Araber in jedem Wahllokal sechs Möglichkeiten, und es war für den Shin Bet ein Leichtes, sicher zu gehen, dass jede Großfamilie genau so wählte, wie sie zuvor instruiert worden war. Mehr als einmal erhielt so Ben Gurion nur mit Hilfe dieser unfreiwilligen Stimmen die Mehrheit in der Knesset.

Um der „Sicherheit" willen (im doppelten Sinn) wurden die Araber einer „Militärregierung" unterworfen. Jede Kleinigkeit ihres Lebens hing davon ab. Sie benötigten eine Genehmigung, um ihr Dorf zu verlassen, um in die nächste Stadt oder ins nächste Dorf zu gehen. Ohne die Genehmigung der Militärregierung konnten sie keinen Traktor kaufen, keine Tochter auf das Lehrerseminar schicken, keinen Arbeitsplatz für den Sohn oder eine Importlizenz bekommen. Mit Hilfe der Militärregierung und einer ganzen Reihe von Gesetzen wurden große Teile des arabischen Bodens für jüdische Städte und Kibbuzim enteignet.

Eine Geschichte hat sich meinem Gedächtnis eingeprägt: mein verstorbener Freund, der Dichter Rashed Hussein aus dem Dorf Musmus wurde zum Militärgouverneur in Natanya bestellt, der ihm sagte: nächstens ist der Unabhängigkeitstag, und ich möchte, dass du für diese Gelegenheit ein hübsches Gedicht schreibst. Rashed, eine stolzer junger Mann, weigerte sich. Als er nach Hause kam, saß seine ganze Familie auf dem Fußboden und weinte. Zuerst dachte er, es sei jemand gestorben. Doch dann rief seine Mutter aus: „Du hast uns ruiniert. Wir sind am Ende!" Also hat er doch ein Gedicht geschrieben.....

weiter...Uri Avnery[Link] [Cache]
FreiheIT-Blog: Staatsanwaltschaften verweigern sich der Musikindustrie
03/31/2008 11:14 AM

Die Staatsanwaltschaften Wuppertal und Duisburg verweigern seit Neuestem die Kooperation mit der Musikindustrie bei der Verfolgung von Raubkopierern im Internet. Dazu berichten offizielle Medien (so zum Beispiel WDR 2 heute morgen) in aller Ausführlichkeit – ich möchte die Angelegenheit aus juristischer Perspektive beleuchten, um deutlich zu machen, wie die Musikindustrie einfach versucht, sich unter Mithilfe der Staatsanwaltschaften zu bereichern.

Die meisten Internet-Provider unterhalten Listen darüber, wer wann mit welcher IP im Internet eingewählt war. Diese Listen sind natürlich nicht öffentlich zugänglich, so auch nicht für die Musikindustrie, sondern nur für Ermittlungsbehörden.

Die Musikunternehmen lassen also im Internet herausfinden, wer Tauschbörsen und Ähnliches benutzt, und erstatten dann (unter Angabe der IP und der Handlungen des IP-Benutzers) Anzeige; die Staatsanwaltschaften nehmen die Ermittlungen auf, normalerweise wegen Straftatbeständen nach §106 UrhG - gemäß §109 werden diese Fälle auf Antrag verfolgt, das bedeutet im Fall des ‚normalen' Raubkopierers: Nur auf Antrag.

Nachdem die Staatsanwaltschaft die Ermittlung aufgenommen hat (wobei sie neben den Arbeitsstunden ihrer Mitarbeiter auch die Auskunft bei den Telekommunikationsunternehmen bezahlen musste), beantragen die Musikunternehmen Akteneinsicht – dieses Recht steht ihnen als Verletzte nach §406e StPO zu – und in den Akten steht dann auch der Name und die Adresse des Beschuldigten. Dann wird eine Abmahnung geschickt, Ersatz für eine Zivilklage auf Schadenersatz. Der „arme Sünder" muss zahlen – so weit, so rechtmäßig, denn wer unberechtigt Werke verwendet, muss den Schaden ersetzen, der dadurch entsteht… und soweit, so gut, wenn die Unternehmen wirkliches Interesse an einer Strafverfolgung hätten. Nachdem sie ihr Geld haben, verlieren sie das Interesse an der Ermittlung, die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren für gewöhnlich ein – viel Aufwand bei den ohnehin überlasteten Ermittlungsbehörden, letztlich nur, damit die unaufhörlich Geld scheffelnde Musikindustrie noch mehr Geld scheffelt. Ich finde es richtig, dass die Staatsanwaltschaften und Wuppertal und Duisburg sich nicht weiter als Hilfswachmänner für diese Geldscheffelei missbrauchen lassen wollen.

Vielleicht gibt es noch mehr Stellen, an denen die Ermittlungsbehörden Staatsanwaltschaft und Polizei und der andere Zweig der Justiz, die Gerichte, sich verweigern könnten dagegen, zugunsten großer Konzerne zu arbeiten, während ihnen ihre wirkliche Bestimmung verloren geht.

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HU-Marburg: Die gestohlene Stunde
03/31/2008 10:53 AM
Freud und Leid der Sommerzeit - HU-Ortsverband Marburg.

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Gedankenverbrecher: Mp3:Carlo Schmid 1949 Das Grundgesetz - Sylvia Stolz und Horst Mahler 2007
03/31/2008 10:52 AM
  ~ Freiheit ausverkauft ~   Carlo Schmid - Das Grundgesetz im Parlamtentarischen Carlo Schmid - Zur Frage einer moeglichen Beflaggung der BRD Carlo Schmid - Eroerterung der aufzunehmenden Inhalte der Praeambel Carlo Schmid - Ueber Fortbestand und Reorganisation Deutschlands     2007-10-04 - Horst Mahler & Sylvia Stolz - Gespraech mit Michel Friedman in Muenchen Teil 1 2007-10-04 - Horst Mahler & Sylvia Stolz [...][Link] [Cache]
Duckhome: Glos hält Vollbeschäftigung für möglich
03/31/2008 10:43 AM

Liebe Qualtiätsmedien. Der Michel Glos glaubt auch an die unbefleckte Empfängnis, den Transrapid, den Osterhasen, den Weihnachtsmann und sonst allen auch nur eben vorstellbaren Schwachsinn. Bitte. Bitte. Was Michel Glos sagt ist keine Nachricht, nicht einmal Scheiße oder heiße Luft. Es ist gar nichts. Weckt den alten Mann nicht auf, haltet ihm keine Mikrophone hin, der ist nämlich nicht mehr grenzdebil.

Mit der aktuell herrschenden neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Politik und der Haltung der totalen Verantwortungslosigkeit, wird es weder Vollbeschäftigung noch vernünftig bezahlte Arbeit geben, sondern nur Spekulation, Bestechung, Diebstahl und Abzocke.


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Lurusa Gross: Ich möchte es nicht glauben
03/31/2008 10:22 AM

Nagasaki, Hiroshima, Iran.Jugoslawien,Afghanistan, Irak-Nuklearverseucht.

obwohl ich es schon mehrfach im Internet gelesen habe. Und dabei haben sie bereits viele kleine strahlende “Bömbchen” in verschiedenen Ländern abgworfen.

Und dieser Artikel von Nemeticos Politblog ist einfach wahnsinnig gut.

Danke für den Artikel und die saustarke Recherche und Zusammenstellung, meine Hochachtung.

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PromiPranger: Willi Herren - Trotz "TV-Entzug" ... Schwerer Rückfall und Zugedröhnt hinterm Steuer
03/31/2008 10:15 AM
"Ich glaub es geht schon wieder los" - Selbstironischer könnte dieser Willi Herren Titel kaum sein...

Bildquelle:Amazon Quelle: Express

mit über 2.5 Promille (erster Meßwert.. ) im Blut wurde Willi Herren am frühen Sonntag vormittag an einer Kölner Tankstelle gesichtet. Doch anstatt sich nen Taxi oder nen Krankenwagen zu rufen setzte sich der lebensmüde Willi wieder hinters Steuer.
Dummerweise hatte er auch vergessen die Süßigkeiten, die er torkelnderweise im Esso-Shop einsteckte, zu bezahlen...
Zum Glück konnte die von der Tankstellen-Kassiererin gerufene Polizei den total zugedröhnten Lindenstrassen-Star stoppen....
Ein Drogenschnell-Test verlief positiv und der Promille-Wert soll nach vorläufigen Tests auch bei über 2.5 Promille gelegen haben.
Armer Willi Herren findet der Pottschalk:"Wer soll ihm jetzt noch helfen, wenn ihm nicht einmal die mediale Aufmerksamkeit eines RTL-Kamera-Teams zu einem drogenfreien Leben verhelfen konnte?"
Vielleicht wird es mal an der Zeit einen ernsthaften Versuch zu starten....ich bezweifle nicht, daß Willi seine ganzen vorherigen Versuche nicht ernst genommen hat, aber ich zweifle stark an, ob sich Herr Herren selbst "ernst" genug nimmt.... und wenn letzteres nicht gegeben ist, dann bleibt er leider untherapierbar....
Pottschalk rät:"Willi ruf demnächst einfach durch, wenn du mal wieder einen drauf machen willst... ich komm gerne vorbei, sperre Türen und Fenster ab und begrüß Dich mit nehmen Eimer kalten Wassers, damit du wieder runter kommst..."

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Glasdemokratie: Ebay als Abmahnplattform
03/31/2008 10:08 AM
mit Winword Kohle machen Abmahnanwälte in Deutschland haben es nicht leicht. Damit 15-20 Anwälte aus Deutschland es schaffen, in einem Jahr 50000 Abmahnungen zu versenden, wird sicher so manche Golf-Partie ausgefallen sein. Nein, eine Abmahnung ist ja mit Textbausteinen aus Winword schnell gemacht. Aber das lästige Durchforsten der Ebay-Plattform nach Abmahnopfern ...[Link] [Cache]
Deutschland Debatte: Wortgenau
03/31/2008 10:07 AM

Findet sich bei der ftd folgendes Layout:

metzger-kommt-hinten-raus.jpg

Was soll man davon halten? Da ist der Metzger, ehedem GRÜNE, jetzt designierter CDU- Fritze, gestern bei der Will in Selbstdarstellungsrunde mit professoralem Besserwessi- Gehabe, unter der Überschrift “Was hinten rauskommt” zu finden. Iiiigitt!

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AK Vorratsdaten: Fluggastdatensammlung grundrechtswidrig - Klageschriften veröffentlicht (31.03.2008)
03/31/2008 09:44 AM
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat heute zwei Klageschriften des Europäischen Parlaments gegen die Fluggastdatenübermittlung in die USA veröffentlicht.[1] (/images/requetes_pe_pnr_2004-07-26.pdf) Daraus geht hervor, dass sowohl die Fluggastdatensammlung in den USA wie auch die von den EU-Staaten aktuell geplante Aufzeichnung des Reiseverhaltens grundrechtswidrig sind. [Link] [Cache]
Suboptimales: Das Magazine Politik Global berichtet - Die USA planen einen nuklearen Angriff !
03/31/2008 08:58 AM

Nuklear ExplosionDas Wochenmagazin Politik- Global berichtet über aktuelles Zeitgeschehen - ohne der Gleichschaltung oder Zensur zu unterliegen.Die Nachricht erschien dem Wochenmagazine im ersten Augenblick als zu monströs, aber eine tiefere Recherche in der Materie erhärtet Stück für Stück, was der Redakteur bei Baltimore Chronicle fand.Wenn man diese Meldung auch mal vergleicht mit dem Blog von Radio Utopie der schon viel früher berichtet hatte aus Internen Quellen das die USA schon lange Strategische Vorbereitungen trifft und unter anderem auch schon im Verbund , samt Deutschem U-Boot, dann macht das einem schon Angst.Hier einen Teil des Beitrages von Politik Global.

Strategie und Planung bestehen schon seit langem in den USA, mittels Atombomben den Iran anzugreifen, denn für einen Angriff mit Bodentruppen haben die USA keine Kapazität mehr.Die wechselnden Kriegsgründe, mal ist es das iranische Atomprogramm, das nach den gründlichsten Inspektionen sich als absolut friedlich erwiesen hat, dann ist es das angebliche Training im Iran von Al Qaida (wie von McCain behauptet) oder schlicht, die USA scheren sich überhaupt nicht mehr darum mit Lügen einen Grund für ihren Angriff zu finden - es scheint, der Angriff stehe kurz bevor - sehr kurz. Die US-Streitkräfte stehen in Alarmbereitschaft und innerhalb von 12 Stunden könnte der Angriff erfolgen. Die kürzlich erfolgte Reise von Dick Cheney in den Nahen Osten sollte demnach auch dazu gedient haben, die Verbündeten vor bevorstehendem Fall-Out zu warnen.

US-Studien zum Angriff haben ergeben, dass bei einem Angriff in direkter Folge über 1 Million Menschen sofort sterben - in indirekter Folge aufgrund der Strahlung und des Fall-Out wird mit dem Tod weiterer 10 Millionen gerechnet, bis hin zu über 30 Millionen Betroffenen - betroffen von radioaktiver Strahlung!!!

Nachrichtensperre verhängt

Jegliches Dementi seitens der Nachrichtenagenturen wäre harmloser gewesen – aber eine plötzliche Nachrichtensperre (Information nicht mehr zugänglich) ist ernster zu bewerten.
Die Nachricht kam in den Westen über ‘dpa‘, die aus einer der führenden Zeitungen aus Saudi-Arabien, ‘Okaz’ berichtete. Die Originalnachricht von dpa ist nicht mehr zugänglich, wurde jedoch vom ‘Baltimore Chronicle‘ am 24.März aufgegriffen und ausführlicher berichtet am 25. März, dessen Inhalt hier in Übersetzung wiedergegeben wird:

Baltimore Chronicle / 25. März 2008

Den ganzen spannenden Bericht und weitere Stellungsnahmen seitens der Redaktion sind hier zu finden - http://politikglobal.blogspot.com

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Kirchensumpf: Berliner Dom und das liebe Geld
03/31/2008 08:39 AM

Nachdem vor zwei Jahren nicht reparable Schäden an den vier Kugeln, dem Kuppelkreuz und vier Ecktürmen festgestellt wurden, hatte man diese durch Rost oder abgeblättertes Gold beschädigten Gegenstände im Oktober 2007 mit einem Autokran abnehmen lassen. Im März 2008 konnten bereits vier der Kugeln wieder auf ihren ursprünglichen Platz montiert werden. Die Kuppel des Berliner Doms bleibt aber vorerst weiter unvollständig. Insgesamt rechnet die Domgemeinde einschließlich weiterer Reparaturen im Kuppelbereich mit Kosten von 1,42 Millionen Euro! Finanziell unterstützt werden die Sanierungsarbeiten von der Cornelsen-Stiftung mit 480.000 Euro, 420.000 Euro aus der Städtebauförderung sowie 200.000 Euro aus dem Etat von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU). An Einzelspenden Berliner Bürger kamen bisher 95.000 Euro zusammen.
Bleibt ein Eigenanteil der Evangelischen Kirche von 300.000 Euro (21% Eigenanteil). Und der Steuerzahler hat aufgrund der Tatsache, das Spenden steuerlich geltend gemacht werden können, die ganze Sache auch noch kräftig mit bezahlt. Auf der Dom eigenen Homepage werden aber die Einrittspreise so kommentiert:

Da wir nur geringe Unterstützung vom Staat und der Kirche bekommen, sind wir auf den Beitrag angewiesen.

Kirchensumpf meint: Vielleicht sollte die evangelische Kirche nochmal Unterricht in Mengenlehre nehmen, und von einer geringen Unterstützung durch den Staat kann angesichts dieser Tatsache auch keine Rede sein.

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Deutschland Debatte: Die missliche Lage der NATO
03/31/2008 08:01 AM

Es überraschte zunächst, dass Bush eingestand, er werde nicht mehr darauf dringen, dass Deutschland Truppen in den Süden entsenden solle. Bush wird zitiert “Ich möchte, dass Kanzlerin Merkel mit den Ergebnissen gut leben kann. Mit anderen Worten, ich möchte von anderen Staaten nichts fordern, wozu sie politisch nicht in der Lage sind” und bringt mit diesem Satz insbesondere NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer in Verlegenheit, da Scheffer immer kriegsgeifernd Deutschland um Truppenentsendung in den Süden Afghanistans angegangen ist. Bush bezieht mit seiner neuerlichen Verständnis für Deutschland eine klare Konfrontation zu Scheffer, so dass man sich fragt, was denn hier nun passiert sein könne und was die Motivationslage der Beteiligten war.

Deutschland
Ein Bush, der immer Deutschland aufs Schärfste angegangen ist, der nun Verständnis formuliert, muss über höchst erfolgreiche diplomatische Kanäle zur Einsicht gebracht worden sein. Die Frage ist jedoch, was Deutschland diese Einsicht kostet; die Rechnung wird präsentiert werden, nicht jetzt, das wäre zu plump, in Monaten werden wir sie erleben! Bush muss es schwer gefallen sein, plötzlich in einer Zeit, in der die Früjahrsoffensive der Gegner angekündigt worden war, in der die NATO eigentlich jeden Mann brauchen würde, auf zusätzliche Kampftruppen durch Deutschland zu verzichten. Er muss auch diplomatisch sich auch den Konflikt mit Kanada einstellen, weil Kanada ebenfalls überaus heftig Deutschland um zusätzliche Kampftruppen aufgefordert hatte.

Was ist die Motivationslage für Deutschland, diesen diplomatischen Sieg gegenüber den USA gewonnen zu haben? WAHLEN! Frau Merkel wird Bush vermutlich klargemacht haben, dass 2009 Wahlen ins Haus stehen und sie keine Chance haben wird, diese zu gewinnen, wenn gleichzeitig in Afghanistan aufgrund ihres Befehls Soldaten sterben. Sie wird Bush klargemacht haben, dass dieser blöde Satz von Struck, Deutschland werde am Hindokusch verteidigt, in der Bevölkerung nicht angekommen ist.
Die Meisterstrategin wird für sich, wie damals Schröder bezüglich Irak, einen emotionalen Gewinn in der Bevölkerung erzielen, während Struck mit seiner SPD immer noch die Hindokusch- Doktrin anhaftet. Struck kann auch nicht aus Koalitionsdisziplin Frau Merkel angehen, so dass in diesem taktisch klugen Zug von Frau Merkel die SPD als klarer Verlierer herausgeht.

USA
Bei allem Scherbengeklirre, auch Bush kann eine Rice nur bedingt durch die Länder tingeln und verlauten lassen, “Der im Konsens beschlossene Einsatz in Afghanistan gehört zum Kerngeschäft der NATO. Die Mission muss erfolgreich sein”. Warum muss er langsam zurückrudern? WAHLEN! Die Konservativen sind nicht auch zuletzt wegen des eigentlich verlorenen Krieges im Irak und auch wegen der fürchterlichen Angriffe auf die Bevölkerung in Afghanistan im eigenen Land unter Beschuß. Es gilt heute bereits als ausgemacht, dass nur durch eine dämliche Stratgie der Demokraten, den Kampf gegeneinander bis aufs Messer zu führen und somit der Wählerschaft kaum Zeit zu lassen, sich inhaltlich auf einen Kopf einzustellen, also nur durch Dummheit haben die Konservativen eine Wahlchance; es hat unlängst eine Wahlanalyse ergeben, dass Mc Cain gegenüber Obama klar verlieren würde: das ist für die Statistikgläubigen der USA ein klares Signal, hier müssen andere Themen den Umschwung bringen. Nachdem Ende 2008 in den USA die Wirtschaftskrise erreicht, die indirekt den Konservativen angelastet werden wird, kann Bush nicht noch zusätzlich das Konfliktfeld Krieg brauchen, zumal kaum noch Amerikaner einsehen, dass die USA im Irak und am Hindokusch verteidigt wird.

Wir werden uns in dieser Welt zunehmend darauf einstellen, dass 2008 das Jahr ist, in dem man kriegsmäßig abrüstet, um den Konservativen in der Welt weiterhin Machtpositionen zu sichern. Und die Aussage für 2009? Da in Deutschland 2009 Wahlen sind, wird bis Ende 2009 der Druck auf Deutschland nachlassen. Jeder kann sich heute ausrechnen, so viele Milliarden neues Geld für den Krieg, das wird niemand guten Gewissens bereitstellen können. Es ist also zu vermuten, dass der Bush Satz, “Ich möchte, dass Kanzlerin Merkel mit den Ergebnissen gut leben kann. Mit anderen Worten, ich möchte von anderen Staaten nichts fordern, wozu sie politisch nicht in der Lage sind” das Ende der von den USA geführten Kriege einleuten wird.
8000 Tote in Afghanistan und 100.000 Tote im Irak zeigen der Bevölkerung in den USA und in Deutschland den kompletten Irrsinn der USA Denke!

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Politblog.net: Federal Reserve wird noch mächtiger
03/31/2008 08:00 AM
Washington ändert Wirtschaftsordnung

Als ob die private Zentralbank der USA, die Federal Reserve, nicht schon genügend verfassungsfeindliche Macht angesammelt hätte, hier die neueste Entwicklung im Zuge der Finanzkrise:


“Der Plan (der Regierung) gibt der Federal Reserve eine noch größere Autorität. Damit institutionalisiert er den Prozess, der in den letzten drei Wochen bereits improvisierterweise praktiziert wurde.

Die Richtlinie würde erstmalig in der Geschichte eine Anzahl bundesweiter Regulierer erschaffen. Diese hätten über alle Mitspieler des Finanzsystems Machtbefugnisse, über Banken, Versicherungen, Hedge Fonds und Private-Equity-Fonds, die bislang kaum reguliert werden.

Dabei wird von Einigen befürchtet, dass die Fed wenig zur Besserung der aktuellen Lage beitragen kann, weil sie selbst eine Mitschuld daran trägt.”



Ein zweiter Artikel aus der New York Times beschreibt die Veränderungen so:


“Das Wirtschaftsministerium wird am Montag dem Kongress vorschlagen, der Federal Reserve neue Befugnisse bei der Überwachung der Finanzmärkte zu geben. Damit würde der Fed effektiv erlaubt werden, SWAT-Teams in jede Ecke der Branche oder in jede Institution zu schicken, die ein Risiko für das Gesamtsystem darstellen könnte.”



Wir können es uns nicht leisten, der Regierung nach dem Kollaps die Kontrolle zu überlassen. Die macht alles nur noch schlimmer. Das vermehrt in desaströsen Verhältnissen lebende Volk muss den Aufbau des nächsten Systems selbst in die Hand nehmen.

Henry Edward J.[Link] [Cache]
Kirchensumpf: Gierige Finger Teil3
03/31/2008 07:48 AM

geld.gifWeil er ein Hilfsprojekt in Nigeria unterstützen wollte, bediente sich Pfarrer Chidi mehrmals eigenhändig von der Kirchenkollekte. In Afrika sei das so üblich, sagt er.
In Seelisberg und Bürglen ist man entsetzt: Der allseits beliebte Pfarrer Chidi (39) hat mehrmals Geld aus der Kirchenkollekte gestohlen. Nach eigenen Angaben hat er rund 900 Franken entwendet, 470 Franken in Seelisberg, 430 Franken in Bürglen. Ein Verfahren wegen Diebstahl wurde eingeleitet. Mit dem entwendeten Geld wollte Chidi gemäss eigenen Angaben zum Bau eines Wasser-Projekts in seiner Heimatstadt Achi in Nigeria beitragen. Die Gesamtkosten des Projekts hätten gemäss Chidi rund 43′000 Franken betragen.

Wie jetzt bekannt wurde hat der farbige Pfarrer Chidi Ilechukwu nicht nur 900 Fr. aus dem Opferstock der Kirchgemeinde Seelisberg/UR gestohlen, sondern auch 60′000 Euro aus dem Erzbistum Köln. Recherchen des SF-Nachrichtenmagazins 10vor10 ergaben, dass Chidi schon 2005 in Köln die Kirchenkasse erleichterte. Dort erhielt er für Entwicklungsprojekte in Nigeria mehrere Tausend Euro. Misstrauen erregte der Pfarrer als 2007 noch kein einziges Projekt in dem afrikanischen Land gestartet war. Das Bistum Köln hat noch nicht darüber entschieden, ob sie rechtliche Schritte gegen Chidi einleiten wird.

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Duckhome: Wann erfolgt der amerikanische Angriff auf die Schweiz?
03/31/2008 07:38 AM

Nun wird es langsam aber sicher ernst für die Steuerhinterziehungshelfer und Flugzeugabstürzlasser aus der Schweiz. Nun haben sie nicht nur mich verärgert sondern auch die US-Amerikaner. Während meine Angriffswaffen sich auf diesen Blog und andere Schreibereien beschränken, liegen in Ramstein schon die Pläne für die ersten Tage des Luftkrieges bereit.

Vermutlich wird Condoleezza Rice erst noch die bedingungslose Auslieferung der Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey fordern, aber selbst wenn die Schweizer dieser Forderungen folgen und die Hälfte aller Schweizer Guthaben hinzufügen, wird es ihnen nichts nützen. Auch die Herausgabe unzüchtiger Gaslieferungsverträge wird der Schweiz wohl nichts mehr helfen.

Ich würde den Leuten auf der deutschen Seite des Bodensees trotzdem nicht raten die Nachtbombardements im freien zu verfolgen, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen Kollateralschaden zu werden. Was mir allerdings noch nicht klar ist, was machen die Amerikaner nach der Vernichtung der Schweiz mit dem Gelände. Disneyland oder so eine Art berggestützter Flugzeugträger. Wir wissen es nicht. Aber mit Saddam Hussein fing es genau so an.

Ich schätze mal morgen berichten unsere Medien über die Schweizer Giftgasvorräte und die biologischen Waffen die auf Saurer Lastwagen durch die ganze Schweiz gefahren werden und sich am Tage gerne in Tunneln verstecken.

Arme Schweiz. Haben die doch tatsächlich an die Unverletzlichkeit in ihrer nationalen Integrität geglaubt und nun dürfen sie nicht einmal mehr selbstständig Gas kaufen. Das Leben ist echt hart.



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Duckhome: Vogelgrippe da war doch mal was
03/31/2008 06:06 AM

Ach ja die Vogelgrippe. War es nicht herrlich. Wir hatten einen Feind. Diese Vogelgrippe, mit jedem Spatz kam sie uns näher. Wir kannten die Reiserouten und durchschnittlichen Ankunftszeiten der Zugvögel genau. Das Kursbuch der Vogelgrippe, viel pünktlicher als es Mehdorns Bahn jemals sein konnte. Die Züchter von KZ-Hühner und die Betreiber von Legebatterien jubelten. Endlich musste die lästige freilaufende Konkurrenz weggesperrt werden.

Seehofer der Landwirtschaftsminister der nur dann aktiv wird, wenn er der Ökologie schaden kann jubilierte. Endlich hatte er einen Weg diesen Ökospinnern den Hals abzudrehen. Hinter Gitter mit dem verdammten Federvieh und dann fleißig Monsantos Gendreck gefüttert, damit der Seehofer sich noch eine dritte Familie leisten kann. War es nicht herrlich. Der Seehofer war so glücklich. Viele kleine Geflügelhalter haben unter Tränen ihren Tieren den Hals rumgedreht, sie gerupft und in die Kühltruhe gepackt.

Aus der Traum von der privaten Versorgung. Eier müssen nikotin- und dioxinbelastet voll Salmonellen aus dem Hühner KZ kommen, wer braucht schon privates freilaufendes Federvieh. Monsanto und Seehofer sicher nicht. Aber in letzter Zeit ist der Seehofer zu diesem Thema so schweigsam geworden. Hat wohl nicht ganz so geklappt wie er es wollte.

Aber wenigstens dürfte die Firma Roche zufrieden sein. Sie konnte Tamiflu in großen Mengen absetzen, auch wenn es vermutlich völlig wirkungslos ist. Aber dafür würde Tamiflu im Großeinsatz auch nicht unser Wasser belasten obwohl 90 Prozent des Wirkstoffs Oseltamivir-Carboxylat sofort vom menschlichen Körper ausgeschieden wird. Denn laut Roche zerfällt der Wirkstoff nach kurzer Zeit.

Ob er das wohl auch in den gelagerten Pillen macht. Auf jeden Fall ist das ganze gut gemacht. Nutzlose Medikamente gegen nicht vorhandene Gefahr. So macht man gute Geschäfte und schließlich geht es genau darum. In Niederösterreich streitet die Freiwillige Feuerwehr von Merkenbrechts immer noch darum, nicht 1.000 Euro für die Bereicherung von Roche ausgeben zu müssen, die fällig sein sollen weil eine willige und dumme Verwaltung in Niederösterreich sich zum Handlanger einer Pharmabude machte.

Der Feuerwehr wurde das Geld einfach aus ihrem Etat abgezogen, was eine Feuerwehr sicher nicht einsatzbereiter macht. Aber Roche hat sicher bessere Verwendung füt das Geld, als es für Brandbekämpfung in Österreich zu lassen. Allerdings hat Österreich im Gegensatz zu Deutschland noch Medien die derartige Themen aufgreifen. Bei uns hätte das Lokalblättchen bestenfalls die Auflösung der Feuerwehr gefordert und einen Steuernachlaß für die neoliberalen Besitzer des Blättchen. Bei uns wissen die Journalisten wem sie gehören.

In der Schweiz bloggen jetzt sogar die staatlichen Veterinäre und sie bloggen gut:

Vogelgrippe in der Schweiz. Na und?
Von Hans Wyss, Direktor um 09:23

Ich wage eine Prognose: Heute melden wir den ersten Vogelgrippefall seit 2 Jahren - interessieren wird das nur am Rande. Was ist passiert in diesen Jahren? Damals war die Vogelgrippe über Monate hinweg das Medienthema Nummer 1. Über den Hurrikan Kathrina und den Untergang New Orleans wurde nicht einmal halb so oft berichtet. Dennoch war das meiner Meinung nach nicht einfach ein Medienhype. Man wusste damals tatsächlich vieles nicht über dieses H5N1. Heute ist allen klar, die Vogelgrippe ist in erster Linie eine Tierseuche. Auch wenn einige Vögel auf Schweizer Seen infiziert sind, sind Menschen in der Schweiz nicht unmittelbar gefährdet. Aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Vogelgrippe von Wildvögeln in Hühnerhaltungen getragen wird, können wir heute besser einschätzen. Die Vogelgrippe kann einzelne Tiere einer Wildpopulation befallen, ohne eine Durchseuchung auszulösen. Dies ist der Grund, weshalb wir von einem Freilandhaltungsverbot für Geflügel weggekommen sind. Ist das Thema Vogelgrippe damit erledigt? Sicher nicht. Weltweit hat sich die Vogelgrippe-Situation seit 2006 zwar nicht weiter verschlechtert, aber auch nicht verbessert.


Der ganze Wahnsinn und die übertriebenen Maßnahmen der Vergangenheit wären nur halb so schlimm, wenn es auch bei uns Verantwortlich gäbe, die ihrer Verantwortung gerecht würden. Aber bei uns grinst ein Seehofer in jede Kamera um Panik zu verbreiten. Nur den Arsch in der Hose um hinterher auch mal wieder Entwarnung zu geben, den hat er nicht. Vielleicht bin ich auch ungerecht. Der Mann ist ja nur Politiker, wie soll der sich heute noch daran erinnern was er gestern gesagt hat?


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